Following the Summer: Neuseeland Nordinsel

Following the summer. In David und Sveta's Reise dem Sommer hinterher gibt es nun den etwas verspäteten Bericht von der Nordinsel Neuseelands. Der Kaituna, als Krone der neuseeländische Flüsse, begeisterte die Beiden besonders.

Nordinsel Neuseeland
Artikel Following the Summer: Neuseeland Nordinsel Thawai Fall

Quelle: Krismayr David

Thawai FallDie Nächte auf der Südinsel wurden schon kälter, der Wechsel auf die Nordinsel kam genau richtig. Um 23:00 erreichten wir mit der Fähre die Nordinsel und wurden von einem Großstadtstress begrüßt. Wellington ist die Hauptstadt von Neuseeland und dementsprechend hektisch, was uns nicht hinderte, dort einen Tag zu verbringen, um das Nationalmuseum zu besuchen. Allerdings gestaltete es sich schwierig ein Plätzchen Wildnis zum Schlafen zu finden. Dreistheit siegte, wir schliefen in der Nähe des Zentrums.Am folgenden Tag besuchten wir Te Papa Tongarewa für eine museale Entdeckungsreise durch die neuseeländische Geschichte und Natur. Auf dem Weg zu unserem ersten Fluss auf der Nordinsel erlebten wir die Landschaft der “Waimanganui Valley Road” ala nature!Am Manganui-a-te-ao stellten wir Dank des starken Niederschlags einen mehr als wünschenswerten Wasserstand, der geradezu nach unseren Booten rief, fest. Rastlose 12km Wildwasser 3+ waren die Folge. Der Regen hielt an. Der Tongariro National Park versprach einige Flüsse, die nach dem lang anhaltenden Regen befahrbar wären. Zu unserer Enttäuschung führten die Flüsse für eine Befahrung zu wenig Wasser. Das Glück war dennoch auf unsrer Seite, zum einen konnten wir den Taiwahe Fall bei einem angenehmen Pegel runter stürzen, zum anderen wurde das Wetter schöner, weshalb wir die Tongariro bei besten Bedinungen Überquerten.

 

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Artikel Following the Summer: Neuseeland Nordinsel Beauty

Quelle: Krismayr David

Der Taiwahe Wasserfall liegt nahe der Straße und ist ca. 10m hoch, hat eine einfache Anfahrt und eine tiefen Pool, perfekt für “Park n’ Huck”. Nach einigen Fotos und Videos bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir in der Hoffnung auf höhere Wasserstände zum Fluss Tongariro. Bevor wir die atemberaubende Tongariro crossing angingen, paddelten wir den Tangoriro bei mindester Ablassmenge. Die Überquerung führt über einen rieseigen Vulkan mit mehreren kleinen Kratern. Einer der Höhepunkte war mit Sicherheit die Besteigung des Mt. Ngauruhoe auch bekannt als “Mount Doom“ aus Herr der Ringe. Der Weg führte ca. 200 Höhenmeter in praller Sonne Über loses Vulkangestein. Oben angekommen genossen wir eine wunderbare Aussicht über die gesamte Region.

Danach begaben wir uns auf den Weg nach Mordor, es existiert wirklich, und wir konnten uns die bösen Gestalten von “Herr der Ringe” bildlich vorstellen. Weitere Höhepunkte bescherten uns der “Red Crater”, die “Emerald Lakes und der “Blue Lake”. Der Red Crater heißt nicht umsonst so, flammend rot grenzt er an den tiefblauen Himmel, lädt zum Eintauchen in Traumwelten ein.

Das Türkis der Emerald Lakes verlockt zum Schwimmen, der Schwefelgehalt jedoch schadet der Gesundheit. Der Blue Lake liegt als der größte See am Weg der Überquerung. Nach zehn Stunden waren wir froh, den Parkplatz auf der anderen Seite zu erreichen.

  Following The Summer part 6 New Zealand north island from Krismayr.com on Vimeo.

Und auf zum Kaituna.

