Die einfachste Etappe des Guil geht im Gegensatz zum großen Teil des Flusses durch ein eher offenes Hochtal der Alpen, unterbrochen von einer kurzen schluchtartigen Verengung.Den Einstieg wählt man am Besten in der Nähe des wasserreichen Zufluss des Bouchet am oberen Ortsende von Abriès. Sollte hier das Wasser für eine Befahrung nicht reichen, ist auch der Zustieg flussabwärts leicht möglich, da sich die Strasse immer in der Nähe befindet.Zu Beginn fließt der Guil in einem breiten Geröllbett kurze Schwälle und Blockstrecken sind zu genießen. Ein Abschnitt auch für fortgeschrittene Anfänger, jedoch ist zu bedenken, dass das Wasser kalt ist und großer Kehrwässer sehr knapp. Außerdem ist in diesem Abschnitt der Guil noch sehr flach, so dass man kopfüber schnell Kontakt mit Steinen hat.Kurz vor Aiguelles befinden sich eine flache Röhrenbrücke und ein Wehr, die beide besichtigt werden wollen. Nach der Ortsdurchfahrt von Aiguelles ist der Fluss zunächst in ein Hochwasserbett gezwängt und nur wenig verblockt. Etwa 2 Kilometer nach der Ortsdurchfahrt beginnt der wildwassertechnisch schwierigste Teil dieser Etappe. Eine große Rutsche kurz vor der Mündung des Aigue Blanche kündigt den Anfang der ersten schluchtartigen Verengung an. Es folgen zwei Engstellen mit mittlerer Schwierigkeit (WW III+). Nach einem Kilometer nimmt das Gefälle wieder ab und der Fluss hat wieder seinen alten Charakter. Schon bald ist die Silhouette der Burg von Château-Queyras zu erkennen. Den Ausstieg sollte man bei höheren Wasserständen schon vor Beginn der Fahrt scouten, denn einmal unter der steinernen Brücke unterhalb der Burg durch, befindet man sich bereits im Burggraben. Das Auto kann man auf dem großen Parkplatz zu Füssen der Burg abstellen. Diesen erreicht man, aus Richtung Guillestre kommend, indem man gleich hinter dem Ort Château-Queyras scharf nach rechts abbiegt.