Seit diesem Frühjahr entnimmt das neue Klappenwehr in Ritzenried dem Pitzbach Wasser. Kitzgartenschlucht und Waldschlucht sollen ebenfalls abgeleitet werden. 4-Paddlers hat sich umgesehen, was dies für die Paddler bedeutet.
Rauf und runter geht der Graph des Pegel Wenns an heißen Sommertagen. Langjährige Pitzbachpaddler hegen den Verdacht, dass der Grund hierfür nicht nur in der Gletscherschmelze zu suchen ist. Bereits kurz unterhalb seines Gletscherursprungs wird das Wasser des Pitzbachs zum Gepatschspeicher übergeleitet. Das verantwortliche Wehr bietet Möglichkeiten zum stoßweisen Wasserablass, der den Pegel im für die Paddler interessanten Mittellauf sprunghaft ansteigen (oder eben absinken) lassen kann.
Quelle: Hydro Online
Grafik: Ausgeprägter an Tagesgang an heißen Julitagen.
Die Sportler haben sich darauf eingestellt: Im Juli, wenn die Schneeschmelze nicht mehr ganz so ergiebig ist, steuern Paddler die Standardstrecke des Pitzbachs meist erst am Spätnachmittag an. Das Wasser reicht dann auch im Hochsommer für die steilen Kilometer rund um die Orte Wiesle, Wiese und Ritzenried.
Quelle: Christoph Scheuermann
Foto: Das Ritzenrieder Wehr bei mittlerem Wasserstand.
Seit diesem Frühjahr entnimmt ein neues Klappenwehr in Ritzenried nun zusätzlich Wasser. Ein ausreichender Wasserstand für den letzten Teil der Standardstrecke wie auch die Pitzschlucht wird sicher nicht mehr so oft erreicht, wie vor dem Kraftwerksbau. Hinzu kommt: Ein guter Wasserstand ab Ritzenried bedeutet satte Wasserwucht in Kitzgarten- und Waldschlucht.
Quelle: Christoph Scheuermann
Foto: Ausreichender Überlauf am neuen Wehr bei Pegel 0,60 m in Wenns.
Die Fotos wurden am 19. Juli 2015 gegen 17 Uhr aufgenommen. Das seit mehreren Tagen sehr heiße Wetter sorgt für eine üppige Gletscherschmelze. Die Pegelschwankungen über den Tag sind massiv: Stagniert die Kurve bis Nachmittag bei knapp 40 cm, kommt das Wasser gegen 16 Uhr schlagartig. Die Fotos wurden bei Pegel 0,60 m in Wenns aufgenommen, Tendenz steigend. Der im Internet nicht abrufbare Pegel am Ritzenrieder Wehr zeigt 0,65 m.
Für die Strecken oberhalb der Ausleitung bedeutet das einen sehr hohen Wasserstand. Verblockung ist kaum noch vorhanden, dafür große Walzen. Schwimmen ist bei diesem Wasserstand keine Option. Die Strecke unterhalb Ritzenried weist einen mittleren Wasserstand auf, für die daran anschließende Pitzklamm ist der Pegel eher hoch.
Quelle: Christoph Scheuermann
Foto: Vier Kubik, die den Paddlern fehlen werden – 2017 soll das zweite Kleinkraftwerk in Betrieb gehen.
Ab 2017 wird sich die Situation erneut ändern: Auch auf dem Gebiet der Gemeinde St. Leonhard soll ein Kleinkraftwerk errichtet werden, davon wären die Steilzonen rund um den Ort Wiese betroffen.
Zum Schluss noch ein Hinweis zur Holzsituation: In der Waldschlucht unterhalb Wiese befinden sich mindestens zwei gefährliche Baumsperren. Der im Foto sichtbare Ast befindet sich direkt am Beginn der Steilzone, unmittelbar vor der scharfen Rechtskurve. Unbedingt schon von der Straße aus besichtigen! Etwa auf halber Strecke der Waldschlucht dann ein querliegender Stamm, der umtragen werden muss.
Die gefährlichen Eisenträger bei Zaunhof waren bei diesem hohen Wasserstand nicht zu erkennen. Ob diese mittlerweile vollständig entfernt wurden ist der Redaktion nicht bekannt. Infos wilkommen!
Quelle: Christoph Scheuermann
Foto: Die Holzversperrung am Kataraktbeginn bei der Siedlung Wiese reicht bis weit in die Fahrspur.









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