Der österreichische Testosteronbomber und der große Holländer sind auf Richtung heimatliche Gefilde. Uns bleiben noch [...]
Der österreichische Testosteronbomber und der große Holländer sind auf Richtung heimatliche Gefilde. Uns bleiben noch weitere 4 Wochen in der Türkei. Wir wollen Ost Anatolien erkunden und unser Ziel sind die Quellflüsse des Euphrat. Nachlesen: Teil 4Teil 3Teil 2Teil 1
Euphrat (Karasu Irmagi)
Dave Manby hat uns den Euphrat als Grand Canyon der Türkei angepriesen. Bevor wir Richtung Euphrat aufgebrochen sind wollten wir schnell einige Flüsse an der Georgischen und Armenischen Grenze erkunden. Nach 3 Tagen nonstop Autofahren, 650 Km mehr auf dem Kilometerzähler, 20 zig Militärkontrollen und keine einzigen Fluss gepaddelt zu sein sind wir in Kema, dem Einstieg des Euphrat eingetroffen.
Schlucht des Botan Çayi
Camping Deluxe
Einstieg Euphrat (Karasu Irmagi) in Kemah
Euphrat bei Iliç
Eigentlich heißt der Euphrat in Kema noch Karasu Irmagi und dieser mündet in den Stausee des Euphrat, der selbst die ganzen Quellflüsse über teilweise 50 Km zurück staut. Die Türkische Regierung hat den Euphrat und Tigris mit gewaltigen Staudämmen gebändigt und kann so auch Einfluss auf die Wasserversorgung in Syrien (Euphrat) und dem Irak (Tigris) nehmen.
Manuel Arnu spielt das Wassertaxi
Manuel Arnu bei der ArbeitRoger und seine Vorliebe für Sonnenschirme
Des weiteren sind zahlreiche Flüsse von gewaltigen Staudammprojekten betroffen und Widerstand gegen die Zerstörung einmaliger Naturschauplätze bildet sich kaum. Flüsse wie die Soca oder der Inn zum Beispiel verschwinden komplett in 100 Kilometer langen Stauseen. Der einzige Grund warum in seiner ersten Schlucht der Euphrat noch frei fließen kann ist, dass eine Eisenbahnstrecke, mit unendlichen Tunnelstrecken aufwendig durch die Schlucht gebaut wurde und diese dann Unterwasser verschwinden würde. Gebaut werden die Dämme übrigens von österreichischen und deutschen Baufirmen.
Euphrat (Karasu Irmagi) Manuel genießt eine kalte Dusche
Roger zählt die Plastikflaschen in einem Kehrwasser
Die Strecke endet nach 90 Km im Stausee bei dem Ort Kemaliye und kann in 2-3 Tagen gepaddelt werden, oder aber auch in 5-7 Tagen, wie es Dave mit seinen Kunden immer praktisiert. Zu empfehlen ist oberhalb von Kemah kurz nach Erzincan einzusteigen, so kann der Abschnitt um weitere 50 Km verlängert werden. Die letzten 15 Km sind Rückstau und nur die gewaltigen Klammwände lassen erahnen welche Flussperle hier verschwunden ist. Der Schwierigkeitsgrad ist I-II mit zwei stellen Wildwasser IV, die aber auch umtragen werden können.
Phillis und Manuel kommen in den Genuß der türkischen
Gastfreundschaftlichkeit.Euphrat (Karasu Irmagi) Team am ENDE
Manuel Arnu im Blumenfieber
Überall präsent, Hinweise auf das Militär
Euphrat (Karasu Irmagi) Phillis passiert eine der zahlreiche Quellen
An einer Quelle wurden wir von einer sehr gastfreundlichen Türkischen Familie zum Tee (Çai) und Essen eingeladen. Mit hausgemachtem Ziegenkäse und Fladenbrot, sowie frisch gefangenem Fisch aus dem Euphrat wurden wir verköstigt. Zum Abschied hat jeder einen Blumenstrauß bekommen, den wir stolz an unseren Schwimmwesten befestigt haben.
Türkischer Tee (Çai)Wasser wird gekocht
Euphrat (Karasu Irmagi) Roger und wieder eine Quelle
Schlucht des Munzur Çayi
Die Strecke ist traumhaft schön und in dem Canyons sind zahlreiche Karstquellen, die in Miniatur Wasserfällen in den Euphrat plätschern. So muss das Paddler Paradies ausschauen!
Im nächsten und letzten Bericht der Botan Çayi an der Irakischen Grenze und ein kleiner Rückblick von der ganzen Türkei Tour.
Schildkröte am Wegesrand
Nachlesen: Teil 4Teil 3Teil 2Teil 1Text und Bilder: Olaf aus Nusshausen










Hallo Euprat- Paddler,
Frage: Habt Ihr da einen ( oder 2 ) Robson Charger mitgehabt;
wenn ja, wie seid Ihr zufrieden?
Beste GRüße!
Stefan
Hallo lieber Stefan, wir sind Diesel 75 und 65, sowie Nomads 8.1 und 8.5 gepaddelt.
Weltallerbeste Grüsse
Olaf aus dem winterlichen Nussdorf
Super interessanter Bericht. Das macht einfach Spaß ihn zu lesen. Klasse!!!