Auf zu wilden Taten! Teil 8

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" - Nicht nur eine RTL Vorabendserie ist so betitelt, sondern auch die Reise von Ron Fischer mit Freunden in Kolumbien und Chile. Den Abschluss bildet der Rio Baker und auch hier trifft die Zusammenfassung ins Schwarze...

TopSiteNews Chile

Der letzte Teil von Ron Fischers "wilden Taten". Endlich ist Ron am Rio Baker! Doch auch hier gibt es für den Schweizer gute Zeiten, und schlechte Zeiten.

Chile Chile

Quelle: Ron Fischer

Spät abends Kam die Gruppe am Rio Baker an, es regnete wieder und sie brauchten einen trockenen Schlafplatz. Als endlich ein geeigneter Platz gefunden war, musste Essen auf den Tisch. Alle waren hungrig und die Stimmung war nicht die Beste. Ausgerechnet dann streickte der Benzinkocher.Daniel schaffte es zum Glück nach knapp einer Stunde endlich wieder etwas Flamme aus dem Gerät zu zaubern und nach einer weiteren halben Stunde standen die Spaghetti Carbonara auf dem Tisch! Diese standen allerdings nur so lange da, bis Julian kam und sich auf der sehr schlecht am Tisch befestigten Bank hinsetzen wollte. Der Tisch machte einen Überschlag und Severin, Julian und die zweite Portion Pasta lagen verstreut auf der Wiese..."Wir waren froh ins Bett zu kommen nach diesem anstrengenden Tag Autofahrt und träumtem vom Rio Baker der am folgendem Tag auf uns wartete. Als ich am Morgen erwachte, traute ich meinen Augen nicht. Draussen schien die Sonne und der Himmel war strahlen blau! Es war einfach unglaublich! Rio Baker, der Fluss der unser Hauptgrund für die Chilereise war, floss direkt vor uns und die Sonne schien endlich wieder nach so vielen Paddeltage mit Regen.", schwärmt Ron, "Was dann folgt ist kurz beschrieben. ( Die lange Version gabs vor zwei Jahren hier)".Die Gruppe hatte einen "unglaublich geilen" Run in den oberen zwei Schluchten. Ron gelang die Befahrung des "Salto de Nef", welchen bislang nur Arnd Schäftlein vor 15 Jahren befahren hat.

Chile Chile

Quelle: Ron Fischer

Chile Chile

Quelle: Ron Fischer

Anschliessend hatten wir das geilste Camp mit dem schönsten Sonnenuntergang, Lagerfeuer, gutes Fleisch, Bier und eine trockene Nacht. Am Morgen danach erwachten die Jungs wieder mit Sonne und Severin und Ron befuhren noch den dritten Canyon, welcher zwar nicht so riesige Stromschnellen hat, dafür ein paar mal bis auf 10 Meter zusammen geht und man an Whirlpools von 4 Meter Durchmesser ausweichen muss, die einfach aus dem nichts auftauchen. Kein Wunder bei Schätzungsweise 1500 Kubikmeteter Wasser die Sekunde!
"Die Stimmung war perfekt und wir wollten mehr, mehr, mehr. Also ab an den Rio Bravo! Dieser liegt nochmals 150km weiter südlich am Ende der "Carretera Austral". Noch am selben Abend fanden wir den besten Schlafplatz den wir bis jetzt hatten. Eine kleine Plattform die sich senkrecht acht Meter über einem See auf einem Felsen befand, Ausicht auf einen mega Sonnenuntergang, Lagerfeuer, Fleisch, Bier, happy times...", berichtet ein begeisterter Ron.

Nach einem weiteren Tag Autofahrt auf immer schlechter werdenden Strassen, erreichten die Jungs Puerto Yungay. Dort leben elf Leute, es gibt einen kleinen Kiosk und eine Fähre die über den Fjord zum Rio Bravo fährt.

