Ende Oktober zog eine Gruppe des AKC los, um den Modi Khola von der Quelle aus zu befahren - das bedeutet, einsteigen auf 4000hm am Fuße des Annapurna. Florian Zaczek erzählt 4-paddlers.com, was die Gruppe erlebt hat. [br][/br]
Quelle: Florian Zaczek
Quelle: Claus Fiedler
Wie Flo im ersten Teil berichtet hat, musste die Gruppe zunächst einige Höhenmeter zurücklegen um das Annapurna Base Camp (ABC) zu erreichen Doch nach einigen Wandertagen war die Freude, am ABC anzukommen, umso größer!Bild links: Peter Luppa am Gletscherabbruch, im Hintergrund Annapurna South.Bild oben: Das Expeditionsteam des AKC samt Trägern vor dem Massiv der Annapurna.
Direkt am Annapurna Base Camp ist noch eine riesige Gletschermoräne. Unter dem Gletschergeröll fließt zwar der Fluss, aber paddeln ist da wohl absolut unmöglich.
Gezeigt hat sich der Fluss ca. 300 Höhenmeter oberhalb des MBC - und dort ging es los. Doch zuerst musste die gesamte Ausrüstung 300 Höhenmeter über ein steiles Geröllfeld abgeseilt werden, um zum Fluss zu gelangen. Plötzlich löst sich ein Felsbrocken - doch die Gruppe kommt mit dem Schrecken davon. Der Stein verfehlt einen der Träger nur knapp und schlägt auf ein schon im Hang liegendes Boot. Das Boot rutscht mit dem Stein abwärts, doch glücklicherweise bleibt die gesamte Ausrüstung heil.
Quelle: Florian Zaczek
Quelle: Florian Zaczek
Flo Fischer im "Moränen Run" , im Hintergrund der MachhapuchhrePeter Tümmers im "Moränen Run", im Hintergrund der Annapurna.
Quelle: Florian Zaczek
Peter Tümmers im "Moränen Run" Endlich am Fluss angekommen, wartet die erste Erstbfahrung! Bis zur Mündung in den Modi Khola ist der namenlose Abfluss des Annapurna South Glaciers steil und hat nur wenig Wasser. Der junge Gletscherbach stellt sich auf den ersten 500 m als steile Rinne heraus. Ab dem Zusammenfluss mit dem Modi Khola, dem Abluss vom Annapurna West Gletscher verdreifacht sich die Wassermenge und die Schwierigkeiten nehmen ab. Die Abgeschiedenheit im hochalpinen Gelände, duünne Höhenluft und das grobe Bruchgestein prägen die Herausforderung der Befahrung. Nach ca. 2 km kündigt ein Steilabbruch aus dem "Annapurna Sanctuary" Hochtal das Ende der ersten Etappe an, den die Erstbefahrer "Moränen Run" nennen.
Quelle: Florian Zaczek
Quelle: Jörg Hackinger
Am Folgetag setzen die Jungs am Ende der Druchbruchstreckewieder ein. Ab dem Klammausgang windet sich der Fluss durch ein weites und traumhaftes Hochplateau. Die danach benannte "Plateau Section" wartet mit genialen Stellen auf.
Im weiteren Verlauf nehmen die Schwierigkeiten ab. Ein erneuter Anstieg der Schwierigkeiten kündigt das Fahrtende an und eine lange Sturzstrecke ab "Deurali" (3200 m) beginnt, die erst auf 1500 Meter enden wird.
Ein dritter Neuabschnitt ab Sinuwa scheitert an der Uneinsehbarkeit eines Klammabschnittes. Später stellt sich heraus dass das Gefälle die Fahrt unberechenbar gemacht hätte.
Bei der Expedition Ice2Jungle geht es ab jetzt in bekanntem Gelände weiter. Die Fahrt wird ab Hot Springs nach einem Bad in den heissen Quellen im Dschungel fortgeführt. Ab New Bridge weitet sich das Tal und nach zwei Tagen exzellentem Wildwasser erreicht die Gruppe nach insgesamt elf Tagen den Staudamm beim Ausgangspunkt Nayapul.
Einem Fluss zu folgen von seiner Quelle bis zur Muendung, durch drei Klimazonen hindurch, im Kajak und zu Fuss, findet seinen Abschluss.
Bild rechts: Florian Zaczek in der Plateusection
Ein Dank geht auch an die Sponsoren, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre:
Kober, vaude, Prijon, Ophion Paddles, blue&white, AKC
Text: Jörg Hackinger, Florian Zaczek & Michelle Hombach









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