Unrecht Traisen
Allgemeines:
Eine Befahrung mit Expeditionscharakter ☺ !
Für Paddler die öfteres Aussteigen tolerieren, Wehre gerne befahren und diese wirklich gut einschätzen können, die manche Staudendurchfahrten mit Humor und Bravur zu nehmen
wissen, die leichtes aber durchaus quirliges Wasser mit manchen Spielstrecken mögen und die sich ev. einige Stellen bis WW4 stellen.
Der Bachlauf wird auf große Strecken vom Radweg begleitet, welcher zur Autoüberstellung (per Rad retour) und zugleich zum Bachanschauen benützt werden kann.
Befahrbarkeit:
Meist nur nach längerem Regen oder im Frühjahr (Schneeschmelze). Lohnend ist diese Strecke nur bei Hochwasser, drunter ist es fad und nur materialverschleißend zu befahren.
Weiters entziehen die zahlreichen Wehranlagen (E-Werke) dem Bach oft soviel Wasser, dass man dann lange Strecken tragen müsste. Erst ab der Wehranlage Kandelhof ist eine Befahrung immer möglich (immer befahren kann auch der Abschnitt Freiland bis Lilienfeld
werden).
Wasserzustand:
Bei der Billabrücke in Hohenberg ist ein wichtiger Indikator, ob die Traisen gut befahrbar ist.
Gleich 10m nach der Brücke (also stromab) befindet sich im linken Bachbereich ein großer (flacher) Stein. Dieser sollte überspült sein, dann ist die Befahrung dieses beschriebene
Abschnitts materialschonend möglich und auch recht interessant. Dies entspricht ca. dem Pegelstand “Wassersandsnachrichten NÖ Hohenberg (Süd)“ von ~120cm
(www.noel.gv.at/ExterneSeiten/Wasserstand/wiskiwebpublic/stat_5978297.htm
parakey=W#W)
Die Wehranlagen sind prinzipiell alle befahrbar, jedoch stark vom Wasserstand und dem Zustand der Schütze abhängig (Schütze offen oder zu, meist in mehreren Varianten möglich). Die Wehre brauchen meist viel Wasser, die Gefällbremsen haben bei weniger Wasser (natürlich) weniger Rückstau. Eine Besichtigung wird aber in allen Fällen dringend angeraten, es kann absolute Lebensgefahr bestehen!
Quelle: Wahi
Wehr Bahnhof Freiland
Einbooten: Am besten “In der Walk“ - von Hohenberg kommend kurz vor dem Straßen-Tunnel (Ortsgrenze Hohenberg/St.Aegyd). Oberhalb ist eine Befahrung auch möglich (zwei Wehranlagen, eine kl. Stufe mit ev. Rückstau), aber nicht lohnend.
Abschnitt 1, ~300m, Einstieg bis Lurg-Katarakt
Da eine der interessanteren Stellen gleich nach ~200m kommt, der Lurg-Katarakt (WW4), empfiehlt es sich, diesen gleich zu besichtigen (ev. verklemmte Bäume). Dieser ist vom
Radweg super einsehbar.
Nach diesem schönen, engen, durchaus anspruchsvollen Katarakt, kommt eine ca. ~3 km lange leichte, aber doch quirlige Strecke (bis WW2), wo jedoch manchmal Stauden zum
Problem werden können.
Ist man in Hofamt angelangt, und unter einer Brücke durchgefahren, kommt man in den Staubereich der ersten Wehranlage. Rechts aussteigen zum Besichtigen und dort ggf.
auch umtragen.
Diese Wehr ist meist zu fahren, es ist aber quer drüber ein Steg, unter dem man meist gerade noch durchschlüpfen kann und der leider auch knapp an der “Absprungkante“ ist,
mit “Anlauf“ ist da also nix. Ca. 3m hoch, meist verträglicher Rückstau, Schütze meist geschlossen.
Danach fährt man, manchmal durch Stauden etwas behindert, mitten durch eine Siedlung (leichte Abfälle WW1-2) bis man kurz nach einer Einmündung eines Werksbaches zur
Eisenbahnbrücke kommt. Dort ist die beste Möglichkeit auszusteigen um die kurz drauf folgende Gefällbremse zu besichtigen. Nicht hoch (~1m), aber manchmal mit
gewaltigem Rückstau. Rechts aussteigen/umtragen.
Danach geht es ca. 400m einfach aber flott weiter, zur Wehranlage beim Tennisplatz.
Rechts ausbooten/umtragen. Eine sehr breite, flache, ~3m lange Holzrutsche mit ca. 2m Sprung in meist ruhiges Becken (bei mehr Wasser großer Strudel). Kurz darauf (unter der
Fußgängerbrücke) folgt ein kleiner künstlicher Abfall mit Wellen (WW3), der gleich mit der
Wehranlage besichtig werden kann/soll.
