Fakten
| Land | Deutschland |
| Bundesland | Bayern |
| Region | Allgäu |
| Kategorie | Wildwasser |
| Schwierigkeit | |
| Fahrbarkeit | und von März bis Mai |
| Mündet in | Iller > Donau |
| Lage | zw. 816m und 816m über NN |
| Letzte Befahrung |
Zum Einstieg gelangt man wenn man von der Autobahnausfahrt Oy-Mittelberg Richtung Peterstal und dann am Südufer des Rottachsees entlangfährt. Nach dem Seeende geht die Straße abwärts und nach etwa 1 km erreicht man an einer Kreuzung die Brücke über die Rottach. Der Einstieg ist orographisch links unterhalb des Wehres an der Greifenmühle. Der Zugang erfolgt über Privatgrund, deshalb sollten die Autos 100 m von der Kreuzung in die andere Richtung auf einem Wanderparkplatz abgestellt werden.
Zunächst fließt der Bach ruhig dahin die Ufer sind dicht bewachsen aber zunächst noch flach Abb. 1. Nach wenigen hundert Metern passiert man dann die ersten kleineren Stufen, die alle gut auf Sicht fahrbar sind. Wenn ein Fußgängersteg in Sicht kommt sollte man zum Scouten anlanden, direkt danch beginnt der Rottachdurchbruch mit einer ersten ca. 1,5 m hohen verblockten Stufe (Abb. 2). Danach folgen im Drop und Pool Charakter Stufen und kurze Katarakte. Die einzelnen Stellen sind meist im 3. Bis 4. Schwierigkeitsgrad (Abb. 3), aber häufig unübersichtlich und wegen der häufigen Baumhindernisse sollte man immer aussteigen, wenn man die Fahrtroute nicht vollständig einsehen kann. Die Schlucht wird in diesem Bereich langsam enger, die Felsen im Fluß sind meist mit Moos und Gras, manchmal auch mit kleinen Bäumen bewachsen, so dass manchmal ein fast dschungelartiger Eindruck entsteht (Abb. 4).
Nach ca 2 km erreicht man an eine Verengung mit einer Abbruchkante die Schlüsselstelle. Hier unbedingt rechts anlanden: Vorsicht nur kleine, je nach Wasserstand auch nicht ganz strömungsfreie Kehrwässer mit steilem bewachsenen Ufer die das Aussteigen erschweren. Durch das dichte Gestrüpp rechts muss man sich vorkämpfen bis zu einem wohnwagegroßen Felsblock, von hier kann man die ganze Passage überblicken: 2 wuchtige Abfälle hintereinander die in eine kurze klammartige Engstelle übergehen und von hier ein scharf abknickender enger Schlitz nach rechts als Ausfahrt. Meist ist einer der Abfälle oder die Ausfahrt mit Holz verlegt so dass leider häufig die ganze Passage mühsam umtragen werden muss.
Nach dem Wiedereinsetzen passiert man eine Engstelle ohne besondere Schwierigkeiten (Abb. 5), danach geht es im selben Stil weiter: Stufen, Katarakte und häufig querliegende Bäume die ständige Aufmerksamkeit und häufiges Aussteigen erfodern (Abb. 6,7). Kennt man den Bach nicht ist es manchmal auch nicht ganz einfach den weiteren Verlauf zu erraten. Allmählich wird die Schlucht dann etwas offener und bei einer letzten markanten Stufenkombination endet der schwere Teil Abb.8. Von hier aus padddelt man noch ca 1 km auf gut fließendem Wasser ohne Schwierigkeiten bis zur Mündung in die Iller. Hier bootet man direkt an der Mündung an einer Rafteinstiegsstelle oberhalb von Martinszell aus.
Fazit : Kein Bach den man einfach mal so schnell mitnehmen kann, eher etwas für Leute die den Reiz einer kleinen Miniexpedition haben wollen. Für eine Erstfahrt sollte man 2-3 Stunden einplanen, nach passieren des Fußgängerstegs ist eine Straße nur durch längeren Fußmarsch durchs Dickicht erreichbar, ein Fahrtabbruch deshalb aufwändig. Schwierigkeit 3-4 (5). Die 5er Stelle muss allerdings meist umtragen werden.
Einstieg: Greifenmühle unterhalb des Rottachsees
Ausstieg: direkt an der Mündung in die Iller
Pegel: Onlinepegel Rottach Greifenmühle. Dieser sollte 45 – 50 cm anzeigen. Der Pegel ist allerdings oberhalb der Mündung der Kranzegger Ach, die je nach Regen oder Schneeschmelze zusätzliches Wasser bringt. Insgesamt sind für eine Befahrung 4 – 5 Kubik erforderlich ca 3 davon sollten über den Pegel aus dem See kommen.













