Auf zu wilden Taten! Teil 4

Das große Finale in Kolumbien - Ron, Severin und Kees gelingt eine Erstbefahrung des Rio Juanambu! Doch bevor Ron in den Flieger nach Chile steigen kann, muss er noch mit Malaria-Verdacht ins Spittal...[br][/br][br][/br]>> [b][url="http://kajak.at/202/index.php?selWeiter=weiter&selID=d4305c27-1dd7-48b3-945d-723bf4932afe"]Teil 4 in Bildern[/url][/b]

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Kolumbien Süden

Quelle: Ron Fischer


Bild oben: Beeindruckende Landschaft im Süden KolumbiensNach 18 Stunden im Bus erreichten Ron, Severin und Kess Pasto, im Süden von Kolumbien. Dort befinden sich Flüsse die weit weg von der Strasse durch tiefe Schluchten und traumhafte Landschaften fliessen. "Ganz oben auf meiner Wunschliste war schon lange der Rio Juanambu und der Rio Guaitara.", verrät Ron.Allerdings ist der Süden Kolumbiens gefährlicher zu bereisen als weite Teile des Landes. Besonders wenn man sich abseits der Hauptstrasse befindet, sollte man genau wissen wo man sich aufhalten kann. Der erster Stop der drei Jungs waren also das Tourismusbüro und die Polizeistation in Pasto. Dort erklärten sie ihr Vorhaben und gaben Ein- sowie Ausstieg bekannt.Die genannten Flüsse fliessen in den Rio Patia und bei Policarpa gäbe es die Möglichkeit auszusteigen. Allerdings wird Policarpa besetzt von Farc Rebellen und ein Besuch dort wäre sozusagen Selbstmord. Beide Flüsse seien im oberen Teil seit einigen Jahren sicher, man müsse dann jedoch unbedingt bei den Brücken nach 25 gefahrenen Kilometern aussteigen und den Bus zurück nach Pasto nehmen.

Zuerst war der Juanambu an der Reihe. Es wurde Essen gekauft, ein Taxi genommen und bis zur Puente Juanambu gefahren, die über 100 Meter über den Fluss und über eine unglaubliche Klamm führt. Ron, Severin und Kees versuchten jeden Meter von der Klamm irgendwie einzusehen, doch das war nicht möglich. "Wir konnten nur annehmen, dass es möglich ist sie zu befahren. Die Bauernfamilie am Einstieg war super freundlich, zeigte uns de Weg zum Fluss und versicherte uns, dass sich kein grösserer Wasserfall in der engen Schlucht befindet. Ein herausklettern wäre unmöglich gewesen.", erzählt Ron.
Die Sonne war schon fast hinter dem Horizont verschwunden als die Klamm hinter den dreien lag und sie mussten schnell einen Schlafplatz finden. Den gab es auch nach zwei, drei einfachen Kilometern paddeln. "Wir fanden ein traumhaftes Camp, trockneten unsere Kleider, kochten Reis und Kaffee danach, diskutierten den ganzen Abend darüber ob die kleinen Skorpione die sich da auf der Wiese befinden jetzt gefährlich sind oder nicht und gingen dan am Sandstrand schlafen wo es keine solche kleinen Giftdinger zu haben schien.", berichtet Ron.

Kolumbien  Juanambu

Quelle: Ron Fischer

Am nächsten Tag wurde die Schlucht nach ein paar Kilometern wieder enger und der Juanambu startete mit super Wildwasser. Die nächsten drei Stunden hatten die drei schweres, aber faires Wildwasser mit zwei Umtragestellen. Danach folgten 15km WW3 vorbei an vielen Goldsuchern am Fluss bis zur Brücke am Ausstieg.
"Das ist jetzt sehr kurz erklärt, aber zu erwähnen ist einfach, dass der Rio Juanambu einer der besten Flüsse ist die ich jemals gepaddelt bin! Die Schlucht haut dich um wenn du da drin bist! Das Wildwasser ist nicht krass, aber ich war den ganzen Tag voll Adrenalin nur vom Anblick der Landschaft!", schwärmt Ron, "Beim Ausstieg kämpften wir uns zur Panamericana hoch. Von hier wären es nochmals 30 km Traumwildwasser nach Policarpa! Wir beschlossen Freundschaft mit den Jungs vom Militär die die Brücke am bewachen waren. Es fuhr kein Bus mehr und so hielten uns die Jungs einfach einen leeren Lieferwagen an und befahlem dem Fahrer uns nach Pasto zu bringen! Danke :)".