Danach folgt eine ~ 1km lange, quirlige Strecke durch Hohenberg, mit schönen Wellen
(WW2) bis zur Wehranlage “Pumpaweidl“ (100m vorher kommt ein Werksbach von links). Rechts und links ausbooten/umtragen, rechts besser. Ist bei allen Varianten (Schütze offen/zu) meist zu fahren, es ist nur auf Rückstau zu achten.
Nach ca. 700m breitem, offenen Bachbett, mit manch schönen Wellen, kommt wieder eine Gefällbremse, nicht hoch, ca. 0,5m aber eventuell mit mächtigem Rückstau. Links ausbooten/umtragen.
Danach geht´s unterhaltsam (WW2) ca. 400m bist zur Billabrücke, wo ~50m danach ein netter, ca. 20m langer Abfall (WW-3), der Isopluskatarakt, der durch
Hochwasserbauarbeiten entstanden ist. Bei wenig Wasser ist er links am materialschonendsten zu befahren, ansonsten überall. Wer möchte, rechts ausbooten/umtragen.
Nach dem isoplus-Katarakt geht’s ~800m flott weiter, bis man unter einer Brücke durchkommt. Kurz danach, in einer leichten Linkskurve sollte man ausbooten (links oder
rechts), um einen neuerlichen, natürlichen Katarakt ansehen. Der Rastall-Katarakt, WW3-4, ist ca. 30m lang, beginnt mit einer Felsstufe, die ein kleines sehr quirliges S
beschreibt, wo fast das ganze Wasser in einem “Loch“ zusammenkommt und dann in mehr oder weniger wuchtigen Wellen, eng unter einer Brücke (Högerbach) durchführt. Bei mehr Wasser ist das Loch ganz rechts, über eine Felsrutsche zu kneifen.
Nach dieser erfrischenden Einlage und ca. 500m kommt man in den Staubereich (Schütze aber bei Hochwasser meist offen) einer neuerlichen Wehranlage. Da ein Aussteigen später schlecht geht, sollte man den Werksbach nutzen, der rechts unter einer Bahnbrücke einmündet. Durch die Brücke stromaufwärts (10m) und danach gleich links aussteigen.
Diese Wehranlage (bei der Kläranlage Hohenberg) ist sehr selten befahrbar, da nach dem Schütz gleich ein hoher Steinwall folgt.
Rechts umtragen, dann über die Wehranlage ans linke Ufer wechseln und nach der Anlage wieder einsteigen.
Danach geht es ~1,5km oft mit schönen Spielwellen (WW2) bis zu einer Gefällbremse, die meist gefährlichen Rückstau aufweist. Ein Orientierungspunkt ist der alte Steinbruch in Innerfahrafeld, der vorher kommt. Danach, nach einer langen Linkskurve früh genug aussteigen. Besser links ausbooten/umtragen.
Danach geht’s bewegt ca. 1,2km bis zur nächsten Wehranlage vorm Kandelhof. Kurz vorher mündet ein Werksbaches rechts ein, die Wehr ist gut erkennbar. Eine 20m breite,
~3m lange, ca. 30° steile Holzrutsche mit einem ~0,5m Sprung. Meist befahrbar, kann aber auch großen Rückstau haben. Unmittelbar vorher rechts aussteigen/umtragen.
Jetzt kommt eine längere, ~3km, fast durchgehend lebhafte Strecke (WW2), vorbei an Kandel- und Kälberhof, mit einigen Spielabschnitten. Diese führt größtenteils direkt neben
dem Radweg, bis man nach Freiland kommt.
In der ersten Kurve in Freiland komm gleich wieder eine Wehranlage, die ebenfalls gut besichtigt werden muss. Ein ca. 1m Sprung auf eine flache, ca. 3m lange und 10m breite
Betonrutsche, die mit einem ~1m Sprung in ein großes Rückstaubecken endet.
Links ist ein Umtragen möglich, jedoch gilt es sich durch meterhohes Gestrüpp und
Brenneseln wieder zum Bach zu kämpfen. Rechts geht’s sehr viel einfacher, man geht ein Stück am Radweg und steigt dann im Werkskanal wieder ein. Das Einbooten kann man sich dort mit einem Klippenstart von der Kraftwerksmauer lustiger gestalten.
Nach ca. 400m, kurz nach der Bahnbrücke sollte man rechts aussteigen und eine weitere
Wehranlage (visavis vom Bahnhof) besichtigen. Falls dort ein Schütz (Holzwand) entfernt ist, ist sie herrlich zu befahren. Dann führt ein glatter Wasserschwall ca. 3m
hinunter in ein sehr quirliges Wellenbecken, welches meist keinen Rückstau aufweist.
Umtragen, rechts bis zur Brücke gehen, dann überqueren und am linken Ufer wieder einsteigen.
Nach ca. 800m ist man bei der Einmündung in die Traisen und im Staubereich der großen Wehranlage in Freiland. Ausbooten nach der Straßenbrücke rechts, wo auch eine Schotterstraße verläuft. Entweder dort Parken oder gleich visavis der Hauptstraße (vor der Brücke links von Hohenberg kommend).
Bericht von Walter Himann









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