Beim Wort “Kaituna” blitzen bei den PaddlerInnen Bilder von Dschungel, Klamm und einem fünf Meter hohen Wasserfall auf, so auch bei uns. Wir waren gespannt, wie er in Wirklichkeit sein wird und kamen zu dem Schluss: ”Er wird allen Erwartungen gerecht!”. Das Wasser ist warm, die Klamm mystisch. Palmen und Moose schmücken die Felswände, der “Drop and Pool” Karakter ist angenehm zu paddeln. Die schwierigsten Stellen sind der Doppel Drop, mit einer eineinhalb Meter hohen Eingangsstufe und einer ca. 80cm hohen Ausgangstufe, und der Wasserfall, ein genialer Boof auf einem pulsierenden Pilz, dadurch variiert die Fallhöhe zwischen drei Meter und fünf Meter.

Besondere Zuckerl boten uns die Rafter, es war meist lustig, zu beobachten, wie sie den Wasserfall mehr oder weniger erfolgreich meisterten. Wir verbrachten vier Tage und paddelten unzählige Runden am Kaituna, bevor wir uns um Abwechslungen umsahen.

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Quelle: Krismayr David

Diese waren nicht so weit entfernt. Waiora, Ragitaiki und Tarawera sind jeweils an einem Tag zu erreichen und bieten spezifische Aufregungen und spannende Abenteuer. Als Erstes erkundeten wir die technischen Herausforderungen des Waiora. Am Waiora treffen sich jedes Wochenende Paddler, um den Wasserablass, der nur im Dienste der Wildwasserliebhaber jeden Sonntag im Sommer stattfindet, zu genießen. Der Fluss verlangt an einigen Stellen, eine saubere Linie zu fahren. Dank der Beispiele anderer Paddler, konnten wir die Auswirkungen falsch gesetzter Paddelschläge beobachten und erfolgreich unsere Lehren daraus ziehen. Für anhaltende Spannung sorgte die Suche nach dem Einstieg des Rangitaikis. Die Forststrassen verlaufen ohne Beschilderungen im Kreis, im Quadrat, im Rechteck und auf der Kreislinie einer Kugel, es war zum Verzweifeln. Nach zwei Stunden gaben wir uns geschlagen, wir konnten dem Wald sein Geheimnis nicht entreißen und paddelten den unteren Teil des Flusses, der auf neun Kilometern WW3 mit schönen Kehrwassern zum Spielen und Trainieren aufwartete.

Die nächste Destination führte uns ins Tarawera Tal, in dem wir eine der schönsten Zeiten auf der Nordinsel verbrachten. Die Beschreibung des Tarawera las sich höchst merkwürdig: Der gesamte Fluss verschwinde im Boden; den Wasserfall nicht befahren, da der Pool in einem endlosen Loch verschwindet; achtgeben bei der Befahrung, dass keine falschen Abzweigungen genommen werden; Achtung Holzverhau!

Mit diesen Informationen begaben wir uns mit erhöhter Vorsicht auf den Bach. Die Aussagen bestätigten sich: Wir erlebten eine wahrhaft ominös abwechslungsreiche Fahrt.

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Quelle: Krismayr David

Am Abend schlugen wir unser Lager am Tarawera See auf. Die nächsten beiden Tage vergnügten wir uns mit Seekajaken und Hotpools. Wir paddelten ca. drei Stunden Über den See zu den besten Hotpools der Welt. Das heiße Wasser fließt direkt aus der Felswand in den See und vermischt sich im natürlichen Pool aus Steinen mit dem Kälten des Sees. Die Schichten von warmen und kalten Wasser ließen uns ein neues Körpergefühl erfahren, der Sonnenuntergang färbte die Berge lavarot und das Barbecue schmeckte vorzüglich. Wir bauten unser Zelt direkt neben dem Pool auf, somit weckte uns die Morgensonne und wir weichten uns nochmal im Pool ein, bevor wir zurück zum Auto paddelten. Der Abflug war nicht mehr lange hin. Wir beschlossen noch mehrere Tage am Kaituna zu relaxen und zu paddeln, bevor wir Neuseeland nach unvergesslichen dreieinhalb Monaten verlassen würden. Der Kaituna wurde auch nach Öfteren bzw. unzähligem Paddeln nicht langweilig. Der Flug nach Russland führte uns Über Sydney, wo wir noch ein bisschen australische Luft schnappen und ein Ballet im weltberühmten Opernhaus von Sydney anschauten. Was wir in Russland erlebten, kannst du im nächsten Bericht lesen.

Text: David Krismayr
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Ausgebildeter Physiker, Redakteur, Herr über Tausend Zeilen Code auf 4-Paddlers.com und spätberufener zugereister Paddler aus Augsburg.

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