Ab dem Einstieg in Zwieselstein fließt die Ötz sehr einladend durch große Felsblöcke in die zunehmend enger werdende Schlucht. Plötzlich rinnt ein steiler Schwall unvermutet in den ersten Siphon, er ist nur bei niederer Wasserführung unterfahrbar. Die folgende Situation sollte vorher erkundet werden. Bis zur folgenden klammartigen Engstelle folgen einige sehr knackige Stufen, ehe der ganze Bach unter einem Siphon verschwindet. Wahrscheinlich ist es am Besten, beim ersten Siphon auf den rechtsufrigen Wanderweg hinauszutragen, und auf diesem ca 5 Minuten das Boot bis zu einer deutlich erkennbaren steilen „Abstiegswiese“ zu tragen, dann etwas beschwerlich wieder zum Fluß hinunter. Der Siphon ist eventuell im Flußbett übertragbar – vorher erkunden! Der rechtsufrig verlaufende Wanderweg geht übrigens ab dieser Stelle relativ weit vom fluß weg und eignet sich nicht sehr gut zum Erkunden des gesamten Flußverlaufs.Ab dem Wiedereinstieg einige verblockte Passagen. Dann folgt eine Felsplatte mit 4 Meter Fall. Leider zieht auch ein Teil des Wassers nach links in einen Steinverhau. Dieser Fall ist sehr beschwerlich rechts umtragbar, aber prinzipiell mit Risiko fahrbar...Der Wasserfall ist von der Straße hoch oben bei einem Pakplatz einsehbar.Die nächsten 500 Meter muß ständig besichtigt und gegebenenfalls auch stellenweise umtragen werden. Eine beschwerliche Angelegenheit. So nach und nach werden die unangenehmen Stellen aber weniger und der letzte Teil der Schlucht kann mit einer Ausnahme (ein Schwall zieht in einer Linkskurve – von oben zunächst nicht gut einsehbar in eine stark verblockte Durchfahrt mit hohem Gefälle – vorher erkunden!!!) durchgehend gut befahren werden.Fazit: eigentlich viel zu besichtigen, die Umtrageaktionen sind sehr aufwendig. Eher ein expeditionsartiges Unternehmen für sehr gute Alpinpaddler. Nur bei niederer Wasserführung empfehlenswert. Eigentlich kein klassischer Abschnitt der Ötztaler Ache...Fahrstrecke 4 Kilometer WW IV – V+