Kolumbien  Rio Guaitarra

Quelle: Ron Fischer

Kolumbien Kolumbien

Quelle: Ron Fischer

Rio Guaitarra

Kolumbien Rio Guitarra

Quelle: Ron Fischer

Nach zwei Tagen Pause gings weiter zum Rio Guaitarra. Die Brücke am Einstieg führte über eine noch eindrücklichere Klamm als am Juanambu. Riesige Felsbrocken vielen einst hinein und verklemmten sich kurz über der Wasseroberfläche.
So bildeten sich mehrere Tunnels und von 150 Meter oberhalb war kaum zu sehen ob man unten durch passt.
"Aber man sah das Wasser hinten ruhig wieder raus fliessen und so versuchten wir es. In der Klamm zu sein war wieder ein unbeschreibliches Gefühl. Über uns die Panamericana, viele Leute auf der Brücke die uns zu schauten, grüne Papageien die durch die Klamm flogen und wir waren mittendrin, kein Zurück, an einem Ort an dem noch niemand vor uns war.", erzählt Ron.
Die nächsten 20km waren so schön wie am Juanambu, nur das Wildwasser war in der zweiten Hälfte anspruchsvoller. "Geiles Wildwasser im vierten Schwierigkeitsbereich", schwärmt Ron. Aber die Wassertemperatur war das erste mal in Kolumbien nicht "ohnePaddeljacke" tauglich! Das weiss man im vornherein leider nicht und so war Ron sehram frieren, dazu war das Wasser schmutzig und die Brücke am Ausstieg wollte und wollte nicht kommen. Stattdessen kam noch einmal eine super enge Klamm mit einem Eingangskatarakt der nicht fahrbar und nicht umtragbar war! Links oben entdeckten die drei aber zum Glück schon ein Weg der zu den Coca Plantagen führte die sich in der Schlucht befanden!

"Wir kletterten gerade noch vor dem Eindunkeln mühsam zum Weg hoch, wo ich auf einmal unglaublich erschöpft und vor allem durstig war. Leider gab es hier kein Wasser. Also kein Nachtessen, sondern nur Schlafen und die Nacht mit einem Liter Wasser zu dritt überleben.", berichtet Ron, "In der Nacht bekam ich Rücken- und Kopfschmerzen wie noch nie im Leben und unglaublichen Durst. Ich schluckte etwas Schmerzmittel und machte mich dann zu Fuss auf dem Weg in der Hoffnung Wasser zu finden. Ich lief ungefähr eine halbe Stunde, bis etwas Wasser aus der Wand am Strassenrand drückte. Ich war heilfroh! Auf dem Weg zurück weckte ich bei zwei, drei kleinen Hütten noch Hunde auf, naja ich war dann froh zurück bei den Anderen zu sein."

Kolumbien  Rio Guaitarra

Quelle: Ron Fischer

Am Morgen machten die Jungs sichzu Fuss auf den Weg in Richtung Strasse. wo sie unterwegs auf einen Bauern trafen. Der erzählte, dass er am Vorabend noch ein Rind reinholen wollte, doch dann auf einmal Stimmen hörte, es mit der Angst zu tun bekam und wieder heim ging. Die Region sei zwar sicherer als vor sieben Jahren als die Farc Rebellen dort regierten, doch es getraue sich immer noch niemand in der Nacht raus zu gehen. Früher seinen dort einfach Leute erschossen und in den Fluss geworfen worden. Auch bei anderen Bewohnenern auf dem Weg zur Strasse stiessen Ron, Severin und Kees auf Unsicherheit und Verängstigung uns gegenüber! Kees schaffte es dann aber endlich mit jemandem hinten auf dem Moto in die nächste kleine Stadt zu fahren und dort ein Taxi zu organisieren. Ron war heilfroh an diesem Nachmittag wieder in Pasto zu sein. Die Schmerzen und das Kopfweh wurden immer schlimmer und so ging er am nächsten Abend in den Spital. Malaria und Dengue war es nicht. Nach drei Tagen im Spital war icherlangsam wieder fit und die Ärzte vermuteten eine Infektion im Urin vom schlechten Flusswasser. Ron bekam Medikamente und durfte endlich wieder raus aus dem Spital, und auch raus aus Kolumbien - denn der Flug nach Chile wartete schon.

Text: Ron Fischer & Michelle Hombach

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