It never rains in Southern California

Im Frühsommer brachen der Rosenheimer Matthias Karl und der Münchener Florian Fischer auf, um 4 Monate lang die Flüsse in [b]Kalifornien und British Columbia[/b] zu erkunden. Mit zahlreichen Freunden kann dabei nur eines rauskommen: Viel Spaß, viel Wildwasser und viele Fotos!

Californien Karl

"Hey Flo, wie weit ist es noch bis zum Upper Middle Cosumnes?" "Kein Stress, nur fünf Stunden auf'm 49iger Richtung Norden, danach noch 10 Meilen Schotterpiste bis zum Einstieg..." Wer in Kalifornien zum Paddeln unterwegs sein will muss ich auf viele, lange Autofahrten einstellen. Diese können aber wie im Flug vergehen, wenn man statt Kilometer zählen einfach nur die sagenhafte Landschaft um die Highways genießt.

Unsere erste Mehrtagestour müssen wir leider unfreiwillig erleben, da sich Flo am Upper Middle Cosumnes eine Schultereckgelenkssprengung zuzieht. Wir haben keine andere Wahl, als eine Nacht am Lagerfeuer zu verharren. Eingewickelt in kuschlige Rettungsdecken, mit nur einem Schokoriegel als Proviant, sind wir heilfroh als sich am nächsten Morgen der Rettungshelicopter mit tösendem Lärm seinen Weg durch die Schlucht bahnte und Flo nach einem sagenhaften Landemanoever erlöst. Nach zahlreichen Krankenhausaufenthalten mit unterschiedlichen Resultaten und der nicht besser werdenden Verletzung meines tapferen Mitstreiters, muss er leider das Handtuch werfen und er entscheidet sich zusammen mit Pirmin nach Hause zu fliegen.

Artikel It never rains in Southern California Heli

Quelle: Matthias Karl

Artikel It never rains in Southern California USA

Quelle: Helga Lehner

Glücklicherweise ergibt sich just in diesen Tagen ein neuer Kontakt zu zwei österreichischen Paddlern, Alex und Kristof, mit welchen wir die nächsten zwei Wochen verbringen. Die Schneemassen auf den Berggipfeln neigen sich langsam dem Ende zu und somit kommen wir in den Genuss einen kalifornischen Klassiker nach dem Anderen abzuhaken. Der wohl beeindruckenste Fluss ist der Dinkey Creek. Nach gut drei Stunden Shuttle über sogenannte Dirtroads erreichen wir endlich den Einstieg. Am nächsten Morgen wartet eine etwa einstündige Wanderung über rutschige Granitplatten sowie durch engstes Gestrüpp hinab zum Fluss auf uns. Jede Sekunde der Plagerei zahlt sich aus! In atemberaubender Landschaft schlängelt sich dieser Bach durch solides Grundgestein, wie man es sich nicht besser hätte erträumen können. Nach zwei Tagen exquisitem Wildwasser müssen wir dummerweise feststellen, dass wir unsere Autoschlüssel am Einstieg vergessen haben. Aus Fehlern lernt man - wir zahlen 60 Dollar Lehrgeld und borgen uns den Wagen eines freundlichen Raftguides um an den Einstieg zu gelangen.

Nach solchen Erlebnissen gibt es nichts Besseres als ein saftiges Ribeye Steak, gegrillt über dem Lagerfeuer, und dazu leckeren kalifornischen Wein - ein Festschmaus. Der gigantisch klare Sternenhimmel macht uns neugierig dieses Naturschauspiel mit Langzeitbelichtungen auf Fotos einzufangen. Leider waren wir meist so erschöpft, dass uns währenddessen die Augen zufallen und wir erst wieder unter der glühenden Sonne erwachen :).

Zwar werden wir von den typischen kalifornischen Wildtieren, wie z.B. Bären und Klapperschlangen, verschont, dafür suchen uns regelrechte Mücken- und sogar Marienkäferplagen heim, wie wir es bisher noch nicht erlebt hatten. Auch die sogenannte Poison Oak ließ uns spüren was sie kann. Der Kontakt mit den öligen Blättern dieses Gewächses führt nach ein paar Tagen zu äußerst unangenehmen Hautausschlägen mit Juckreiz, die noch dazu wochenlang anhalten.

 

Galerie: It never rains in Southern California II

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Eine weitere bekannte kalifornische Perle, der Upper Cherry Creek, bleibt uns leider aus Zeitgründen verwehrt, denn wir müssen gen Norden reisen, um zwei weitere Freunde am Flughafen in Vancouver, British Columbia, einzupacken.
To be continued...


Unser Dank fuer die Unterstützung des Trips geht an: Den AKC, Hilleberg, Langer, Kober, Mammut, Nookie und Ophion.

Text: Matthias Karl

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Paddeln in Übersee 2011

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