Mein Paddel-Tipp: Die Gotthard-Reuss

Der Schweizer Florian Dillier stellt hier nicht nur seinen Lieblingsbach, sondern auch seinen Hausbach vor: Die Gotthard - Reuss im Kanton Uri bietet unterschiedlichstes Wildwasser auf mehreren Abschnitten.

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Reuss Classic run

Quelle: Florian Dillier

Der Schweizer Florian Dillier stellt hier nicht nur seinen Lieblingsbach, sondern auch seinen Hausbach vor: Die Gotthard - Reuss.
Die Gotthard - Reuss bietet von Frühjahr bis Herbst WW III bis WW VI mit traumhafter schweizer Landschaft.



Bild rechts: Der Classic run

"Die Gotthard Reuss ist nicht nur mein Homerun sondern ist für mich auch eine der schönsten Schluchten in der Schweiz.", schwärmt Ticket2Norway - Sieger Florian Dillier.
Das klare Wasser der Reuss schlängelt sich anfangs langsam durch die grossen weissen Steine - ideal zum warmpaddeln - und auch der Ausblick auf die umliegenden Berge, Dörfer und natürlich die Nord/Süd Autobahn (Gotthard) ist nicht zu verachten.

"Die Reuss aber ist für mich mein Lieblingsbach vor allem weil man viele Optionen hat ob man mit guten Jungs unterwegs ist geht man eher oben rein und stürtzt die fetten Dinger oder man macht mal auf gemütlich und rockt die classic runs zwei drei mal am Tag… ", erzählt Florian, "Die meisten Kilometer mach ich eigentlich im unteren Teil der Gotthardreuss weil man den Abschnitt recht schnell kennenlernen kann und dadurch die Schlucht zwei drei mal am Tag in kürzester Zeit meistern kann. Natürlich kann man auch nur einmal durch paddeln und sich Zeit lassen was sich natürlich auch lohnt …".

Die Gotthardreuss hat eigentlich für jeden was dabei zum Paddeln. Von schönem WW 3 bis hoch zu Grundstein Rutschen und Wasserfällen in einem traumhaften Tal.


Gotthardreuss auf einer größeren Karte anzeigenGotthard Reuss - FactsSchöllenen Schlucht
Einstieg: Andermatt, Teufelsbrücke
Ausstieg: Göschenen, Bahnhof
Schwierigkeit: WW V bis WW VI

Die Schöllenen Schlucht braucht nur 5 bis 10 ccm Wasser und ist nur für sehr gute und erfahrene Paddler geeignet. Fast jede Stelle muss angeschaut werden und cirka 30% ist unfahrbar (ein 20m. Wehr, der Wasserfall danach sowie auch kleinere Sachen. Viele Siphone)
"Für 2.5 km braucht man 6h und Kletterausrüstung – mindestens 2 mal 20m Seil", warnt Flo.
Der Bach fliesst gleich neben der Strasse, was eine gute Möglichkeiten zum anzuschauen ist. Die Eingangsstelle (unter der Teufelsbrücke) ist nur bis zum 2ten Fall fahrbar (rechts umtragen), die Stellen danach müssen links umtragen werden (je nach Pegel eventuell fahrbar). "Das Highlight kommt gleich nach 200m: eine riesige Grundsteinrutsche!", schwärmt Flo, "aber gleich danach geht es los mit anschauen/paddeln/umtragen … usw."

Reuss Schöllenen Schlucht

Quelle: Florian Dillier

Reuss Schöllenen Schlucht

Quelle: Florian Dillier

Eine Grundgesteinsrutsche in der Schöllenen Schlucht von der mitte nach oben gesehen...... und nach unten gesehen.

Reuss Schöllenen Schlucht

Quelle: Florian Dillier

Der Abschnitt Göschenen – Gurtnellen ist leider die meiste Zeit trocken wegen dem Kraftwerk, "aber falls mal Wasser drauf wäre ist sicherlich auch viel Holz dabei...", sind Flos Bedenken. Bei Gurtnellen ist eine künstlicher See (vom Kraftwerk) deswegen sind die unteren Stücke (Classic run und Classic run Plus ) fast immer fahrbar.Bild links: Eine weitere Grundgesteinsrutsche in der Schöllenen Schlucht.

