Das Green River Race 2011

[b]The Green Race[/b] gilt als der Inbegriff aller Extremrennen. Der Schweizer Severin Häberling hatte in diesem Jahr die Zeit, den Mut und die Möglichkeit an dem Rennen in Nordamerika teilzunehmen.

Green Race Amerika

Nachdem der Schweizer Severin Häberling in den letzten 3 Jahren immer mehr über "The Green" und das jährlich stattfindende "Green River Race" gehört hatte, war es nun so weit - nach einer guten Zeit bei der Sickline stellte Liquid Logic Designer Shane Benedict ihm ein Boot zur Verfügung und Severin landete auf dem 10. Platz.

Als ich 2008 in Chile Will Lyons kennen lernte, hörte ich das erste mal vom Green River. Genauer gesagt, erwähnte er "the Green" in jedem dritten Satz. So lernte ich: der Green ist der beste Fluss der Welt! (so wie die Loisach für die Deutschen)
Über die Jahre hörte ich immer mehr über das Rennen, welches jährlich stattfindet. Als ich diesen Herbst an der Kanumesse mit Shane Benedict, dem Designer von Liquidlogic sprach, lud er mich ein, ans Green Race zu kommen. Da er in der Nähe des Einstiegs lebt, ist es ein perfekter Ort zum wohnen.Er versprach mir, falls ich an der Sickline ein gutes Resultat fahre, würde er mir für das Rennen ein Boot zur Verfügung stellen.

Artikel Das Green River Race 2011 Green River

Quelle: Severin Häberling

Artikel Das Green River Race 2011 Team

Quelle: Severin Häberling

Bild oben, v.l.n.r.: Eric Deguil, Severin Häberling, Isaac Levinson

Der Green River hat einige Tücken. Mit klingenden Namen wie: Go left and die, Gorilla, Frankenstein..., kommt schon ein mulmiges Gefühl auf. All die Videos auf YouTube, in welchen die Leute rückwärts und kopfunter über die Wasserfälle purzeln. Das Unglaubliche an der Sache: der Wettkampf wird auch in normalen Creek Booten gefahren, diese Wertung ist aber nur zweitrangig. Was wirklich zählt, ist die Longboat Kategorie! Longboats sind ca. 4 Meter lange Wildwasser - Kayaks. Liquidlogic und Dagger haben extra für dieses Rennen Kayaks designt.Josh Wall rückwärts im "Gorilla" - der Wasserfall landet auf einer Felsplatte.

Am Flughafen in Greenville wurde ich von Isaac Levinson und Eric Deguil abgeholt. In den folgenden Tagen machten wir uns mit dem Greenriver und der Umgebung vertraut. Da der Green nur läuft, wenn das Kraftwerk Strom produziert, mussten wir uns an manchen Tagen mit Flachwasserpaddeln vergnügen. Als kleine Abwechslung fuhren wir ans Russel Fork Race. Ich habe noch nie einen so relaxten Wettkampf erlebt. Racebeginn war um 15 Uhr. Trotzdem blieb noch Zeit für einen Trainingslauf. Startgeld gibt es keines, es bringt jeder ein Geschenk für die Gewinner mit. Eric wurde hervorragender dritter, Isaac gewann und ich wurde 12ter.

Das Green Race ist nicht einfach irgend ein Wettkampf. Für die Kayaker hier ist das Green Race, was für die Münchner das Oktoberfest. (um das mit dem Oktoberfest zu verstehen, muss man mal vor Ort gewesen sein.)
Eine unvergessliche Zeit. Viele Leute kommen zusammen, alle sind miteinander auf dem Fluss. Nicht nur am Wettkampf selber, es beginnt alles schon 3 bis 4 Wochen vor dem Rennen.
Adriene Levknecht sagt: Die Green - Zeit ist einfach die schönste Zeit des Jahres.
Adriene gewann die Frauenklasse in Long- und Short Boats mit der sehr guten Zeit von 4:57. Damit wäre sie in der Herren - Kategorie auf Platz 17!

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Quelle: Severin Häberling

Eric Deguil in der Anfahrt auf Gorilla

Die Zuschauer benötigen mehr als eine Stunde, um in die Schlucht hinunter zu kommen.
Trotz der Strapazen finden järlich über 1000 Leute den Weg an die Wettkampf - Strecke.
Rund um den Fluss sind alle Steine mit Menschen besetzt.
Wen man in den "Gorilla Rapid" einfährt, hat man das Gefühl, als wäre man in einer Arena. Obwohl man sehr auf den Fluss fokussiert ist, hört man die Leute schreien. Besonders laut geschrien wird natürlich, wenn jemand rückwärts oder kopfunter auf den Wasserfall zutreibt.
Unüblich für die Wildwasserwettkämpfe sind all die Disziplinen, welche auf dem Green gefahren werden: neben den Kayak Short - und Long Boats gibt es Handpaddels, C1 Long und Short und Open C1.
Open C1, Indianer Kanadier auf Wildwasser 5... Absolut die härteste Klasse.
Es waren denn auch nur 2 Leute, welche sich dies zutrauten. Einer davon ist Eric Deguill, er bestritt neben Open C1 auch noch Long und Short Boat (3. Platz Long,1. Platz Short und 2 Platz in Open C1).
Der Wettkampf gewonnen hat Issac Levinson mit einer Zeit von 4:22 Minuten

 

Galerie: Green River Race 2011

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Artikel Das Green River Race 2011 Green River

Quelle: Severin Häberling

Ich bin in Long und Short Boat gestartet. Die wichtige Disziplin ist aber klar die Long Boat - Klasse.Gleich nach dem Start, in der 2. Stromschnelle hatte ich einen ersten groben Fehler, welcher mich mehrere Sekunden kostete.Danach gelang die Fahrt mehrheitlich sehr gut, bei "Go left" musste ich rollen, was mich aber nicht viel Zeit kostete.Im Long Boat fuhr ich mit einer Zeit von 4:45 auf den 8. Platz, zeitgleich mit Dane Jackson, Daniel Stewart und Toby MacDermont Für das Short Boat Rennen lieh ich mir Shane Benedict`s Somper.Nach fast 3 Wochen ausschliesslich Long Boat paddeln fühlte ich mich, als würde ich in einem Playboat sitzen.So endete ich auf dem 10. Platz.

Anschliessend an den Wettkampf gab es natürlich noch ein Fest.
Mit 10 Dollar Eintritt war für eine Band, ein DJ, Essen und Bier gesorgt. (Startgeld für den Wettkampf gibt es keines)

Ein sehr gelungener Anlass.
Viel Freude, gutes Beisammensein und eine ordentliche Portion "Carnage".

Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr wieder kommen und noch ein paar Freunde mitnehmen von Zuhause.

Jezt geht mein Weg weiter, das erste Mal auf die Südinsel von Neuseeland.

Text: Severin Häberling

Web-Tipp: Alle Ergebnisse des Green River Race 2011

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