Bernhard Mauracher, Schorschi Schauff, Wolfram Bock und Präsi Jürgen Nickles laden zum "Summercamp", also gehts ins Ötztal. Höhepunkt die Rofner Ache vom Gletschertor.[br][/br][url="http://kajak.at/202/AKC_Summercamp_Rofener_Ache.html?selWeiter=weiter&selID=dfa38eea-331d-4be0-82ab-e643d8fb5b14"][b]Bilder Rofner Ache[/b][/url][br][/br][url="http://kajak.at/202/AKC_Summercamp_Sicherheitsuumlbung.html?selWeiter=weiter&selID=da013801-98ac-48b2-a61d-5bfe56b82d50"][b]Bilder Sicherheitsübung[/b][/url]
Wo das Ziel des Treffens des AKC ist, wenn Bernhard Mauracher, Schorschi Schauff, Wolfram Bock und Präsi Jürgen Nickles zum "Summercamp" einladen, ist keine schwere Frage: Es geht ins Ötztal. Doch auch wenn das Wetter kaum besser hätte sein können, ging nicht alles wie geplant - oder war es geplant, die Boote nicht nur flussauf, sondern auch flussab zu tragen?
Quelle: Michelle
Viele Paddler im Ötztal sind nichts ungewöhliches. Ungewöhnlich ist es jedoch, wenn Paddler morgens um 4 Uhr am Parplatz der Venter Ache Boote laden. Doch früh aufstehen muss, wer die Rofener Ache paddeln möchte.
Die Rofener Ache entspringt im Hintereisferner und bildet nach dem Zusammenfluss mit der Niedertaler Ache in Vent die Venter Ache - Wildwasser auf über 2000m Höhe, allerdings nur zu Fuß erreichbar.
>>Die Rofener Ache in der Flussdatenbank
Bild rechts: Ein seltener Anblick: Boote laden um 4h morgens.
So startet um kurz nach 4h am vergangenen Freitag morgen eine Gruppe von 7 Paddlern des AKCs, begleitet von 5 Wanderern, mit dem Auto zu den Rofenhöfen bei Vent. Dort war Endstation mit den Autos, ab hier ging es nur noch zu Fuß weiter. Doch bevor es los gehen konnte, mussten Tragesysteme für die Boote gebaut werden - gar keine leichte Sache! Doch um 5:15h waren schließlich alle sieben Boote geschultert, die komplette Ausrüstung darin verstaut und der Trott setzte sich mit der langsam kommenden Dämemrung bei Nieselregen in Bewegung.
Viele Teile der Rofener Ache können beim Aufstieg vom (hoch gelegenen) Weg gesehen werden. Viele Lawinen erforderten Aufmerksamkeit schon beim hochlaufen - um ja nicht den Ausstieg vor der Lawine zu verpassen. Umtragen der Lawinen schien möglich, jedoch teilweise sehr mühsam.
Quelle: Michelle
Quelle: Michelle
anstrengender AufstiegDie Rofener Ache schlängelt sich durch Schluchten ins Tal
Quelle: Michelle
Quelle: Michelle
Bild oben: Wer so früh morgens los geht, trifft niemanden auf dem Weg zum Gipfel - ausgenommen ein paar neugierigen Schafen.
Bild rechts: Wenn die auf 2413m gelegene Hochjochhospiz - Hütte in Sicht kommt, ist das Ziel fast erreicht. Jedoch ist das letzte Stück bis zur Hütte auch das steilste.
Direkt bei der Hütte ist der Einstieg - bei ausreichend Wasser können die Boote jedoch noch weiter bis zum Gletscher getragen werden und von dort aus losgepaddelt werden.
Nach 2,5 Stunden Gehzeit, um kurz nach halb acht, war die Hochjochhhospiz - Hütte erreicht und Zeit für eine Pause, Kaffee und Frühstück. Doch die Wanderung war hier noch nicht zu Ende - das Wasser schien ausreichend, um direkt unterhalb dem Gletscher einzusteigen.
Gestärkt mit Kaffee und Frühstück ging es durch unwegsames Gelände 3km weiter bis zum Gletscher, der höchsten möglichen Einstiegsmöglichkeit.
Um halb zehn war diese erreicht - und die Boote konnten endlich abgelegt werden, und die Paddelsachen angezogen werden - die Vorfreude aufs Paddeln war nach den vergangenen 4 anstrengenden Stunden umso größer!
Quelle: Michelle
Der Einstieg am Gletschertor ist erreicht!
Quelle: Michelle
Bild links: Der Einstieg inmitten von Eisschollen direkt unterhalb des Gletschers - ein tolles Erlebnis für jeden Paddler! Pünktlich zum lospaddeln lies sich dann auch endlich die ersehnte Sonne blicken. Die ersten drei Kilometer vom Gletscher weg bis zur Hochjochhospiz Hütte waren sehr steinig und Kehrwasserlos, so war die Gruppe sehr schnell bis dahin gekommen. Kurz nach der Hütte wartete dann schon die erste Lawine, die mühsam umtragen werden konnte. Doch die Anzahl der Lawinen war größer als erwartet und das Umtragen oft nur sehr weiträumig möglich - weswegen die Gruppe sich nach ca. einem Drittel der Strecke entschloss, abzubrechen und die Boote unter irritierten Blicken zahlreicher Wanderer wieder nach unten zu tragen.
Am Freitag abend trafen immer mehr AKC'ler zum Treffen ein - so wurde am Abend gefeiert und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet.
Samstag morgen, um 10 Uhr, sollte es auf die Gurgeler Ache gehen. Doch auch hier wurde die - recht groß gewordene Gruppe - enttäuscht, es war nicht ausreichend Wasser.
Also verteilte sich die Gruppe auf unterer Venter, oberer, mittlerer und unterer Ötz, bis um 15 Uhr zur Sicherheitsübung an der Ötzmündung gerufen wurde.
Hier sollte ein "bewusstloser" Schwimmer aus dem Wasser geborgen und reanimiert werden - für die beste Gruppe gab es einen Wanderpokal zu gewinnen, der bei der nächsten Sicherheitsübung verteidigt oder weitergegeben werden muss.
Quelle: Michelle
Quelle: Michelle
Zuerst wird am "lebenden" Objekt geübt,... dann an der Puppe.
Quelle: Michelle
Bild links: Der Wanderpokal "King of the Rope" für das beste Team der SicherheitsübungUm die Sicherheitsübung, zu der jeder Paddler herzlichst eingeladen ist teilzunehmen, attraktiver zu machen und vor allem auch, um eine Regelmäßigkeit einkehren zu lassen, liesen sich die Organisatoren Nicolaus Brummer und Fresko Vujkov etwas neues einfallen: Ein Wanderpokal, der "King of the Rope" (Bild links). In diesen sollen die Sieger der Sicherheitsübung eingraviert werden - und die Sieger sind natürlich auch dazu verpflichtet, den Pokal bei der nächsten Sicherheitsübung zu verteidigen.Die ersten Namen, die in den "Pokal" eingraviert werden, und somit auch die Sieger der Sicherheitsübung an diesem Wochenende, waren Anna Jankowski, Andrea Radler und Jürgen Nickels. Auch am Sonntag lies das Wetter den AKC nicht im Stich - bei blauem Himmel, Sonnenschein und einer gut eingeschenkten Ötz ging auch der letzte Tag des "Summercamps" vorbei.Text: Michelle Hombach









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