Das Arachthos-Camp – Griechenlands erster Campingplatz für Paddler

Der Norden Griechenlands gilt als eines der besten Paddelziele Südosteuropas. Rechtzeitig zu Ostern eröffnet am Arachthos der erste Paddler-Campingplatz Griechenlands.

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Artikel Das Arachthos-Camp – Griechenlands erster Campingpla Blüte

Quelle: Martin Schäfer

Griechenland investiert in die Infrastruktur und Europas Paddler profitieren: Am Ufer des Arachthos bietet der gleichnamige Campingplatz in Plaka ab Ostern Outdoorsportlern ein perfektes Basislager. Camp-Chef Nikos Manthos ist vielen Griechenland-Paddlern bereits bekannt: Sein familiär geführtes Hotel Teloneio auf der anderen Flussseite heißt seit Jahren Kajakgruppen willkommen, die Küche des Hauses ist ein echter Geheimtipp. Auf dem Arachthos-Camp finden nun auch Paddler Quartier, die das knisternde Lagerfeuer unter freiem Himmel genießen möchten, ohne auf den Komfort eines Campingplatzes zu verzichten. Moderne Sanitäranlagen, die sympathische Kaffeebar sowie das Büro sind in zwei Blockhütten untergebracht. Weitere über den Platz verteilte Duschen und Toiletten, Picknicktische und Grillstellen ergänzen das Angebot. Die Campingwiese liegt idyllisch unter Obstbäumen, Supermarkt und Bars im Örtchen sind bequem zu Fuß erreichbar. Am Camp können moderne Mountainbikes geliehen werden. Nikos organisiert außerdem Rafting- und Wandertouren in der Tzoumerka.

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Quelle: Nikos Manthos

Foto oben: Das Arachthos-Camp in Plaka verfügt über alle Features, die sich ein Paddler wünschen mag. In dieser Blockhütte gibt's neben vielen Infos zur Region leckeren Frappé.

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Quelle: Martin Schäfer

Plaka ist ideales Standquartier für Arachthos und Kallaritikos. Lakmos, Acheloos, Voidomatis und Acheron sind weitere Tagesziele. Besonders Arachthos und Kallaritikos begründen die ungebrochene Beliebtheit der Region unter Wildwassersportlern. Skulpturenreich geformte, völlig weglose Canyons über viele Kilometer, in allen Farben schimmernde Sedimentwände, von Schlingpflanzen umrankte Grotten, sprudelnde Quellen und knorrige Riesenplatanen - die Natur hat ein Wunderwerk geschaffen in den Tiefen der Arachthosschlucht.  Das Wildwasser selbst ist ein Traum. Die Struktur der Flüsse in den Fels gemalt, als hätte der Schöpfer selbst ein Paddel geschwungen. Auf jede Stromschnelle folgt ein Ruhepool, Die Felsen sind rund, das Wasser sauber und relativ warm. Keine Portagen, nicht einmal nervenaufreibende Besichtigungen vom Ufer aus bremsen die Fahrt. Hingegen ist der Arachthos ein Spielplatz sondergleichen: Surfwellen, tiefe, klar definierte Kehrwasser, Strömungen jeder Schwierigkeit machen das technische Paddeln zwischen den Blöcken zum Vergnügen. Von ganz leichtem Wildwasser bis zur furiosen Schussfahrt durch den Canyon des Kallaritikos - hier entdeckt jeder seine ganz persönliche Lieblingsstrecke.        Foto links: Wer kennt diesen magisch-schönen Ort? In den Tiefen der Arachthos-Schlucht lohnt es sich hin und wieder aus dem Boot zu steigen. Dieser kleine Seitencanyon ist vom Fluss aus kaum zu erkennen. Verborgen hinter urigen Platanen führt ein Pfad zum kühlen Wasserfall.

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Quelle: Christoph Scheuermann

Foto oben: Campchef Nikos Manthos steigt auch schonmal selber ins Boot. Hier genießt er einen der traumhaften Schwälle unterhalb des Basecamps.

