Am Mittwoch paddelten Ron Fischer und Bernie Mauracher als Erste aus den unteren Klammen des Astor River. Das zweite Ziel der Sturzfahrt vom Nanga Parbat ist damit beinah erreicht. Ein Schwimmer von Peter Fink am Donnerstag endete glimpflich.
Zufrieden und zuversichtlich meldete sich Bernhard Mauracher am Donnerstag via Satellitentelefon aus Pakistan. "So wie es jetzt läuft, sind wir alle zufrieden", sagt Bernie. In der Vorwoche konnte das Kajak-Expeditionsteam mit der erfolgreichen Befahrung der Rondu Schlucht des Indus ihr erstes Ziel erfolgreich abhaken. Schon am Freitag könnte ein weiteres Ziel auf dieser Liste folgen, denn auch am Astor River haben die Jungs in den vergangenen Tagen Gas gegeben und den Großteil bereits hinter sich gelassen. "Morgen folgt die letzte Etappe des Astor River, die ist relativ leicht, dann haben wir den auch fertig und das Ziel der Kajak-Expedition erreicht."
Bernie Mauracher: Ziele erreicht
Bisher stand die "Sturzfahrt vom Nanga Parbat" unter einem guten Stern. Eine brenzlige Situation von Peter Fink nahm mit einem ausgeschlagenen Zahn ein glimpfliches Ende. "Heute ist Peter Fink geschwommen", berichtet Bernie. "Sein Paddel ist bei einer Stelle gebrochen und er musste aussteigen. Dabei ist er an einem gefährlichen Siphon vorbei geschwommen, das Boot wurde komplett zerstört und er hat sich einen Zahn ausgeschlagen." Ansonsten sei Peter jedoch wohlauf so Bernie. "Er will morgen schon wieder weiter paddeln."Bernie Mauracher: SchwimmerBild links: Opferte dem Astor River einen Zahn: Peter Fink Foto: Peter Lintner
Aufgrund des schwierigen unteren Abschnittes hat das Expeditionsteam den Astor River von unten nach oben aufgerollt. "Das Problem an diesem Fluss ist, dass er im Unterlauf brutal steil ist. Das kann man sich vorstellen wie die Achstürze und Wellerbrücke im Ötztal. Daher haben wir die unteren Etappen zuerst gepaddelt, die oberen im Nachhinein weil es dort flacher ist. Wenn der Wasserstand ansteigt, haben wir in den unteren Schluchten nichts mehr verloren." Morgen steht die letzte Etappe am Astor River an. Mit Jeeps wird das Team nach Rupal auf fast 3000 Metern gebracht und dort einsetzen. "Somit haben wir dann den Astor River fertig, den Sturzfluss vom Nanga Parbat" sagt Bernie zuversichtlich.
Bernie Mauracher: Am Astor River
Gesundheitlich geht es dem ganzen Team gut, jedoch zeigen die Strapazen der letzten Wochen bereits ihre Wirkung. "Ich habe fünf Kilo abgenommen obwohl ich sehr viel esse, aber die Anstrengungen der letzten Wochen waren Vollgas. Aber jetzt wird’s schon ein wenig ruhiger werden" sagt Bernie.
Foto: Peter Fink
Nach dem Astor River wird das Expeditionsteam an den Indus zurückkehren, der nun bereits mit höheren Wasserständen aufwartet. "Der Indus steigt jetzt von Tag zu Tag an, daher werden wir etwa zwischen 1000 und 2000 Kubik haben. Es wird aber nicht so schwer wie die Rondu Schlucht. Es ist alles ein bisschen flacher, viel Flachwasser ist dabei und immer wieder Katarakte."
Bernie Mauracher: Weiter am Indus
Foto: Peter FinkFoto: Peter Fink
Im Anschluss wird das Team auch heuer wieder zwei Tage lang in der Nähe von Islamabad einen Kajakkurs für pakistanische Paddler ausrichten. Danach geht es weiter in Richtung Kaschmir. "Dort werden wir noch zwei oder drei Flüsse paddeln, dann ist die Kajakexpedition bereits zu Ende", sagt Bernie der mit dem bisherigen Verlauf der Expedition hörbar zufrieden ist. "So wie es jetzt läuft, läuft es gut. Vom gesamten Team schöne liebe Grüße nach Österreich und Mitteleuropa. Die Jungs freuen sich schon aufs Heimkommen!"
Bernie Mauracher: weiterer Verlauf & Grüße
Text: Judith Prechtl











tolle leistung. gott sei dank ist nicht mehr passiert. hoffe das wird der einzige zwischenfall bleiben.
Spannender Bericht! Is schon irre, was ihr da alles erlebt habt....
Glückwunsch ! ;-)
und ich frag mich, wo bernhard die 5 kg hernimmt...;)