Den jüngsten "Perfect Day 2009" liefert uns Johannes Simma. Dort hat er im Frühjahr viel Glück gehabt und das Tessin bei Hochwasser erwischt und mit einer guten Gruppe die Welle ordentlich abgeritten - "ein unvergesslicher Tag", so der junge Österreicher.
Johannes Simma entführt uns heute in Piemont - dort hat er im Frühjahr ein paar unvergessliche Tage bei Hochwasser erlebt.
Im Mai ging es dann zusammen mit dem Liechtensteiner Kajakclub und einigen Paddlerkollegen aus Vorarlberg ab ins Piemont.
Aufgrund der Großwetterlage und des noch immer reichlich vorhandenen Schnees konnten wir uns auf gute Wasserstände freuen.
Unsere Erwartungen diesbezüglich wurden übertroffen, am späten Nachmittag war der Wasserstand der Egua so hoch, dass wir entschlossen, anstatt hier an der oberen Sermenza zu paddeln.
Aufgrund des dortigen ebenfalls hohen Wasserstandes wurden etliche Diskussionen zwecks Befahrung geführt…
Quelle: Letti
Schlussendlich fuhren Jens Listemann, Christian „Billy“ Bilgerie und ich. Schon nach den ersten drei Eingangsstufen war uns klar, dass die Wasserwucht um einiges gewaltiger war, als wir es vom Vorjahr kannten. Doch genau das war der Reiz der ganzen Befahrung. Die steinigen Zwischenpassagen waren wuchtig und schnell. Dies zeigte mir ein neues Gesicht der Sermenza, die für mich neben der Egua zu den schönsten Flüssen des Val Sesia zählt.Am darauf folgenden Tag beschlossen wir, damit alle mitfahren können, die untere Sesia zu paddeln.Bild links: Der Balmuccia Rapid
Quelle: Letti
Beim Einstieg trafen wir auf einige Raftguides, welche uns sagten, dass sie solche Wasserbedingungen schon seit nahezu 10 Jahren nicht mehr gehabt hätten.Mit dem strahlenden Sonnenschein somit perfekte Bedingungen.
Diese Bedingungen galt es natürlich auszunutzen und so fuhren Christian „Billy“ und ich den Balmuccia Rapid mit den Spielbooten.
In den großen Walzen kam man sich mit dem Spielboot regelrecht verloren vor. Der Wasserstand begann nochmals zu steigen und somit wurde das Ganze schon relativ heftig. Als ich mich umdrehte sah ich Billy verschwinden und konnte ihn im Wasser nicht mehr ausfindig machen, ein kurzer Schreck durchfuhr mich, doch da tauchte er links ca. 8 Meter hinter der großen Walze auf und eskimotierte. In diesem Moment konnte ich aufatmen und wir suchten uns auf dem weiteren Flusslauf immer die wuchtigste Linie aus.
Nach dem Ausstieg durfte natürlich so ein richtiges italienischen Gelatti nicht fehlen.
Durch die zunehmenden Temperaturen begannen die Wasserstände noch mehr zu steigen. Somit viel die obere Egua auch am folgenden Tag im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser“.
Quelle: Letti
Quelle: Letti
Johannes, höchste Stufe der 3er KomboObere Sermenza, Korkenzieher
Zusammen mit Jens paddelte ich die eher selten befahrene untere Egua und wir waren überrascht, was dieser Abschnitt alles zu bieten hatte. Nicht zu vergleichen mit dem sanften Bach, der sich hier sonst entlang schlängelt. Durch die Enge des Flussbettes bemerkt man den Anstieg des Wassers unglaublich. Da wir diesen Abschnitt jedoch noch nicht kannten, mussten wir viel besichtigen aber es war wirklich lohnenswert diesen Abschnitt zu paddeln.
Am Campingplatz hatten wir ganz Italian-Style einen Pasta Abend, bei welchem wir mit verschiedenen Pasta Arten, welche vorzüglich schmeckten, von „Nonna“ bekocht wurden.
Zum Abschluss wurde dann noch einmal die Sesia gepaddelt, um dann wieder zurück nach Vorarlberg zu fahren.
War ein super Wochenende!
Quelle: Letti
Meine Pläne 2010: Wiedermal ins Piemont und Tessin, und nach Korsika! Dann haben wir vor, mal von der Loisach bis zur Soca querdurch alles mögliche zu paddeln (in 2wochen) und evt. Sambesi... Sonst muss ich schaun wie es mir mein Beruf möglich macht paddeln zu gehn! :)Text: Johannes Simma
Text: Johannes Simma













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