Mein Paddel-Tipp: Die Naarn

Lukas Seitner setzt die Serie mein Paddel-Tipp in diesem Jahr fort. Sein Tipp ist vielleicht etwas spät, doch mit etwas Glück und einem dicken Schauer erwischt man die Naarn im Mühlviertel vielleicht auch noch jetzt.

TopSiteNews Lukas Seitner

Auch wenn die Paddelsaison an der Naarn schon auf das Ende zugeht, stellt Lukas Seitner hier seinen Lieblingsbach vor!

Naarn 3. Schlucht

Quelle: Daniel / Fabian Trump Herzig

"Leider ist das kurze Zeitfenster im zeitigen Frühjahr, wenn in den höher gelegenen Teilen des Mühlviertels der Schnee schmilzt schon wieder vorbei und die Pegel der Bäche wieder gefallen, aber trotzdem möchte ich hier einen meiner absoluten Liebllingsbäche, die Naarn vorstellen.", erzählt Lukas Seitner.

Bild rechts: Roman in der 3. Schlucht

Das Mühlviertel ist ja generell als tolle Paddelgegend im Frühling bekannt, die Naarn wird aber nicht so oft in Erzählungen erwähnt wie die Große Rodl oder die Feldaist.
"Eine Befahrung der Naarnschluchten zählt für mich immer zu den Highlights der Paddelsaison und das aus vielen verschieden Gründen.", sagt Lukas.
Die Naarn fließt im unteren Mühlviertel bei Perg und ist durch eine neben dem Fluss verlaufende Straße leicht zu erreichen.
Das Wildwasser ist größtenteils im 4ten Schwierigkeitsgrad mit einigen etwas steileren und schwereren Stellen, die sich aber gut besichtigen und gegebenenfalls umtragen lassen.
"Das tolle an der Naarn ist die Fairness, abgesehen vom ein oder anderen Baumhindernis, gibt’s weder Siphone, viele Unterspülungen oder große Rückläufe. Langweilig wird’s auf der ca 8 km langen Strecke aber trotzdem nie. ", schwärmt Lukas.

Naarn Naarn

Quelle: Daniel / Fabian Trump Herzig

Flachstück zwischen 1. und 2. SchluchtDer Einstieg leigt direkt bei einem Wehr mit fiesem Rücklauf(besser nicht befahren) etwa 12km oberhalb von Perg City. Die sog. ‚erste Naarnschlucht’ beginnt mit offenen WW 3-4. Bei höheren Wasserständen(ab 180 Pegel Königswiesen) wird’s hier auch schon recht wuchtig. Ideal zum einpaddeln für die folgenden beiden Schluchten.Nach ca. 1 km kommt der erste schwerere Katarakt, der mit einigen Walzen gespickt ist, die aber bei gut ordentlicher Spurwahl gut zu befahren sind.Danach geht’s noch für ca. 1 km spaßig dahin bevor das erste Flachstück erreicht ist.Hier kann man sich erholen bevors in die zweite Schlucht geht.

Naarn 2. Schlucht

Quelle: Daniel / Fabian Trump Herzig

Naarn Rohrleitungshupfer

Quelle: Daniel / Fabian Trump Herzig

Einfahrt 2. Schlucht2. Schlucht, Rohrleitungshupfer

Naarn 2. Schlucht

Quelle: Daniel / Fabian Trump Herzig

Der Charakter der Naarn verändert sich hier von offenen langen Schwällen zu Pool and Drop.
Insgesamt gibt’s etwa 10 Enzelstellen die man tw. Besichtigen sollte. Die Anlandestellen legt man dabei am besten schon beim shutteln fest um keine bösen Überraschungen zu erleben. Insbesondere die erste Stelle sollte gut besichtigt und abgesichert werden. Hier gehts relativ eng und auch ziemlich schnell zur Sache mit einer Abschlusswalze die einige Befahrer schon zum unfreiwilligen Sidesurf gebeten hat.
Leider versperrt ein Baum, der vom linken Ufer hängt im unteren Teil der Schlucht zwei Stellen, aber auch hier verläuft direkt am Ufer ein Weg auf dem man problemlos umtragen kann.Walze in der 2. Schlucht

Naarn Ausstieg

Quelle: Daniel / Fabian Trump Herzig

Nach einem weiteren Flachstück mit einem Wehr, folgt das Highlight der Naarn, Der Jägerheimkatarakt am Beginn der dritten Schlucht. Der Katarakt nimmt im künstlichen Flussbett Geschwindigkeit auf und .ergießt sich dann nach einigen Walzen in einen bei hohen Wasserständen gewaltigen Rücklauf. Die meisten Paddler werden hier wohl eher die Chicken Line zu Fuß am linken Ufer wählen. Jetzt folgen spannende teils wuchtige und immer faire Passagen. Weltklassewildwasser!Nach ca.2km beruhigt sich der Bach und fließt mit WW 2-3 weiter bis Perg.Ein möglicher Ausstieg befindet sich etwa 1km nach den Schwierigkeiten an einer Brücke, inklusive gemütlicher Treppe ab Flussniveau.

Naarn Facts
Pegel:
NW: 180cm
MW: 200cm
HW: 550cm

Abschnitte:
große Naarn: WW II bis WW IV
Naarnschluchten: WW IV bis WW V
Untere Au: WW I bis WW II

>>Die Naarn in der FlussdatenbankAm Ausstieg

Lukas Lukas Seitner

Quelle: Lukas Seitner

Lukas sitz schon immer im Kajak, auf Salza und Co. hat er die Basics erlernt und mittlerweile verbringt er beinahe jede freie Minute im Kajak."Wegen der ausgezeichneten Rodeo Trainigsverhältnisse in Graz studiere ich dort seit 2006 Geografie und Physik.", erzählt der 22-jährige.Nebenbei arbeitet Lukas in Wildalpen und am Faaker See als Kajaklehrer und Raftguide.Außerdem zieht es ihn, wenn’s die finanziellen Umstände zulassen, ins Ausland, letztes Jahr zum Beispiel ins russische Altaigebirge.Text: Lukas Seitner & Michelle HombachWeb-Tipps: www.artistic-sportswear.de||www.liquid-lifestyle.at||www.kajak-faak.com

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Mein Paddel-Tipp

1 Kommentar

  1. TrustedPaddler
    kleinromanvor 11 Jahren

    Yeehaaaa!!!!
    Nächstes Jahr wieder!
    Freu mich drauf!
    lg roman

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