Der Classic run (Intschi - Schlucht) ist der am meisten befahrene Abschnitt der Gotthard Reuss. Man bootet oberhalb Gurtnellen ein und paddelt dann auf WW II bis WW III durch das Dorf in Richtung Intschischlucht.
"Sobald man die Fussgängerbrücke (hohe Autobahngallerie) passiert hat geht’s langsam los mit etwas schwierigerem Wildwasser d.h. grössere Steine und die Strömung nimmt zu - man hat die Intschischlucht erreicht.", erzählt Flo, "Obwohl die Schlucht nur etwa 2 Kilometer lang ist, ist es für mich aber eine der schönsten Schluchten zum paddeln, vorallem aber auch wegen dem verblocktem WW in der Schlucht."

Die Schwierigkeiten auf diesem Abschnitt sind im Bereich WW 3 – 4 und auch bei wenig Wasser fahrbar – bei viel Wasser wirds bedeutent schwerer. Der Charakter ist eher verblocktes Wildwasser, ein 3m Wasserfall und eine WW IV+ Stelle - aber alles ist gut erkennbar und gut begehbar zum anschauen.

Reuss Intischschlucht

Quelle: Florian Dillier

Reuss Intischschlucht

Quelle: Florian Dillier

Wasserfall in der IntschischluchtWW IV+ Stelle in der Intschischlucht

Reuss Classic run plus

Quelle: Florian Dillier

Reuss Schöllenen Schlucht

Quelle: Florian Dillier

Bild oben: Wasserfall in der Schöllenen Schlucht
Bild rechts: unfahrbare Stelle Classic run plus

Unterhalb des Classic runs ist der Classic run Plus , eigentlich nicht schwieriger als die Intschi Schlucht, enthält jedoch einen sehr mühsamen Umtrager.
"Die Eingangsstelle sollte man sich unbedingt anschauen, da sie heftig unterspült ist - wenn man paddelt (bei sehr wenig Wasser), dann unbedingt links halten!", legt der Schweizer nahe, "Gleich danach kommt die zweite unfahrbare Stelle - diese rechts umtragen, was ca. 1h dauert. Der 3m hohe Abschlussfall dieser Stelle ist aber fahrbar und entschädigt die mühsame Umtragerei!"
"Der Rest der Schlucht ist gemütliches WW 3 -4 und wenn die Sonne richtig steht hat man gutes Licht für Fotos.", verrät Flo.

Florian Dillier Flo Dillier

Quelle: Florian Dillier

Anfang Mai hat sich Florian für die Rodeo-WM in Thun qualifiziert. "Seitdem war ich meistens auf der Welle in Bremgarten anzutreffen aber nach 2 Wochen Wellen fahren hab auch ich genug und will mich langsam aufs Wildwasser fahren konzentrieren. ", erzählt der 20-jährige Schweizer. Im Sommer fährt Florian mit Olaf Obsommer und Crew nach Russland um noch ein paar Flüsse in der Region Baikal (Sibirien) zu erkunden. "Leider muss ich dann anfang August noch ins Militär um einen Wiederholungs-Kurs zu machen und der dauert 3 Wochen und dann geht’s auch schon los mit der WM in Thun… worauf ich mich natürlich riesig freue.", berichtet Florian.Florian Dillier wohnt in den Alpen und ist auch dort aufgewachsen – nicht nur mit dem Kajak zieht er durch die Alpen sondern auch mit den Skiern. Weil er in einem Skigebiet arbeitet hat er ein Skigebiet GA bekommen und kann so durch die ganze Schweiz gratis die Gebiete abklappern. "Mein neues Ziel in der Berufswelt ist nun aber die Alpine Technologie sowie Alpiner Winterdienst. Ob mit Fahrzeuge mit 70 Tonnen Nutzlast und 550 PS Schwertransporte im Gebirge machen für diverse Montagen oder Demontagen an Seilbahnen (Masten) oder mit 400 PS über die Pisten im Winter düsen und die Pisten in steilsten Hänge besten zu präparieren.", sind die Zukunftspläne des Schweizers.

Text: Florian Dillier & Michelle Hombach

Webtipps: Florian Dillier || Fruttpistner

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Mein Paddel-Tipp

1 Kommentar

  1. TopSiteNews Dillier
    Ron Fischervor 11 Jahren

    Bully Pilot Flo! stimmt also nicht so ganz mit dieser unfahrbaren Stelle auf dem Classic run plus. Severin und ich sind vor einer Woche den Abbruch komplett gepaddelt. Es gibt sogar diverse mögliche Linien zu fahren :)
    Hoffe das nächste mal bist du auch dabei! wünsche dir eine gute Zeit (und allen andern natürlich auch!)
    cheers Ron

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