Nach etwa 1km Einpaddeln beginnt die Schlucht, das Dahingleiten unter teils überhängenden Schluchtwänden erlaubt einen unschwierigen Vorgeschmack auf den Grand Canyon. Ein Blockhaufen mit siphoniertem Felsen kündigt den Beginn des ersten schwereren Abschnitts an, l geht's vorbei. L ist in der ersten Hälfte meist die bessere Spur!Durch das WWIII Blocklabyrinth Couloir Samson wird der Weg noch halbwegs einfach gefunden, Achtung auf Bäume, 2007 hatten wir 1 Umtrager. Ziemlich am Ende dieser Passage ist l eine schmale Gasse mit Abfall und etwas überraschendem Rücklauf zu meistern.Entspannendes, offenes WWII auf den nächsten Kilometern. Eine T-Kreuzung wird erreicht, von l mündet der Artuby, der Verdon biegt nach r ab. Jetzt sinds noch ca. 4km bis zur Passerelle, welche durch ein Hotel l hoch oben und die Schutzhütte La Maline (Abbruchmöglichkeit) r oben gekennzeichnet ist. 100m vor der Fussgängerbrücke Passerelle l bei der Kiesbank anlegen und die folgenden 200m besichtigen, umtragen ist einfach. Die Passerelle wird meist r angefahren, dann l einen schmale Stufe zwischen unterspülten Felsen runter (ganz l ev. Schleichspur) und sofort scharf nach r ziehen um dem folgenden arg unterspülten Block zu entwischen!Die nächsten paar hundert Meter sind gespickt mit unterspülten (siphonierten?) Blöcken, ein tw. unübersichtlicher stufiger Parcour, weiteres Besichtigen ist ratsam. Am Ende dieser Passage schnüren 2 Felsen den Fluss ein, in der Mitte versperrt ein Block die Durchfahrt, die erste gut erkennbare X-Stelle ist erreicht, r rauf und etwa 50m umtragen. Stark verblockt und unübersichtlich sind auch die nächsten 2km.Nach kurzer Abnahme der Schwierigkeiten fließt der Verdon mit flottem Schwall in eine immer enger werdende weiße Klamm, auf ruhigem Wasser gleiten wir durch den herrlichen 3m schmalen Canyon, der Styx ist erreicht. L einzeln ganz nach vor fahren und anlanden um die beiden etwas rückläufigen Eingangsstufen WWIV zu besichtigen. Im Styx fließt der Verdon mit abnehmender Strömung einen Bogen durch eine schon halbwegs dunkle Halbhöhle, der Ausgang ist manchmal durch Holz versperrt, also am besten gleich mitbesichtigen. Umtragen ist l möglich.Über Soca ähnliches leicht verblocktes WWIII-IV wird in wenigen Minuten der Imbut, Höhepunkt des Grand Canyons du Verdon erreicht. L einzeln bei der Kiesbank aussteigen und besichtigen. Ein wuchtiges S mit Presswässern und unterspülten Felsen ist zu schaffen, etwas r halten, bevor wir die schmale Gasse in die Höhle passieren. Im Imbut wird das Wasser nach wenigen Metern ruhig, das ist auch gut so, denn bei einem senkrecht in der Gasse stehenden Baum müssen wir uns vorbeidrücken, einen quer liegenden Felsriegel überheben, r danach wieder einsteigen und die restlichen 20m vorpaddeln, wo der gesamte Verdon im Siphon verschwindet, aber keine Angst, das Wasser steht! Über einen meist mehrere Meter großen Treibholzteppich wird der Ausgang erreicht. Aussteigen 3m raufklettern, Boot nachreichen, mit Assistenz einsteigen und 3m runterspringen. Der letzte muss wahrscheinlich seinem Kajak hinterherspringen! Umtragen des gesamten Imbut soll auch möglich sein...Durch eine imposante Schlucht mit hunderte Meter hohen Felswänden fließt jetzt der grüne Fluss auf entspannendem WWII. 1-2km weiter erinnert uns zunehmende Verblockung daran, dass es noch was zu tun gibt! Bald nach einem senkrecht stehenden "Hundeknochen" kommt ein "fahrbarer Siphon", bei 13 Kubik gibt's l einen kleinen dreieckförmigen Durchlass, bei mehr Wasser umtragen. Auf verblocktem WWIV mit teils engen Durchfahrten geht's weiter.Etwa 10min später kommt ein unübersichtlicher Blockverhau, der Fluss fließt nach l, r ist eine mit Gras und Büschen bewachsene Halde aus Felsblöcken, unbedingt r aussteigen und besichtigen, höchstwahrscheinlich ist die nächste X-Stelle erreicht. Weniger als bootsbreite Schlitze zwischen den Felsen könnten noch überwunden werden, aber schon nach der nächsten Kurve geht's mit halbwegs Zug unter einen Felsriegel, eine flussbreite Siphonfalle... R rauf und ca. 100m umtragen.50m nach dem Umtrager kommt in einer R-Kurve ein Hüpfer um's Eck mit Loch, r besichtigen, umtragen einfach.Das war die letzte schwere Stelle am Verdon, bald taucht ein alter einsamer Brückenpfeiler auf, jetzt gilt es nur noch 3km Stausee mit Tretbooten, Schlauchbooten, ev. Gegenwind und anderen Hindernissen zu überwinden dann ist Frankreichs berühmter Kajakklassiker geschafft!!!! Diese Beschreibung basiert auf einer 13 Kubik Befahrung 2007, bei 20 oder mehr Kubik entstehen andere Siphone !!!