Die Krupa ist ein wahres Kleinod. Mit glasklarem Wasser schlängelt sie sich der Zrmanja entgegen. Leider hat der Bürgerkrieg auch diesen Flecken nicht verschont. Die meisten Häuser von Krupa sind unbewohnbar oder verlassen, die Wege sollte man wegen der Gefahr von Tretminen nicht verlassen. Auf die Frage hin, ob man im Tal mit Minen rechnen müsse, wurde uns von Einheimischen versichert, dass hier keine Gefahr drohe. Dass dem nicht so sei, macht jedoch z.B. ein Totenkopfschild "MINE" am linken Ufer am Ende des Ortes deutlich. Misstrauen ist also angebracht. Sieht man von der Ortschaft und dem Klostergelände ab, trifft man in der Schlucht lediglich auf ältere menschliche Spuren in Form aufgelassener Gärten und Terassierungen.Hat die Krupa MW (z.B. im März 2004), lohnt es sich die Boote bis zur Quelle zu tragen. Von der Brücke dem Bach am rechten Ufer folgen. Die Krupa sprudelt hier aus großen Schottern dem Licht entgegen, und schon nach 100m kann man ddie Boote zu Wasser lassen. In rasantem Tempo erreicht man die Ortschaft, hinter der der Kleinfluss im dichtbewachsenen Auwald verschwindet. Etwas unvermittelt ist die erste Stufe (2m) erreicht. Ist sie durch Bäume blockiert, kann rechts leicht umtragen werden. Im Unterwasser mündet von rechts ein Zufluss, der die Wasserführung verdoppelt. Bis zum Kloster muss eine weitere Stufe (4m) passiert werden. Von der Situation am Kloster macht man sich am besten schon bei der Anfahrt ein Bild. Der Fluss teilt sich in mehrere Arme, und fällt unter dichtem Bewuchs über eine 2m hohe Stufe. Achtung auf Bäume und Steine im Unterwasser! Im März 2004 war der rechte Arme fahrbar.Nachdem die Arme zusammenfließen wird die Krupa zum breiten ruhigen Fluss. Herzklopfen verursachen Kalksinterstufen verschiedener Dimension. Abfolgen breiter, aber niedriger, moosbewachsener Stüfchen, wechseln mit Kaskaden bis 15m Höhe. Lediglich eine 4m hohe, eingebrochene Stufe muss zwingend rechts umtragen werden. Für die hohen Stufen sollte der Wasserstand nicht zu niedrig sein. (Wirbelsäule dankt.)Gelangt man in das Tal der Zrmanja warten weitere 11 Flusskilometer in totaler Landschaft. Will man nicht die ganze Strecke bis zur Brücke bei Muskovci paddeln, kann man die Fahrt bei den ersten Häusern rechtsufrig beenden. (Zufahrt mit dem Auto muss erkundet werden.)
Karte
Einstieg
Bei ausreichendem Wasser direkt an der Quelle 1km oberhalb der Ortschaft Krupa. Sonst am Kloster (Manastir Krupa).
Ausstieg
Eine Zufahrt mit PKW ist an der Mündung nicht möglich. Deshalb wird am besten noch 11km weitergefahren und an der Brücke Bilisane - Muskovci ausgestiegen.




