Am 1. Juli startete eine ungewöhnliche Kajak-Expedition: Mit Fahrrad und Anhänger kämpfen sich Olaf Obsommer, Philip Baues und Lukas Wielant durch das Norwegische Bergland. Von Fluss zu Fluss geht die Reise, CO2-Neutral ist das Fortbewegungsmittel zu den spektakulärsten Flüssen des Fjordlandes.
Quelle: Jens Klatt
Jeder kennt es, dieses zufriedenstellende Gefühl, aus eigener Kraft etwas erreicht zu haben. Egal ob es der erklommene Berggipfel, der überstandene Marathonlauf oder auch nur der ersehnte Biergarten nach der langen Fahrradtour ist – man ist einfach glücklich und zufrieden. Diese Philosophie steckt auch hinter dem Projekt Bike2Boat: By fair means, also aus eigener Kraft, wollen die drei Kajakfahrer Olaf Obsommer, Philip Baues und Lukas Wielatt sich die Flussperlen mit dem Rad erarbeiten – die rasanten Sturzfahrten auf den wilden Bächen wird so zu einem noch intensiveren Erlebnis.Die Entdeckung der GelassenheitGleichzeitig verfolgen die Athleten jedoch noch andere Ziele. Während sie normalerweise auf der Suche nach dem wilden Wasser um die Erde jetten und dabei riesige ökologische Fußabdrücke hinterlassen, wollen sie mit Bike2Boat ein Zeichen für klimaneutrales Reisen setzen und gleichzeitig für eine Weile der Alltagshektik entfliehen. Langsam, aber dafür ohne Jetlag wird das Team die Schönheiten Norwegens erleben. Auf dem Rad bleibt genügend Zeit, die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten und Land und Leute hautnah zu erleben. Das ProjektKnapp vier Wochen wird das Team in Norwegen unterwegs sein, von Bergen an der Westküste des Landes geht es etwa 650 Fahrradkilometer durch das Fjordland nach Åndalsnes – vorbei an atemberaubenden Naturlandschaften wie dem UNESCO-Weltnaturerbe Geirangerfjord. Alles, was Olaf, Philip und Lukas für ihren Trip brauchen, transportieren sie mit ihren Bikes: Boot, Paddel und Kajakausrüstung auf dem Fahrradhänger, alles andere wie Zelt, Schlafsack, Kleidung und Verpflegung in Packtaschen am Rad.
Text: Philip Baues & 4-paddlers.com









Richtig geile Geschichte!
Weg vom Auto, weg vom Kilometerfressen. Mehr davon, höchsten Respekt, dass Ihr zeigt was alles geht.
Edwin
Und wie kommen die drei erst einmal hoch nach Norwegen? Nicht falsch verstehen, 650km durch Norwegen ist schon sportlich mit dem schweren Anhänger und den Steigungen, aber die Anreise kann ja kaum enthalten sein...
Geht's mit Bahn und Bus nach Bergen oder mit dem Flieger? In letzterem Fall wäre der ökologische Fußabdruck natürlich beträchtlich und das Ganze eher ein PR-Gag...