Roadtrippin' ums Tessin

Tessin? Trocken... Piemont? Trocken.. Korsika? Trocken...[br][/br]Gähnende Leere in den meisten Bächen der Alpen zum Osterwochenende. Verschiedenste Pläne wurden in hitzigen Diskussion geschmiedet, sodass es galt geniale Pläne zu schmieden, herauskam: Auf gut Glück ins Tessin!

Tessin Ayasse

Tessin? Trocken... Piemont? Trocken.. Korsika? Trocken...
Gähnende Leere in den meisten Bächen der Alpen zum Osterwochenende. Verschiedenste Pläne wurden in hitzigen Diskussion geschmiedet, sodass für Severin und Leonie Häberling, Carmen, Matt Karli, Helga und Ameli Lehner, Nils Dippon, Martin Adlmaier, Martin Kaltebach, Lars Dippon, Benny, Ruedi Raschle und Boby Frieser letzten endes ein mehr oder weniger genialer Plan dabei herauskam: Auf gut Glück ins Tessin!

Rheinbachfälle sind zu isoliert von anderen Creeks, Ötztal hat man den ganzen Sommer und Herbst, Korsika hat kein Wasser und würde somit nur zu erhöhtem Alkoholkonsum führen. Deshalb Paddlers Lösung: ROADTRIPPIN' rund ums Tessin!
Die schlechten Prognosen für die Wasserstände ignoriert, gings mit voller Euphorie los Richtung Tessin-Klassiker. Bereits nach 2 Tagen musste man anerkennen, dass selbst unsere Flut an Elan Verzasca & Co nicht füllen konnte. "Aufbruch gen Piemont!" war daraufhin die Devise - die sich nach einem halben Tag bei Nieder(st)wasser auf der Egua auch als Flop herausstellte. Mittlerweile war die Gruppe zu sechst, was zwar förderlich für den Ideenreichtum war, jedoch nicht für die Enscheidungsfähigkeit der nächsten Destination. Nach langem Debattieren konnte ich Severins verstaubtes Gehirn, dass mit KnowHow über ca. 2000 Bäche vollkommen durcheinander war, letzendlich wieder ordnen und entlockte seiner Bibliothek dabei eine potentielle Traumperle im Valle d'Aosta.

Artikel Roadtrippin' ums Tessin Tessin

Quelle: Nils, Severin, Ameli

Sex Sells! Less is more! Nils Dippon in der untersten Kombi.Aufgrund einiger Turbulenzen, KFZ-bedingt, legten wir die gut 130 Kilometer in rasenden 11 Stunden zurück. Vollkommen ausgebrannt kamen wir in der Dämmerung am Ziel an. "Wenn das Tal zum Ersten mal eng wird une eine große Burg mitten im Tal steht, zweigt sich das Valle d'Champorcher weg vom Aostatal, dann seit ihr am Ayasse", so die schweizer Wegbeschreibung.Raus aus dem Auto, hoch zum Bach, um im letzten Tageslicht die 3 vorgefahrenen Paddler um ihren Adrenalinkick zu beneiden. Nach einer nahezu schlaflosen Nacht ging es am nächsten Morgen endlich los. Boote auf die Schulter, und hoch zum Steg, der durch die untere Klamm führt.

Artikel Roadtrippin' ums Tessin Tessin

Quelle: Nils, Severin, Ameli

Artikel Roadtrippin' ums Tessin Artikel Roadtrippin' ums Tessin

Quelle: Nils, Severin, Ameli

An der unteren Brücke angekommen, konnten wir unsere Begeisterung nur durch laute Jubelschreie und Affenlaute aushalten. Drei saubere Kombinationen, die durch einen atemberaubenden Granit-Canyon zu Tale stürzen. Lässig! Ein ganzer Tag an einem nur 500 Meter langem Flussabschnitt verstrich wie im Flug.
Nach kürzester Zeit war der Geheimtipp längst nicht mehr geheim, da wir unsere Freuden natürlich mit suchenden und verzweifelten Kollegen teilten. So splitteten wir die mittlerweile ca. 15 Mann starke Truppe, sodass wir mit einer starken sechsköpfigen Gruppe die oberen Teile des Baches erkunden konnten.
Die Fahrt ins Ungewisse begann umgehend mit Slides, Stufen und Drops zwischen 2 und 7 Metern. Das Flussbett im oberen Teil ist zwar offener, jedoch fließt in dem Drop'n'Pool - Bach auch weiter oben nahezu jede Stelle über feines Grundgestein. Gestokend vom Oberlauf des Ayasse gehts am Abend aber doch wieder auf die spektakulären unteren Kombis, um das Adrenalin ins Höchste zu treiben!Fly and Dive - Martin Adlmaier am hohen Drop.

Artikel Roadtrippin' ums Tessin Tessin

Quelle: Nils, Severin, Ameli

Artikel Roadtrippin' ums Tessin Tessin

Quelle: Nils, Severin, Ameli

Höhere Stufe im oberen AbschnittNils Dippon lässt einen raus

Danach gings mit Endorphinen geladen zurück aufs Camp, das sich direkt am Bach hinter einem Kettenkarussell befand. Die Übernachtungsgebühr für das Camp betrug einmal Karussell fahren (2€). Allen in allem würde der Schweizer den Bach als "Urhuaregeil" bezeichnen. Mit der Gewissheit, dass es im Alpenraum auch sonst eher mau ist mit Wasser verbrauchten wir 4 weitere Tage an diesem feuchten Traum.
Auf dem Rückweg holten wir uns nochmals die Bestätigung, dass im Tessin immer noch kein Wasser ist und genossen einen entspannten Ritt auf der unteren Verzasca. Nach einigen Zwischenstopps wurden beim Heimfahren noch die Lechschluchten in Angriff genommen, die wir aufgrund unglücklicher Umstände aber abbrechen mussten.

 

Galerie: Roadtrippin' Tessin

Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta Galerie Roadtrippin' Tessin Aosta

Text: Martin Adlmaier
Fotos:Ameli Lehner, Nils Dippon, Severin Häberling

Im Social-Web teilen:

2 Kommentare

  1. Tessin Ayasse
    Pobert Ratzervor 9 Jahren

    Ich hab den Ayasse auch schon ganz anders daghabt...

  2. no-avatar

    Wir waren vor wenigen Tagen an der Ayassse: Momentan ist der Wasserstand deutlich höher als auf den Fotos. Die untere Klamm ist bei dem momentanen Wasserstand nicht mehr machbar. Die obere Strecke hat mehr als MW.
    Sonstige Bäche in der Gegend:
    Chiusella: NW
    Soana: MW

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *.

Deine Daten

Bitte achte auf eine korrekte Mailadresse. Wir schicken dir gleich eine Mail, um deine Identität zu verifizieren. Dein Eintrag wird erst danach angezeigt.