Chile Rio Baker

Quelle: Ron Fischer

Chile Chile

Quelle: Ron Fischer

Chile Kondor

Quelle: Ron Fischer

"Wir kamen gerade rechtzeitig um noch in den Fluss zu schauen. Leider mussten wir ziemlich schnell feststellen, dass viel zu viel Wasser floss.", erzählt Ron. Laut Beschreibung von den Erstbefahrern braucht man so wenig wie möglich. Es gibt zwei Canyons und im Ersten befindet sich eine Stelle, die bei mehr Wasser nicht fahrbar und absolut nicht umtragbar ist. Also wurde entschieden,am Tag darauf nur den zweiten Canyon zu paddeln."Die Landschaft hier unten 48 Grad südlich vom Äquator ist einzigartig. Aus allen Tälern fliessen Flüsse von beachtlicher Grösse, auf den Bergen hängen die Gletscher bis weit zum Meer runter und man ist "fast" alleine. Als wir zu Fuss etwas Weg von der Strasse auf den Schluchtrand kletterten, tauchten auf einmal riesige Kondore am Himmel auf. Es wurden immer mehr und am Schluss standen sieben Kondore über uns im Wind und beobachteten uns. Es wehte ein starker Wind und sie brauchten überhaupt keine Flügelschläge zu machen. Sie waren einfach da, die Flügel ausgefahren, lautlos gleitend, 30 Meter über uns, unglaublich!", erzählt Ron.

Chile Puerto Yungay

Quelle: Ron Fischer

Chile Landschaft

Quelle: Ron Fischer

Am nächsten Tag klingelte der Wecker früh am Morgen, Machette, Schokoriegel, Feuerzeug, Ersatzpaddel und Erstehilfeset wurden ins Kajak gepackt und los gings ins Ungewisse. Der Fluss war in der Schlucht mehrheitlich umgeben von Felswänden links und rechts, die es schwierig machten immer ein Kehrwasser vor der nächsten Kurve zu finden, in dem man Notfalls auch noch aus der Schlucht rausklettern hätten können.

Chile Rio Bravo

Quelle: Ron Fischer

Chile Rio Bravo

Quelle: Ron Fischer

Bild oben: Der Rio Bravo"Wir hatten ja keine Ahnung was kommt, wir wussten nur, dass die Erstbefahrer circa drei mal weniger Wasser hatten und das sich in der Schlucht fünfer Stellen befinden sollen. Es lief alles reibungslos, zum Glück war alles fahrbar, denn umtragen hätte man keine der Stellen können und nach gut drei Stunden paddeln waren wir aus der Schlucht raus. Von rechts mündete ein grosser Seitenfluss der ebenfalls aus einem Canyon kommt, was sich da oben wohl befindet? Herausfinden würde man es nur zu Fuss, die einzige Strasse führt weit daran vorbei...", berichtet Ron.

Chile Rio Baker

Quelle: Ron Fischer

24 Stunden später waren alle wieder im Camp am Rio Baker. Lagerfeuer, Fleisch, Bier, eine trockene Nacht, Sonne am nächsten Tag und diesmal alle zusammen, alle drei Schluchten an einem Tag! "Es war der schönste Tag von unserer drei monatigen Reise! Der Rio Baker von Oben bis Unten ist eine der schönsten Wildwasser Strecken die wir jemals gepaddelt bin. Im Moment kommt mir keine bessere in den Sinn.", schwärmt Ron.
Auf dem Weg zurück nach Coyahique kamen die Jungs in eine Polizeikontrolle. Das Auto war nicht korrekt versichert wie sich heraus stellte und Fico muss dies in Coyahique in Ordnung bringen, ansonsten gibts den Führerschein nicht zurück. Am Freitag Abend waren sie wieder zurück in der Stadt, die Büro's sind bis Montag geschlossen...

Chile Team

Quelle: Ron Fischer

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten, das ist es doch was das Reisen ausmacht."


Text: Ron Fischer & Michelle Hombach

PAtagonien Wasserkraft

Quelle: Ron Fischer

PS: We have to fight for the natures right! Patagonia sin Represas! ( Wir müssen für die Natur kämpfen! Patagonien ohne Wasserkraftwerke! )

Im Social-Web teilen:

Keine Kommentare

Dieser Artikel hat bislang keine Kommentare erhalten.

Entschuldige, vielleicht sind alle Kommentare den Bach runtergegangen oder es hat einfach noch niemand einen Kommentar hinterlassen. :(

Aber du kannst der erste sein, der einen Kommentar hinterlässt !

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *.

Deine Daten

Bitte achte auf eine korrekte Mailadresse. Wir schicken dir gleich eine Mail, um deine Identität zu verifizieren. Dein Eintrag wird erst danach angezeigt.