Christoph und Lukas Strobl waren in Chile unterwegs und auch sie haben tolle Geschichten udn Bilder mitgebracht. Nun folgt der zweite Bericht vom "sorgenfreisten" Paddeln, das man sich vorstellen kann, so die Jungs von vboyz.at.
Quelle: vboyz.at
Teil 2 – Rio Futaleufu „The best whitewater on earth“Auf dem Weg zum Futalefu, der so nette Spitznamen wie „Landscape made by god“, oder „the best whitewater on earth“ trägt (was ja schon mal nicht so schlecht klingt wenn ihr mich fragt), fuhren wir über Argentinien und fast ausschließlicha auf Dirtroads, weshalb wir alle komplett in Staub gehüllt waren für 2 Tage. Nach etlichen Stopps kamen wir dann doch noch endlich in Futa an. Zivilisation gibts dort nicht sehr viel ausser einem kleinen Ort ca. 40 Minuten von unserem Camp, Cara del Indio (Gesicht des Indianers – riesige Felsformation die echt genau so aussieht) entfernt. Aber man braucht auch nichts, denn der Fluss lässt absolut keine Wünsche offen.
Traumhaftes Wildwasser in einer wahnsinns Umgebung. Die Gerüchte und Erzählungen über den Futa sind wirklich nicht übertrieben, manchmal wirkt das ganze schon fast kitschig. Man könnte den Fluss in einem Tag durchfahren aber normalerweise wird er in 3 Etappen aufgeteilt. Die am häufigsten befahrene ist die Bridge-to-Bridge Section, die wohl auch am meisten Spaß macht und super Abwechslung bietet und ich ca. mit WW3+ bis IV bewerten würde. Darunter sind noch zwei lohnenswerte Rapids mit ca. WW IV-IV+ nahmens Mas o Menos und Casa del Piedro.
Galerie: vboyz.at @ Chile II
Quelle: vboyz.at
Letzterer war einer meiner Favouriten – mitten im Fluss liegt ein Fels der so groß wie ein Haus ist). Weiter flussaufwärts befindet sich die Terminator-Section. Der schwierigste Rapid ist wie der Name schon sagt Terminator selbst. So viele Walzen in einem Rapid hat man selten gesehen ... wenn ihr aber genaueres über die Walzen wissen wollt sollten ihr unseren englischen Amigo Dave fragen – er hatte bei 2 Befahrungen 2 Mal das Pech in einem Loch zu verschwinden und herauszuschwimmen Noch weiter oben befindet sich dann der Inferno Canyon, die schwierigste Etappe im Canyon. Unter anderm auch deshalb, weil es aus der Schlucht so gut wie kein Entkommen gibt und man völlig abgeschnitten von jeglichen Straßen oder Häusern ist. Also wenn man einmal drinnen ist dann muss man es auch durchziehen. Aber der Canyon selbst ist Mörder geil und hat echt was für sich. Es ist zwar danach mal ziemlich flach, aber die Landschaft ist einfach traumhaft. Nach dem eigentlichen Canyon warten noch zwei happige Rapids auf einen. Der erste ist Zeta und wird eigentlich fast immer umtragen da er ziemlich unsauber ist und die Felsen um ihn herum so löchrig sind wie Schweizer Käse.
Danach wartet noch ein sehr sehr großer – der Throne Room. Ich kannte ihn schon von Bildern und Videos – aber wenn man dann daneben steht fällt einem schon mal die Kinnlade herunter. Er ist extrem steil, extrem schnell und extrem groß. Wir verbrachten ca. eine Woche am Futa, lernten eine Menge Leute kennen und hatten einfach das sorgenfreiste Kajakleben von dem man öfters träumt – Paddeln, Grillen und Nachts zusammensitzen und klassisch ein paar Flaschen Rotwein, Bier und/oder Pisco leeren.
Quelle: vboyz.at
Quelle: vboyz.at
Wir paddelten sehr oft Bridge to Bridge und die letzten beiden Rapids danach, einmal den Terminator Rapid und zum Abschluss den Canyon. Chri, der als einziger von uns nicht zu faul war, war mal bei Vollmond mit ein paar anderen zu Mitternacht am Fluss und paddelte Bridge to Bridgte – eins der geilsten Erlebnisse wie er sagt. Dave hatte wie gesagt einen schönen Schwimmer in Terminator, Chris erwischte eine sehr sehr schöne Verschneidung im Canyon :) Aber die Booties wurden getrunken und so war wieder alles bereinigt :) Nach der schönen Zeit am Futa waren wir fest am planen was wir am Weg zurück in den Norden noch mitnehmen könnten und was vor allem noch Wasser hat – und so legten wir uns noch eine coole Route für den Weg zurück fest.
Text: Christoph und Lukas Strobl






















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