In Vikos beginnt ein schöner Wanderweg durch den 900m tiefen Vikos-Canyon, der zeitig im Frühjahr eine schwere und anstrengende Kajaktour bietet, im April aber meist schon trocken liegt. Diesen Steig gilt es die Boote ca. 300 Höhenmeter runterzutragen, nach 30min ist der Einstieg bei den herrlichen Karstquellen des Voidomatis erreicht, Aufwärmübungen sind nicht mehr nötig !Die Schinderei ist vergessen wenn der kristallklare, blaue Fluss die Boote fortträgt, nach zwei Kurven folgt der erste leichte Abfall mit anschließendem tiefen Tümpel, in diesem Stil geht's weiter, Zeit genug die fantastische Landschaft zu bestaunen.Etwa 1km später nehmen die Verblockungen zu, ein 2m breiter, presswasserbesetzter Schlitz nach einer S-Kurve muss bewältigt werden, der spritzige Abschnitt Champagnerlauf ist erreicht. Bald darauf folgt eine auf den ersten Blick unübersichtliche Gefällstrecke mit Verblockung (WW IV), nach Besichtigung kann aber gut von l nach r gefahren werden.Nach diesem schwierigen km geht's leichter weiter, schöne Stellen, leichte Verblockung und Stufen (WW III). Die Umgebung wir noch eindrucksvoller, die hellen Felswände höher, der Fluss einfacher. Nach 5km können schwächere Fahrer bei der Straßenbrücke zwischen Aristi und Papingo dazustoßen, ab hier gibt's eine gemütliche Fahrt durch die kurvige Platanenallee (WW I - II), manche Bäume sind so ausgehöhlt, dass ein Boot im Stamm parken kann !Flotte Kiesbankschwälle und tiefe Abschnitte wechseln, bald ist die Türkenbrücke erreicht, entweder l vor der Brücke aussteigen oder das folgende Doppelwehr ganz l befahren und anschließend am r Ufer anlegen.Für die Reiseplanung sind der hervorragende Kajakführer "Greco" von Franz Bettinger (besser als DKV-Führer) sowie eine genaue Landkarte 1:300.000 unbedingt zu empfehlen.Da die griechischen Flüsse oft über lange Strecken unzugänglich und weit von der nächsten Ortschaft entfernt sind, bilden sicheres Fahren, Erste Hilfe- und Bergeausrüstung sowie ein Reservepaddel eine kleine Reiseversicherung.