Thomas Hinkel und sein "Perfect Day 2009": Eine Geschichte von der Qualifikation zur diesjährigen Freestyle WM in Thun. Es war knapp - und Thomas hat es unverhofft doch bis in die Schweiz geschafft!
Quelle: thom-hin
Thomas Hinkel und sein "Perfect Day" 2009: Eine Geschichte von der Qualifikation zur diesjährigen Freestyle WM in Thun. Es war knapp - und Thomas hat es unverhofft doch bis in die Schweiz geschafft!Die Quali für die WM sollte bereits im April stattfinden, allerdings war mein Korsika-Urlaub schon fest geplant. Daher hatte ich eine Teilnahme bei der Freestyle WM in Thun schon ausgeschlossen. Als ich in einem Internetcafe auf der Mittelmeerinsel las, dass die Quali ausfiel, witterte ich meine Chance.
Bei der Arbeit musste ich für die freien Tage kämpfen, die ich benötigte, um zum ersten Qualifikationslauf nach Graz zu fahren. Letzlich hatte dann doch alles gepasst. Ich weiß nicht warum, aber in Graz versagten mir dann einfach die Nerven. Ich fuhr beide Vorrundenläufe richtig schlecht. Es reichte grade für den 16. Platz, d.h. ich lag in der Deutschen Qualifikationswertung auf Rang 8. Das bedeutet, dass zu mindestens vier Fahrer vor mir, beim zweiten Lauf, in Plattling nicht mal vorne mitfahren dürften. Und ich wusste, dass sie allesamt Walzenspezialisten sind. Die alle in Plattling um den Sieg fahren würden - unter normalen Bedingungen...
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Plattling, eine Traumspielstelle und seit kappp eineinhalbjahren 'quasi' mein Homepot, keine 60 Km entfernt. Noch nie lief die Isar-Walze so oft mit Optimalbedingungen wie in 2009. Außer natürlich in der Woche, in der das Plattinger Kanufestival stattfand. Der Wasserstand sank zwischenzeitlich auf 150 cm. Normal kommt keiner bei unter 180 cm an die künstliche Sohlschwelle. Bei einem Trainingslauf brach mir sogar mein Helm. Alle mussten mit den Bedingungen kämpften. Nach den Vorläufen konnte ich mein Glück kaum fassen, etliche meiner Mitstreiter schieden bereits hier aus. Nach einigem Rechnen stand ein ungleicher Zweikampf fest. Nico Langner, Deutsche Freestyle Legende und ich kämpften um den letzten offenen Startplatz bei der WM. Wobei Nico in den Vorläufen bereits draußen war und ich im Halbfinale mindestens den 11. Platz erreichen musste um ihn zuschlagen.
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Viel los in PlattlingThomas in Thun
Ich glaube, ich war noch nie so nervös wie bei diesem Halbfinale. Nach Graz hatte ich die WM eigentlich schon verdrängt und nun, nach diesem kurriosen Vorläufen hatte ich plötzlich alles wieder in der Hand. Und ich schaffte es, mit einem soliden Lauf sicherte ich mir sogar den ersten Platz im Halbfinale! Und somit auch die WM-Qualifikation... Wahnsinn, was für ein hin und her.
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Das Jahr war für mich dann insgesamt sehr erfolgreich. Beim Plattling Rodeo machte ich im Finale den 3. Platz, selbigen erreichte ich im EuroCup und bei der Deutschen Meisterschaft den 5. Platz. Bei der WM in Thun gelang mir ein 65. Platz, mit dem ich mehr oder weniger zufrieden bin.Text: Thomas Hinkel













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