[b]Anne Hübner[/b] zählt zweifelsohne zu den momentan besten und vielseitigsten Kajakfahrerinnen weltweit. Und Anne kommt dabei viel rum in der Welt - [b]wo sie 2011 überall war, erzählt sie hier[/b]!
Nach einem tollen Silvester in Pucon - Paddeln am oberen Palguin, grillen, das Feuerwerk über dem Lago Villarica anschauen und mit den ganzen Pucon-Kajakern ordentlich feiern - verließen wir die wunderbare kleine chilenische Stadt und fuhren über die Grenze nach Argentinien in Richtung Bariloche. Zwei Tage später kamen wir in Futaleufu, wieder in Chile, an. Mein erster Fluss im Jahr 2011 war also der Futa - Paddelers Paradies, kein schlechter Start! Und ich hatte noch 2 weitere Monate in Chile...
Wir verbrachten die nächsten zwei Monate in Patagonien, paddelten einige große Flüsse wie den Futa, den Baker, den Bravo und den Michimauida. Zwischendurch hatten wir einige Scouting-Missionen und manchmal wurden wir mit einer Erstbefahrung belohnt, wie zum Beispiel auf dem Rio Perez und dem Rio Mayer in der Villa O'Higgins Area, wo die Carretera Austral endet.
Quelle: Stephan Paetsch
Quelle: Severin Häberling
Rio Baker, Salto de NeffFutalefu
Quelle: Bernhard Steidl
Es war schon März, als ich wieder in Deutschland ankam und es war verdammt kalt. So war das Erste, was mir in den Sinn kam, dass ich wieder nach Chile will... Wochenends fuhr ich zur Rissbachklamm, zur Kaiserklamm und Lofer-Schlucht; eben dorthin, wo man etwas Wasser im Fluss finden konnte - genauso wie gefrorenes Wasser an den Ufern.Ende März bekam ich meinen neue Veloc und war richtig glücklich, es auf der "Ile de Beaute" ausgiebig zu testen. Ich verließ den eisigen Teil von Europa und verbrachte vier Wochen auf Korsika zum Kajakkurse geben. Zurück nach 4 Wochen mit erstaunlich viel Spaß, Creeking, Käse und Rotwein war es Zeit für mich, mich wieder in ein Playboat zu setzen und die Ärsche von den deutschen Möadels zu kicken - in den Teamtrainings für die Deutsche Meisterschaft. Nachdem ich über ein halbes Jahr nicht mehr im Spielboot gesessen habe, habe ich beschlossen, mich ein wenig mehr auf Freestlye zu konzentrieren. So arbeitete ich in der Nähe von Plattling und half bei der Organisation der Kayak Freestyle Weltmeisterschaften 2011.Fium Orbo, Korsika
Im Mai verbrachte ich also die Wochenenden beim creeken im Ötztal und unter der Woche in Plattling - leider war der Wasserstand ziemlich niedrig und ich bekam kaum eine gute Session hin.
Juni war mein Monat voller Veranstaltungen in diesem Jahr - beginnend mit dem Teva Mountain Games in Vail/Colorado, gefolgt von den Teva Extreme Outdoor Games in Ivrea/Italien und schließlich die Freestyle Worlds in Plattling. Ich eilte nur von Veranstaltung zu Veranstaltung und am Ende war ich nicht wirklich zufrieden mit meinen Ergebnissen in den Creek-Rennen - ich wurde Vierte in Vail und Zweite in Ivrea. In Plattling endete ich auf Platz Zehn, was mehr war, als ich erwartet hatte, da ich erst seit zwei Jahren Freestyle fahre.
Quelle: Arnd Schäftlein
Quelle: Schäftlein Arnd
Anne bei den Teva Mountain Gamesund bei den Teva Extreme Outdoor Games
Juli. Zeit für mich, um etwas Geld zu verdienen - auf der Outdoor-Fachmesse in Friedrichshafen.
Ende Juli packte ich mein Auto wieder und fuhr für eine Woche nach Tirol und ins Engadin- und wieder Ötztal, um für mein Norwegen-Abenteuer im August vorbereitet zu sein.
Ich war noch nie Kajakfahren in Norwegen und einige Leute sagen, dass August ein wenig zu spät in der Saison ist um dorthin zu fahren - aber ich habe es einfach nicht früher geschafft, und ich wollte unbedingt dorthin. Und es war gar nicht schlecht!
So luden wir die Boote und fuhren zur Fähre. Es war eine wunderbare Reise - wir erkundendeten einige der Klassiker wie Homerun, Numedalslågen, verschiedenen Abschnitte der Sjoa, Store Ula, Rauma, Tora Bora und viele mehr.
Aber es war nicht nur das Kajakfahren, das meine Reise unvergesslich gemacht hat. Es ging darum, Freunde zu treffen, gechilltes campen und spät in der Nacht zu kochen.
Quelle: Arnd Schäftlein
Anne bei den Freestyle Worlds in PlattlingZurück sein in Deutschland hielt nicht lange an - Ende August war der Lipno-Ablass und das Devils Extreme Race. Also habe ich mich wieder ins Auto gesetzt und begann den Road Trip Augsburg - Plattling - Lipno - Plattling - zurück nach Hause... und ein schneller Wochenendtip wurde schnell zu einem Kurzurlaub mit fünf super Spaß Tagen mit großen Partys am Ende. Als persönlichen Zusatz konnte ich das Rennen zu gewinnen und nahm das Preisgeld mit nach Hause - danke ZET Kayaks, dass auch die Damen-Kategorie honoriert wird!
Interview mit Anne in der ARD
Text: Anne Hübner & Michelle Hombach









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