"Ice to Jungle" erfolgreich - Teil 1

Ende Oktober zog eine Gruppe des AKC los, um den Modi Khola von der Quelle aus zu befahren - das bedeutet, einsteigen auf 4000hm am Fuße des Annapurna. Florian Zaczek erzählt 4-paddlers.com, was die Gruppe erlebt hat.

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Artikel "Ice2Jungle" erfolgreich - Teil 1 Kajak

Quelle: Florian Zaczek

Ende Oktober, International Airport München. In einer langen Schlange am Check-In Schalter der Qatar Airways steht ein - für die restlichen Reisenden - ein ungewöhnliches Gepäckstück: Ein Kajak. Und Flo, der bibbert, dass seine komplette Kajakausrüstung mitgenommen wird. Erlaubt sind 20kg plus 10kg Sportgepäck, da liegt die Paddelausrüstung locker drüber. Die Dame am Check-In Schalter ist skeptisch: “Das Kajak wiegt nur 10kg? Sieht aber schwerer aus!”. Aber mit einem “Ist mir ja eigentlich egal” klebt sie den Gepäckaufkleber auf das Boot und es kann losgehen.

Nach 24h Reisezeit, mit einem 9-stündigen Aufenthalt in Doha erreicht Flo endlich Kathmandu. Dann durch den Zoll und gespanntes Warten: ist die komplette Ausrüstung angekommen? Ja, alles ist in Nepal. Und der Abholservice von “Whitewater Nepal“, der Organisation, der die Expedition vor Ort unterstützt, funktioniert auch. Was dann jedoch kommt, schockiert Nepal-Neuling Flo - die Fahrt mit dem Auto zum Hotel. Linksverkehr, und die Regelung “wer am lautesten hupt hat Vorfahrt”. Überall liegt Müll, die Stadt stinkt und ist voll mit Dunst. Unvorstellbar für uns Europäer. Umso glücklicher ist Flo, als er nach dieser erschreckenden Autofahrt das Hotel erreicht, wo er auf Flo F. trifft, der wenige Stunden zuvor angekommen ist.

Artikel "Ice2Jungle" erfolgreich - Teil 1 Nepal

Quelle: Florian Zaczek

Am nächsten Tag, nach dem ausschlafen, haben die beiden Jungs Zeit sich die Stadt anzuschauen und die ersten Souvenirs zu kaufen. Bei dem Stadtrundgang werden die beiden mit aufdringlichen Menschen konfrontiert - alle paar Meter werden Sie angesprochen und man will ihnen was verkaufen. Wer noch Outdoor-Equipment braucht, hat in der nepalesichen Hauptstadt zahlreiche Möglichkeiten, Markenware sehr günstig zu erstehen. Doch Achtung, nicht überall, wo “Mammut” draufsteht, ist auch “Mammut” drin ;-)
Am Abend kommen dann Expeditionsleiter Peter Tümmers, Expeditionsarzt Dr. Peter Luppa sowie die restlichen Paddler, Jörg, Julian und Claus, im Hotel an. Ab jetzt wird es ernst für das Vorhaben.

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen und zum nationalen Flughafen Kathmandu. Von dort geht es mit einer Propellermaschine nach Pokhara und mit dem Bus weiter nach Nayapul. Außer Flo hat niemand sein eigenes Kajak mitgebracht, alle anderen bekommen dort ihre Leihausrüstung. Nun heißt es Kajaks fitten und Ausrüstung überprüfen. Alles, was mit zum Annapurna Base Camp soll, muss in einem Rucksack, den jeder selber trägt, oder im Kajak verstaut werden.
Dann lernen die Jungs ihre Träger kennen. Die Nepali sind klein - mindestens einen Kopf kleiner, als “Bergschuhe” nur ausgelatschte Sandalen. Zunächst sind die Träger überrascht wie die Kajaks auf dem Rücken schaukeln - doch als Träger sind sie von klein auf gewöhnt, schwere Dinge zu tragen.

Artikel "Ice2Jungle" erfolgreich - Teil 1 Nepal

Quelle: Florian Zaczek

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Quelle: Florian Zaczek

Dann bewegt sich der Trott los - sieben Paddler, sieben Träger und ein Bergführer.
Nach knapp 6 Stunden ist das erste Ziel erreicht, die Bee Hive Lodge/”Old Bridge”. Am nächsten Morgen geht es dann endlich zum ersten Mal aufs Wasser - einpaddeln von “Old Bridge” bis “Syauli Bazar”, 3 Stunden WW4 bei perfektem Wetter und gutem Wasserstand. Am Ausstieg angekommen, geht es wieder zu Fuß zurück zur Lodge, dank den Trägern jedoch ohne viel Gepäck.
Am nächsten Tag geht es eine Stunde zu Fuß flussauf, bis “New Bridge”, und von dort wieder auf dem Fluss zurück nach “Old Bridge”. Dort gibt es traumhaftes WW4-5: “wie Wellerbrücke, nur viel geiler”, schwärmt Flo.

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Quelle: Florian Zaczek

Claus Fiedler unterhalb "Oldbridge"

Die folgenden zwei Tage werden wohl die anstrengendsten des ganzen Trips: 1000 Höhenmeter bis zum nächsten Tagesziel. Doch diese 1000 Meter Höhenunterschied sollen schwer zu bewältigen sein: Zwischendurch geht es immer wieder sehr weit runter, so dass der Weg lang und anstrengend wird, da 2000hm bewältigt werden müssen. Nach 8 Stunden wandern kommt die Gruppe auf 2130m in Bamboo an. Der nächste Tag wird ähnlich anstrengend, allerdings verläuft die Steigung etwas gleichmäßiger als am Vortag. Tagesziel ist das Machhapuchhre Base Camp auf 3700m. Am folgenden Tag dann die letzte Wanderetappe - 300 Höhenmeter weiter zum Annapurna Base Camp. Damit ist das erste Ziel erreicht: Die Gruppe hat samt Ausrüstung das Annapurna Base Camp erreicht - und der Wasserstand am Modi Khola schien auch zu passen. Zeit also, sich zu erholen und Gruppenfotos vor dem Gletscher des riesigen Annapurnas zu schießen.

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Quelle: Florian Zaczek

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Quelle: Florian Zaczek

Peter Tümmers wischen “Old Bridge” und “Syauli Bazar"Jörg Hackinger zwischen "Newbridge" und "Oldbridge"

...und im zweiten Teil erzählt Flo von der geglückten Erstbefahrungen am Modi Khola unterhalb des Annapurna Base Camps.

Text: Flo Zaczek & Michelle Hombach

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