Auf zu wilden Taten! Teil 3

Immer noch sind Ron, Severin und Kees in Kolumbien und erlebten ein Abenteuer auf dem Rio Cocorna - mit unfreiwilliger Übernachtung in der Schlucht und einer unglücklichen Begegnung mit einer Machete.[br][/br][br][/br]>> [url="http://kajak.at/202/Auf_zu_wilden_Taten_Teil_3.html?selWeiter=weiter&selID=8c6ef15a-8066-4174-a1d7-6900780ca044"][b]Bildergalerie[/b][/url]

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*never get a too sharp machete * put in early ;-) * always bring moscito shit * bring food * fuck morning rains * get TEVA´s with grip before leaving home * buy a new spounge * update first aid kit * never forget to bring some rum just in case * all in all: lots of things on the mind, but was a great trip and thanks to ron and severin for the tremendous job they did to get us through!!!Kees van Kuipers, direkt nach dem Trip auf dem Rio Cocorna

Kolumbien Kolumbien

Quelle: Ron Fischer

Cocorna ist eine kleine Stadt mit etwas mehr als 10'000 Einwohnern, zwei Autostunden entfernt von Medellin, der Party Metropole in Kolumbien. Der Plan von Ron, Severin und Kees war, dort für eine Woche zu bleiben und möglichst viele der umliegenden Flüsse zu entdecken. Auf engstem Raum sammeln sich dort steile und steilste kleine Flüsse, die durch dichten Dschungel, tiefe Schluchten und traumhafte Berglandschaft fliessen. Im Zentrum von Cocorna befindet sich ein grosser Platz wo gerade diese Woche ein Festival zu irgendeinem Jubiläum von der Stadt stattfand. Alles wirkt ein bisschen wie im wilden Westen, die Menschen sind freundlich und speziell in dieser Woche in Partylaune!

Kolumbien Kolumbien

Quelle: Ron Fischer

Nachdem die Jungs sich einen Tag umgeschaut haben, Kartenmaterial besorgt, Taxi organisiert und Ron sich von kurzzeitigen Kapriolen seines Magens erholt hat, luden "wir unsere Kajaks auf das geilste Taxi dass wir jemals hatten und fuhren runter zum Rio Cocorna.", erzählt Ron.
Sie paddelten die ersten fünf Kilometer bis zur Brücke wo das Taxi wartete. Es war Nachmittags um zwei und die drei dachten, dass wenn der Fluss so weiter geht, sie die nächsten 15km zur nächsten Brücke auch noch schaffen bevor es dunkel wird. Also weiter paddeln und hoffen, dass die Landmienen die es auf diesem Abschnitt geben soll nicht am Fluss platziert sind und einfach nicht zu viel aussteigen und umtragen!

Nach einem Kilometer wurde der Fluss steiler, enger und schon bald sassen Ron, Kees und Severin im Kajak vor einer Klamm mit Felswänden auf beiden Seiten, umgeben von dichtem Dschungel und nicht wissend was um die nächste Ecke auf sie wartet. Sie stiegen aus und kletterten auf den Klammrand. Die Stufe direkt beim Eingang der Klamm war komplett siphoniert, doch es gab eine Möglichkeit sie zu befahren. Was danach kommt, konnten die drei nur ahnen. Nach langem hin und her, ob weiter paddeln oder nicht, beschlossen sie, die Kajaks hier liegen zu lassen und am nächsten Morgen ausgerüstet mit Machette, Essen und Biwacksack zurück zu kehren und es mit mehr Zeit versuchen.

Kolumbien Kolumbien

Quelle: Ron Fischer

Kolumbien Kolumbien

Quelle: Ron Fischer

Am nächsten Morgen brauchten die Jungs dann etwas mehr Zeit als normal. Es dauerte bis sie endlich ein Taxi hatten, Machette gekauft und schleifen lassen, dann gab es Frühstück zu 90's disco Musik und zuletzt die mühsame Kletterei zurück zu den Kajaks. So war es schon 13.00 Uhr als es in die Klamm und somit ins Ungewisse hinein ging. Die einzige Info von der Karte: Auf dem nächsten Kilometer, 100 Meter Gefälle! Um die Ecke gleich der erste Wasserfall, leider nicht fahrbar und Umtragen war nur mit einem sechs Meter hohen Felsstart im Kajak möglich.Dann die nächste Stufenkombination, ein klassischer 6er! Ron war dabei, sich die Stelle genau am anschauen, da schreit auf einmal der Kees von der anderen Flussseite. Überall Blut, viel, viel Fluchwörter....Kees wollte die Machette aus dem Kajak holen um sich einen Weg durch den Dschungel zu bahnen um die Stelle zu umtragen. Dabei schneidet er sich in den kleinen und den Ringfinger. Die Schnitte waren tief, er hatte kein Gefühl mehr in den Fingerspitzen und es blutete wsehr stark.Also Verbandszeugs raus holen, Blutung stoppen, gut zureden und hoffen, dass der Ausstieg bald kommt. Auch diese Stelle war schlussendlich nur Umtragbar in dem die Kajaks in den Pool geworfen wurden und die Jungs hinterher sprangen.Es ging immer weiter so - manchmal konnte eine Stelle gefahren werden, dann wieder mühsam umtragen und irgendwann wurde es dunkel ohne, dass Ron, Severin und Kess überhaupt einen Kilometer geschafft hatten!

"Wir suchten uns ein Schlafplatz, machten Feuer, verarzteten Kees noch ein bisschen und legten uns schlafen. Ohne Schlafsack, ohne Nachtessen, nur mit ein paar wenigen Schokoriegel. In der Nacht fing es auch noch zu regnen an und wir krochen unter die Steine. ", erzählt Ron von einer unfreiwilligen Übernachtung in der Schlucht,
Auf dem Fluss folgten am nächten Tag dann nochmals eine Umtrage und eine super fahrbare Stelle und dann machte die Klamm auf, das Flussbett wurde breiter und die drei konnten die restlichen 14km durch traumhafte Landschaft in zwei Stunden paddeln!

Endlich konnte Kees zum Arzt, was allerdings nicht mehr unbedingt nötig war. Zum nähen war es zu spät und die Schweizer hatten die Schnittwunden ohnehin perfekt mit Steri Stripes zusammen geklebt. Nur mit Paddeln war nichts mehr für die nächsten Tage.
Dann hieß es Sachen packen und 18 Stunden Bus fahren in den Süden, nach Pasto. Doch davon mehr im nächsten Teil.

Text: Ron Fischer & Michelle Hombach

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Auf zu wilden Taten

3 Kommentare

  1. TrustedPaddler

    Servus Ron!
    Geile Berichte, weiter so!!!
    Würde gerne bei euch dabei sein. Toller Trip.
    Gruß an euch alle.
    Bernhard

  2. TrustedPaddler
    Bernhard Steidlvor 11 Jahren

    Mir gehts sehr ähnlich!!! Ich freue mich für euch und wäre sehr gerne dabei! noch eine schöne zeit!

  3. TrustedPaddler

    Klasse Bericht. Die dreiteilige Story war richtig spannend zu lesen und hat den paddellosen Winteralltag aufgehellt.

    Weiter so!

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