Spanien, Sonne, Wasser - für die Freestyler der National-mannschaft heißt das dieser Tage nicht Costa del Sol, sondern galizisches Ourense. Die Europameisterschaft startet heute und unser Mann vor Ort, Thomas Hinkel, weiß das Erste zu berichten.
Spanien, Sonne, Wasser - viele werden da an Sonnenschirm, Liegestuhl, Badehandtuch und den passenden Drink denken. In diesem Sommer kommt dem Freestyle Paddler allerdings noch was anderes in den Sinn. Die Welle im spanischen Ourense ist Austragungsort der diesjährigen Europameisterschaft. Aus Deutschland hat sich ein großes Team mit Startern in allen Klassen auf den langen Weg gemacht. Aus Österreich ist uns nur der Rodeokaiser Michi Strömer als Starter gemeldet. Ab morgen ist alles Training vorbei und die Wettkämpfe beginnen.
Quelle: Floppy
Der Playspot auf dem Rio Mino in Ourense
Quelle: Judith Eickhoff
30°C, strahlender Sonnenschein, was fehlt da noch für ein klasse Freestyle Event? Genau, die passende Welle und genau hieran scheiterte es in den ersten Tagen vor der Europameisterschaft im galizischen Ourense. Der Rio Mino ist kraftwerksgeregelt und die Welle in Citynähe läuft nur bei entsprechendem Wasserzuschuss vom Kraftwerk oberhalb. Versprochen sind pünktlich zur EM 200m³ zwischen 11 und 16 Uhr an den Wettkampftagen und zum Training. Dann sollte eine würdige Welle stehen, um die EM über die Bühne zu bringen.
Somit stand die Deutsche Mannschaft nach ihrer Ankunft erst einmal vor einem kleinen breiten Rinnsal und die Gesichter verlängerten sich zusehends. Um den ersten Tag nicht ohne Training verstreichen zu lassen, entschloss man sich noch einmal 130km im Auto zu verbringen und an die nahe Atlantikküste zu schippern. Es hat sich gelohnt, denn an der Mündung des Rio Mino an der spanisch-portugiesischen Grenze waren die Bedingung fürs Brandungssurfen perfekt und es wurde an den letzten Wellenmoves gefeilt.Das Kanu Freestyle Team Germany 2008
Quelle: Philipp Hitzigarth
Quelle: Judith Eickhoff
Wellentraining am Atlantik und...an der Welle in Ourense
Quelle: Judith Eickhoff
Quelle: Judith Eickhoff
King of the WaveToby Hüther im C1
Am Tag 2 in Ourense stand das Nationentraining auf dem Programm und dafür sollte es schon Zuschusswasser geben. Die Deutschen wurden mit den Slovaken und Tschechen in eine Trainingsgruppe gelost und sollten zu recht früher Stund aufs Wasser. Leider kam das Wasser dann doch erst später und so wurde aufs Ausweichtraining von 14 bis 15Uhr verschoben. 24 Leute eine Welle, eine Stunde, das das eng werden würde war von Anfang an klar und so veranstalteten auch schon einmal mehrere Leuten in der Welle ein „etwas anderes Training“.
Quelle: Judith Eickhoff
Quelle: Judith Eickhoff
Sandrina Hornhard ist mit Konzentration bei der SacheMartin Koll - obligatorisch mit dicken Backen ; )
Am Dienstag stand dann das letzte Training vor den Wettkämpfen auf dem Programm. Von 12 bis 13 Uhr durfte das Deutsche Team auf die Welle. Leider zeigte sich auch heute, dass die Welle schwer zu fahren ist. Nur selten sieht man spektakuläre Moves. Zu den spektakulären Tricks zählt eigentlich alles über Blunt, Spin und Co. Das durchgehend gute Wetter mussten einige inzwischen mit einem deftigen Sonnenbrand bezahlen, jedoch reichte die Feuchtigkeitscreme bislang als Behandlung aus.
Quelle: Judith Eickhoff
Quelle: Judith Eickhoff
Thomas Hinkel versucht sich an einem Loop - der meistens jedoch zum Washout führte.Fiete Junge wheelt mit viel Spray
Wie es Michi in den ersten Tagen ergangen ist, können wir bislang nur vermuten. Es erreichten uns noch keine Nachrichten vom "Tem Austria" aus dem sonnigen Spanien.
Text: Thomas Hinkel, Sebastian Lüke
Unser Mann vor Ort: Thomas Hinkel von den playboaters












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