Perfect Days 2009: Nico Langner an der Gronda

Das Piemont kam schon oft als Perfect Day 2009 - und jetzt noch einmal, denn Nico Langner erlebte seinen Perfect Day auf der Gronda. Und was macht Nicos Tag perfekt? Viel Wasser, gutes Wetter, ein Fotograf am Ufer und danach ein Feierabendbier!

TopSiteNews Nico Langner
Piemont Gronda

Quelle: Michael Neumann

Mein schönstes Paddelerlebnis 2009 auszumachen war gar nicht so leicht. Ich war nach langer Zeit mal wieder sehr fleißig unterwegs und die überdurchschnittlich hohen Schneemengen in den Alpen machten viele Trips unvergesslich.

Einer der herausragenden Ausflüge führte mich aber, wie viele andere auch, ins italienische Piemont. Im Val Sesia hatten die Bäche so viel Wasser wie schon seit Jahren nicht mehr! Nachdem das Base-Camp am Mastallone eingerichtet war fuhren wir zur Gronda. Die Hoffnung das dort ordentlich Wasser im Bachbett ist war nicht unbegründet. Die Schneeschmelze hatte unlängst begonnen. Das Wetter war wunderbar und der Bach RANDVOLL!

Ich bin die Gronda schon das ein oder andere mal gepaddelt, immer war es mit Steinschrubberei und viel Tragerei verbunden. Schön, aber auch Materialfordernd. Nicht so diesmal. Wolfgang und ich machten uns auf den Weg zum Einstieg. Bis zum Wasserfall sind es gut 45 min Fussweg. Perfekt um sich aufzuwärmen. Die Motivation war groß, nicht zuletzt auch, weil Michael Neumann, seines Zeichens Fotograph und KanuMagazin Redakteur, als Landbegleitung mit dabei war. Für eine angebrachte Dokumentation der Befahrung ist also schon jetzt gesorgt!

>>Die Gronda in der Flussdatenbank

Piemont Gronda

Quelle: Michael Neumann

Piemont Gronda

Quelle: Michael Neumann

Center-Park Stimmung herrschte an diesem Tag. Überall im und am Bach trafen wir als Paddler verkleidete Fußgänger. Häufig Iren und Briten die den Wasserstand falsch eingeschätzt haben. Wolfi und ich machen uns auf den Weg. Der Bach ist deutlich wuchtiger als angenommen. Steine berühren wir kaum. Dafür umtragen wir aber gerade zu Beginn die ein oder andere Stelle.

Ab der großen Steinbrücke beginnt das Kernstück. Eine lange gerade mit massivem Gefälle und, bei dem Pegel, nur wenig Kehrwässern. Einige Stellen müssen wir ohne Besichtigung fahren weil wir das vermeindlich letzte Kehrwasser verpasst haben, oder wir einfach auf der falschen Seite geparkt haben. Michi weist uns gestenreich den Weg. Alles geht gut! Als Höhepunkt gilt der nun folgende Mündungswasserfall. Gut 4 Meter hoch und auf eine Platte fallend, hat der schon die ein oder andere Verletzung hervorgerufen. Ich kann mich noch an ein TEVA-Rennen erinnern als ein Italiener Kopfüber auf der Platte landete. Der Mann war sofort bewusstlos und musste mit dem Heli abtransportiert werden. Gott sei dank war aber alles nur halb so schlimm!

Piemont Gronda

Quelle: Michael Neumann

Piemont Gronda

Quelle: Michael Neumann

Im Pool oberhalb treffen wir eine österreichische Delegation. Wir quatschen kurz und teilen voller Euphorie die Freude der bisherigen Befahrung. Nach und nach springen wir mit einem kräftigen Boof-Schlag in die Sorba. Alles gut gut. Kein Heli, kein Kopfweh. Wir Paddeln noch bis zur ersten Brücke über die Sorba und sind von der massiven Wucht und den dicken Walzen überrascht. Die nun folgenden Rutschen schenken wir uns. Das Bier ruft.

Piemont Gronda

Quelle: Michael Neumann

Denn was gibt es schöneres, als nach so einer Befahrung ein Döschen mit guten Freunden zu Öffnen und sich Michis Dokumentation auf dem viel zu kleinen Kamera-Display anzuschauen? Nichts... Ein Perfect Day 2009!

Text: Nico Langner

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