Heute geht es in der Rodeotrickkiste um den Sohn von Nasty, "Mc Nasty" (150 Pts) und "Air Mc Nasty" (170 Pts). Martin Koll stellt beide "ultra-komplexen" Moves in einem "Mammut-Artikel" vor und liefert das entsprechende Lehrvideo und Bildergalerie gleich mit.
Der Mc Nasty ist ein spektakulärer Walzenmove und besteht im Grunde aus einer Verknüpfung zweier Rotationen: Zum einen aus einer 180° bzw. 360° Pirouette und einem Vorwärtssalto (Loop). Der Unterschied der sich bei der Pirouetten–Gradzahl ergibt, ist abhängig davon, wie und wo die Figur gefahren werden soll (dazu aber später mehr). Unabhängig von der Einleitung der Pirouettenbewegung wird die Figur aus einem Backblast gestartet (hierbei surft das Heck auf dem herabfließenden Wasser auf, was meist mit einem Verschwinden der Bootsspitze im Walzenschaum einhergeht – kennt jeder der mal in einer Walze einen geraden Frontsurf gemacht hat ohne Oberwasser zu bekommen – ein Bootende sinkt ab, das andere gleitet auf) Die Schwierigkeit in den (meist eher steil einfließenden) Walzen besteht darin, diesen Backblast zu kontrollieren ohne dass das Heck absäuft und nach vorne gebeugt eine der beiden Bootskanten zu belasten, um sich genau 180° drehend in die Loop-Position zu bringen.
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
Double Pump einleitenBug runterdrücken
Quelle: Martin Koll
Auf dem Paddelblatt bleibenDamit man diesem Gedulds- und Kraftspiel etwas entkommt, kann man den Backblast durch einen vorher eingeleiteten Double Pump erreichen.Hier wäre also der Unterschied der Pirouetten – Gradzahl: Durch das Versenken der Spitze erleichtert sich das kurze Aufgleiten im Backblast und man muss jetzt schnell mit dem Paddelblatt, das nicht für den Pump eingesetzt wurde, umgreifen und es vor dem versenkten Bug ins Wasser tauchen. Hierdurch verhindert man zum einen das Abkippen des Hecks in Richtung Blastwheel und zum anderen kann man sich jetzt am Blatt herumziehen und dabei kontrolliert die Kante greifen lassen, während man über die Schulter schaut und dagegenhält. Je präziser man lernt die Kante greifen zu lassen, das Boot über die Seite des Bugs durch das verankerte Paddelblatt noch etwas runter zu schieben, umso höher und aggressiver lässt sich der folgende Loop schmeißen.
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
In den Backblast ziehen lassen und das Paddelblatt wechselnvorne bleiben, über die Schulter schauen
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
Am Paddelblatt herumziehenDie Kante greifen lassen und dagegen halten
Also: Ein Mc Nasty aus dem Seitsurf benötigt einen größeren Kraftaufwand das Heck in den Blast zu schieben, ist jedoch auch in der Abfolge der einzelnen Bewegungen langsamer und genauer dosierbar. Hier beschreibt das Heck eine (wenn auch flache) Pirouette mit etwa 270°. Ein Mc Nasty aus einem Cartwheel oder DoublePump ist schneller, dynamischer und daher schwieriger im Bewegungsablauf
Vor dem Boot zu bleiben. Diese Art eignet sich besonders in Walzen, in die das Wasser steil einfließt und hierbei beschreibt das Bootsheck, ähnlich wie beim übergegriffenen Phoenics Monkey, eher einen 360°-Kreisel. Diese Gradzahlen bedeuten jetzt allerdings Nicht, dass das Boot wirklich erst diese Kreis-Stadien durchlaufen muss, um in genau frontaler Position geloopt zu werden. Das funktioniert leider nur in den wenigsten Fällen in sehr schwachen Walzen.
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
Paddel aus dem Wasser und eindrehenaufrichten und das Boot gerade aufsteigen lassen
Quelle: Martin Koll
Bis zum maximalen Aufstiegspunkt wartenDaher muss man sobald die Bootskante durch das Abkanten Richtung hereinfallendes Wasser droht das Boot einfach nur seitlich umplumpsen zu lassen, das verankerte Paddelblatt schon aus dem Wasser nehmen und in Richtung der eigenen Blickrichtung (nämlich über die vorgedrehte Schulter) abspringen. Hierdurch vollführt das Heck die letzen Grad der Rotation wie ein Schildkrötenpanzer auf deinem Rücken liegend und wird sofort in die Loop-Rotation geworfen
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
mit Schwung nach vorne werfenunter das Boot werfen
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
den Schwerpunkt ruckartig aufs Heck verlagernauf dem Heck liegend landen
Jetzt musst du am Punkt wo das Boot waagerecht auf oder besser über dem Wasser liegt, schlagartig deinen Oberkörper nach hinten werfen. Hierdurch verlagerst du wie immer beim Loop, deinen Schwerpunkt aufs Heck und selbiges kann sauber durchschlagen ohne tief einzutauchen. Die Phase in der du auf dem Heck liegend auf das Aufsteigen deines Bugs wartend verbringst, kannst du durch Stützschläge zur abkippenden Seite nutzen.
Quelle: Martin Koll
Quelle: Martin Koll
den Bug gerade aufrichten lassen, evtl nachstützenOberkörper aufrichten
Für alle die besser über optische Reize lernen, gibts hier noch das Trainingsvideo!
Quelle: Martin Koll
Bingo!Viel Erfolg und Spaß beim Üben!Text: Martin KollMartin wird unterstützt von Patschifik (Vertrieb von JacksonKayak, Seal Spritzdecken, Level6)










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