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Quelle: Tine Richter

Die wilde Gebirgslandschaft der Tzoumerka hat freilich viel mehr zu bieten als die nassen Freuden des Wassersports. Die raue, oft bis in den Frühsommer schneebedeckte Gipfelregion ist eine Welt für sich. Nur wenige Menschen verbringen das ganze Jahr in den pittoresken, aber nur umständlich erreichbaren Bergdörfern. Wer will kann hoch hinaus, auch mit dem Auto: Viele der geschotterten Bergsträßchen lassen sich auch ohne Allradantrieb erkunden und eröffnen Reisenden die menschenleere Welt der Hochalmen. Ob am Wegesrand oder auf den höchsten Kuppen: Kapellen, Klöster und Kirchen zeugen an spektakulären Orten von der tiefen Religiosität der Bergbewohner.  Die von historischen Saumpfaden verbundenen Dörfer sind ein Kapitel für sich. Wirken viele der in ausgesetzter Lage errichteten Siedlungen während der meisten Zeit des Jahres verlassen,wurde in den Steinhäusern zu anderer Zeit Geschichte geschrieben. Kallarites, Syrrako und Matsouki waren vor 200 Jahren veritable Wirtschaftszentren, lokale Schafzüchter dominierten den Wollhandel im Mittelmeerraum und statteten selbst das napoleonische Heer mit Wollkleidung aus. Im Gewirr der verwinkelten Gassen stehen restaurierte Häuschen zwischen vom Zahn der Zeit gezeichneten Ruinen. Die Siedlungen der Tzoumerka thronen oft Adlerhorsten gleich über tiefen Schluchten, panoramareiche Wanderwege führen entlang schroffer Klammwände und tosender Wasserfälle.      Foto rechts: Vom Arachthos-Camp sind viele Sehenswürdigkeiten Nordgriechenlands schnell erreichbar. Der Vikos-Canyon zum Beispiel hält den Guinness-Rekord als tiefste Schlucht der Welt.

Insgesamt ist Plaka das perfekte Basislager für Gruppen verschiedener sportlicher Ambitionen. Der zentrale Ausgangspunkt am Fluss ermöglicht vielfältigste Touren zu den Sehenswürdigkeiten der Region. Das angebotene Sportprogramm lässt keine Wünsche offen: Ob geführte Wandertouren, ambitionierte Bike-Touren oder auf Raft oder Kajak durch die schönsten Schluchten des Landes – in der Tzoumerka kommt jeder zum Zug.

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Quelle: Christoph Scheuermann

Foto oben: Oft reicht das Wasser am Arachthos bis weit in den Sommer. Diese Surfwelle oberhalb der Politza-Brücke lief im Juni 2013 zur Bestform auf.

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Quelle: Salome Fritz

Wer Arachthos und Co. im Rahmen einer geführten Kajakreise entdecken will, wird bei Toros Outdoors fündig, z. B. eine Woche im Mai ab 550 Euro. In der Woche vor Pfingsten wird erstmalig eine Woche für Paddeleinsteiger angeboten. Neben den ersten Erfahrungen im Wildwasserkajak kann auf Wunsch im Raft oder Schlauchkanadier gepaddelt werden. Wer nicht jeden Tag ins Boot will, erkundet die Gegend auf geführten Wanderungen oder mit dem Mountainbike.

Infos zur Outdoor-Vielfalt der Tzoumerka und zum Campingplatz findet ihr hier.

Und hier der Link zu den Griechenland-Camps von Toros Outdoors.





Foto rechts: Die zwei Wasserfälle von Katarraktis – ein Platz zum Träumen. 

Artikel Das Arachthos-Camp – Griechenlands erster Campingpla Kallaritikos

Quelle: Maik Mersmann

Foto oben: Point of no return – die berühmte Eingangsstufe des Kallaritikos-Canyons. Schaut bei viel Wasser mächtig aus, ist aber nach kurzer Besichtigung gut machbar.

Mehr Fotos zu den Flüssen rund um Plaka unter diesem Link.

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TrustedPaddler
Diplom-Geograph, fester Autor fürs KANU-Magazin, Südosteuropa-Spezialist, Kajakreiseveranstalter und vor allem seit 25 Jahren so oft es geht im Boot. Der Genuss auf dem Wasser zu sein, gemeinsam mit alten und neuen Freunden, darüber zu schreiben, sich connecten. Love it! Für alles weitere .

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