Auf Abenteuersuche am Dinkey Creek

Abenteuerlustig? Ab nach Californien! Jonas Grünewald hat schon vorgetestet - und berichtet hier von einer kleinen "Expedition" am Dinkey Creek, der nicht nur schön, sondern auch abenteuerlich und reich an Höhenmetern war.

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Californien Dinkey Creek

Quelle: Jonasg

Californien Dinkey Creek

Quelle: Jonasg


"Es ist jetzt schon zwar etwa 2 Monate her, aber endlich finde ich die Zeitüber einen Traumfluss zu berichten. Es ist für mich persönlich die Perleunter den Wildwasserperlen. Es ist Abenteuer. Es ist der Dinkey Creek inCalifornien", schwärmt Jonas Grünewald noch immer von seinem Trip in die USA.

Bilder rechts und oben: Der Dinkey Creek

Mit den Worten der Amis:" Dinkey-Creek ist one of the most most most beautiful Creeks in Cali, but it is a serious one" noch in den Ohren machen Stephan Huber und ich uns auf den Weg zur Waterfall Section des Dinkey Creeks. Es ist deutliche Anspannung bei uns beiden zu bemerken.
Ein Ranger riet uns von der Tour ab, weil dort Klapperschlangen, Bären, Pumas und Skorpione leben und das in wildester Natur. Und genaue diese Faktoren beunruhigen mich, aber sie zeichnen solch einen Trip auch aus: Abenteuer.

Weit ab, etwa 35 km von jeder menschlichen Zivilisation steigen Stephan und ich in einen kleinen Pfad ein, der uns zum Bach bringen soll ein.
Mit im Gepäck sind Schlafsack, Zelt(wir Schisser;)), Proviant in Form von Müsli-Riegel und Instant-Food, ein kleiner Kocher und eine minimale Wechselgarnitur an Klamotten.

Aufgrund der sehr mageren Information nehmen wir den falschen Weg und so enden wir schnell im dicksten Jungle. Wir müssen die Boote abseilen, durch den Busch schieben...Stunden vergehen.... und es wird dunkel.
Eine ganz schlechte Nacht am Hang in 45° Position liegt nun vor uns. Diese Nacht war so nicht eingeplant, also heißt es essen sparen, hungern und schnell schlafen.

Californien Dinkey Creek

Quelle: Jonasg

Californien Dinkey Creek

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Blick ins Tal zum DinkeyEinstieg

Californien Dinkey Creek

Quelle: Jonasg

Californien Dinkey Creek

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Der Bach startet mit einer grandiosen aneinander Reihungen von Abfällen und Rutschen, wie man sie sich erträumt.

Granitrutschen wie sie im Bilderbuch zu finden sind gefolgt von Abfällen von bis zu 13m.... (Bild rechts) und das alles mit Gepäck im Boot... einfach nur der Hammer.

Dann gelangen, wir an eine etwa 7m hohe Stufe. Auf den ersten Blick für michder Genusshüpfer schlecht hin. Aber dann sehe ich bei dem zweiten Hinsehen,dass der Auslauf der Stufe in einem fiesen syphonartigen Schlitzverschwindet. Die linke Seite des Pilzes im Unterwasser drückt aber in einKehrwasser. "Das ist die Route", denke ich mir, "Auf den Pilz im linkenBereich boofen, ab ins Kehrwasser und dann den Schlitz umheben". EinzigesProblem: Kein Safty möglich. Ich starte mit einem mulmigen Gefühl in Bauchin die Anfahrt. "Was tun wenn ich den easy Boof versaue und dann auf denSchlitz zu steuer?? Aussteigen und versuchen als Schwimmer durch zukommenoder im Boot sitzen bleiben."

Alles halb so wild: der Boof sitzt, und ich befinde mich direkt im rettenden Kehrwasser. Stephan folgt tadellos. Also doch: Genusshüpfer

Doch der Fluss kann auch anders: Es erwartet uns eine alpine Umtrageaktion, die uns etwa 2 Stunden wichtige Zeit kostet. Abseilen, Klettern auf glitschigen glatt polierten Granitwänden und ein Start aus einem Kolg direkt neben eine Rückläufige Stufe gehen an meine mentale Obergrenze und bringen mich tierisch ins schwitzen.

Aber Dinkey Creek belohnt uns danach wieder mit einigen schönen Stellen. Wir Paddeln den ganzen Tag bis wir total fertig sind und schlagen gegen 7 Uhr unser Camp auf einer großen Granitplatte auf. Unter uns eine dicke WW 5 Passage. Instant-Food und eine Nußtrailmix genießen wir in der untergehenden Sonne. Ich bin so fertig, dass es mir nicht einmal etwas
ausmacht auf Granit ohne Isomatte zu schlafen.

Californien Dinkey Creek

Quelle: Jonasg

Californien Dinkey Creek

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Genusshüpfer mit bösen Schlitz im AusgangSchlafen wie Könige auf einem Plateau

Um 6 weckt mich Stephan, und deutet mir den baldigen Aufbruch an, denn wir haben keine Ahnung wie lang der heutige Tag sein wird und eine weitere Nacht können wir uns nicht mehr leisten- das Essen wird knapp.

Mit GPS und Karte versuchen wir unseren Standpunkt und die noch anliegenden Kilometer zu analysieren.
Also heißt es um 7 Uhr wach werden in dem ersten 3m Abfall.;)
Was wir nicht wissen, ist, dass wir bis auf ein paar sportliche Stellen das Dickste hinter uns haben und der Fluss ruhiger wird.
Und so kommen wir mittags in Balch Camp einem 5 Häuser Dorf erschöpft aberüberglücklich an.

Zu unserem Glück (welches uns auf dieser Reise fast immer treu war) fährt uns ein freundlicher Jäger, dann auch noch samt Booten für 35 Bucks wieder zum Einstieg. Puuh Glück gehabt. Es hätte auch ein Tagesmarsch werden können.

Californien Dinkey Creek

Quelle: Jonasg

Abends sitzen wir mal wieder in einer Fast-Food-Kette und schwärmen und träumen noch von den letzten beiden grandiosenPaddeltagen. Es war für mich persönlich das Paddelabenteuer meines Lebens.Es war hart, gefährlich aber einfach nur genial und ich würde jedes Malwieder in das Abenteuer Dinkey Creek starten. Text: Jonas GrünewaldVielen Dank für die Unterstützung in meinem Abenteuer:www.bliss-stick-kajak.de | www.stohlquist.de | www.blackfoot.de | www.lettmann.de

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