Fakten
| Land |
Italien |
| Schwierigkeit |
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| Länge |
4km |
| Letzte Befahrung |
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Die Schlucht des Taverone ist ein wahrer Wildwasserklassiker des Appenin. Nur an wenigen Stellen von der Straße einsehbar und erreichbar, schweres Wildwasser in ausgesetzten Klammabschnitten, ein dubioser Ausstieg am Klammende zwischen hohen Gefällbremsen und siphonierten Mauern: Der Taverone ist Bestandteil zahlreicher Lagerfeuergeschichten.Tatsächlich hat sich die Situation am Klammende gegenüber der letzten Jahrzehnte maßgeblich verändert. Die ehemals komplett siphonierte 5 m hohe Betonwand wurde repariert und bildet nun einen 2 m hohen Abfall, der auf eine 2 m hohe Rampe aus einbetonierten Felsblöcken fällt. Der Stauraum hat sich mit Geschiebe verfüllt und somit die Höhe der ersten Gefällbremse (ehemals 4 m hoch) auf knapp einen Meter reduziert.Nach Befahrung der Schlussklamm muss das niedrige Wehr befahren werden (bei HW Rücklauf, sauber boofen!), gleich danach kann links angelandet werden und auf schmalem Pfad zur Genueserbrücke getragen werden. Das zweite Wehr kann bei hohem Wasserstand befahren werden, die mit Drahtseilen verknüpften Bruchsteine wirken jedoch nicht allzu vertrauenserweckend. Die gesamte Situation am Ausstieg wird am besten vor der Fahrt erkundet.Vom Einstieg auf dem rechten Quellbach geht es auf WW III-IV zur Mündung. Dort befindet sich die erste kritische Stelle: Bei MW und HW unbedingt hart links in die Strömung des linken Quellbaches ziehen. Starke Walze Mitte und rechts!In einer ziemlich weglosen Klamm geht es über Pool & Drop im vierten Grad um scharfe Kurven, bei HW bis WW V.Eine weitere markante Stelle erkennt man an einem großen Fels, der den Bach in zwei Arme teilt. In den rechten, deutlich schmaleren Arm fällt ein Wasserfall. Unbedingt die rechte Durchfahrt wählen, unter der Naturdusche hindurch. Links des Felsens Klemmgefahr und starke Walze. Hier hat sich vor einigen Jahren ein tödlicher Unfall
ereignet.In der zweiten Hälfte der Schlucht Abnahme der Schwierigkeiten und mehrere Möglichkeiten über Pfade die Straße zu erreichen.Die ganz enge, aber unschwierige Schlussklamm kündigt die erste Gefällbremse und den Ausstieg an.