Der obere Walchen wird auch als „Wasserfallgarten“ bezeichnet. Einsteigen kann man bei einem Sägewerk, oder besser noch direkt am Schluchtbeginn (ca. 1,5 Kilometer oberhalb des Gasthauses „Marie“). Hier führt ein Weg zum Bach. Erscheint der Bach hier gut fahrbar, lohnt sich eine Fahrt allemal.Der Walchen ändert ab hier seinen Charakter, vom Schotterbett plötzlich ins gewachsene Felsbett. Es beginnt mit kleinen Stufen, nicht allzu schwer. Hinter jeder Stufe findet sich ein ruhiger Tumpf, alles läßt sich gut besichtigen und umtragen.Die Stufen werden dann langsam höher und man erreicht einen verklemmgefährlichen Abfall, der gut rechts umtragbar ist. Danach steigert sich der Walchen zunehmend, der „umarmende Wasserfall“ ist erreicht. Eine 4 Meter Stufe, von rechts schiebt sich ein Felsen in die Durchfahrt, links im Unterwasser Felsplatte. Unmittelbar danach das Abschlußkriterium, eine hohe schräge Stufe mit in die Strömung ragenden Felsplatten. Im Unterwasser lauert links noch eine Unterspülung. Er ist normalerweise gut zu befahren, Achtung auch auf eine Felsplatte im Unterwasser des Falls! Direkt danach fällt der Bach noch über eine kleinere Stufe in einen großen Gumpen. Anschließend geht’s im Schotterbett bis zum Ausstieg. Obwohl der Bach nur 1,5 Kilometer lang ist (WW III – V) bietet er ein nettes Wasserfallerlebnis in einer Miniklamm. Auch wenn man vielleicht 2 oder 3 Stellen umträgt (dann sind die Schwierigkeiten bis WW IV), ist er es zumindest wert, ihn bei passendem Wasserstand einmal gefahren zu sein.Pegelhinweis: Die Angaben zur Befahrbarkeit des oberen Walchen ab Pegel Walchen 50 cm (online Pegel Walchen - Deutschland) stimmen bei Regenfällen meist, oft jedoch nicht bei Schneeschmelze, da erst am Ende der oberen Etappe zwei Bäche mit viel Schmelzwasser münden. Der obere Walchen selbst führt im späteren Frühling (ab Anfang Mai) nur noch sehr wenig Schmelzwasser.