Der erste Tag bei der adidas Sickline WM 2008 ist vorüber. Das große Favoritensterben hat es auf der Qualistrecke auf der Mittleren Ötz nicht gegeben, einige Überraschungen allerdings schon. [br][/br][url="http://kajak.at/202/index.php?selWeiter=weiter&selID=acffaaac-0ec9-4ad1-aa6f-f80360c6c98e"]Fliegen und Emotionen>>[/url][br][/br][url="http://kajak.at/202/index.php?selWeiter=weiter&selID=a04b0ba9-f71b-4e54-b47f-d5e325265905"]Racecourse und Fahrer>>[/url]
Quelle: BayernFlo
Nun wird es ernst im Ötztal. Bereits gestern Abend zeigte sich, dass die Athleten die Qualifikation auf dem Schießstandkatarakt der Mittleren Ötz nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nach der Sicherheitsbelehrung und der Vorstellung der Strecke durch Olaf Obsommer und dem anschließenden Essen war um kurz nach Acht das Festzelt auf dem Parkplatz der Bergbahn wie leergefegt.
Pünktlich um 9 Uhr war dann auch der Parkplatz am Schießstand unter Einhaltung der Parkordnung prall gefüllt.114 Männer und 6 Frauen machten sich via Shuttle Service mit Bootsanhänger auf zum Start. Nach Kontrolle der Sicherheitsausrüstung hatte jeder Teilnehmer einen „mandatory run“ unter Wettkampfbedingungen abzuleisten. Unter den strengen Blicken von Race Director Olaf Obsommer und Safety Director Peter Lintner meisterten diese erste Aufgabe alle Teilnehmer und wurden zum Rennen zugelassen. Aufgrund des kleinen Starterfelds der Damen wurde die Aufteilung aufgegeben und gemeinsam gestartet.
Bild rechts: Axel Burkhardt & Mike Hamel
Die Strecke zeigte sich unverändert zu den vorherigen Tagen. Bei einem Pegel Tumpen von knapp 160cm lagen die Schwierigkeiten vor allem im technischen Bereich. „Oft gibt’s nur einen fahrbaren Weg. Alles andere endet in den Steinen.“, so die Teilnehmer.
Quelle: slueke
Die Qualifikationsstrecke, der Schießstandkatarakt Auch Olaf Obsommer hob noch einmal die Qualität der Strecke heraus: „Sie ist schon sehr selektiv, wer hier schnell ist, ist ein Guter und kann auf die Wellerbrücke“, so der Race Director. Im Vergleich zum letzten Jahr wurde die Strecke wesentlich verkürzt und umfasste nur noch das Kernstück des Katarakts. Höhepunkte sind der etwa 2m hohe Eingangsfall, die darauffolgende Stufe und ein S-förmiger Abfall in der Mitte des Racecourse. Danach folgt ein Flachstück auf dem die „im Saft stehenden“ Slalompaddler ihre Tempohärte richtig ausspielen können.In zwei Startgruppen gingen die 120 Starter um 9:30 bei perfekter Sicherung durch die °hf Safety Crew auf die Strecke. Gestartet wurde in der Manier „wer zuerst kommt, malt zuerst“ und so suchten teilweise bis zu drei Teilnehmer gleichzeitig die perfekte Linie. Für die Zuschauer verdammt spannend, für die Zeitmessung ein harter Job. Die doppelte Messung und ein perfekt organisiertes Team sorgten allerdings für einen reibungslosen und zeitplangenauen Ablauf, egal wie viele Leute gerade auf der Strecke waren.Zur Mittagspause standen die ersten Ergebnisse fest und die Favoriten hatten zum ersten Mal gezeigt was in ihnen steckt. Für 20 Fahrer war hier die WM bereits zu Ende, unter ihnen auch von den Organisatoren hochgewettete Favoriten wie der Türke Serkan Konya, Markus Hummel („Ich dachte es gibt zwei Läufe“) und Schorschi Schauf.
Quelle: Michelle
Shuttle Service - Boote samt Paddler zum Einstieg
Alle anderen Favoriten reihten sich vorne ein. Ganz vorn weg der junge Spanier Gerd Serrasolses in 1:03,44, gefolgt von den starken Slalomfahreren Fabian Dörfler (GER), Julien Billaut (FRA) und Thilo Schmitt (GER). Auch die Stars aus Übersee Tao Berman und Sam Sutton schafften es in die TOP100. Bester Österreicher auf Platz 23 wurde Bernhard Mauracher.
Quelle: Michelle
Thilo SchmittGestärkt durch Bratwurst und Chili Con Carne erfolgte der Start für die 2. Qualifikationsrunde. Nun ging es um alles. Die Zeit aus dem ersten Lauf war vergessen, denn nur die jetzt erzielte Zeit urteilte über den weiteren Verlauf im Wettbewerb. Für die TOP50 geht es am Samstag auf die Wellerbrücke. Die Platzierten bis Platz 98 tragen das Kayak Cross aus und für die letzten beiden dieses Laufs endet die WM heute.„First-come, first-served“, ging es wieder Schlag auf Schlag und binnen einer Stunde war das Ergebnis gemacht. Der Deutsche Slalomspezialist Thilo Schmitt verbesserte sich in seinem zweiten Lauf um knapp 1,5 Sekunden und siegte vor Sam Sutton, Fabian Dörfler und Tao Berman.
Quelle: BayernFlo
Gerd Serrasolses konnte an die Zeit aus seinem ersten Lauf nicht anknüpfen und verlor knappe 5 Sekunden auf der Strecke. Serrasolses Zeit wurde im zweiten Lauf nicht mehr erreicht. Glückliches Gesicht auch bei Simon Hirter, er ergatterte sich als 50., den letzten Platz für das Finale auf der Wellerbrücke. Mit dabei sind außerdem aus Österreich Gerhard Braune, Bernhard Steidl und Bernhard Mauracher.
Ergebnisse der Qualifikation>>
Morgen geht es für die Finalisten zum Training auf die Wellerbrücke. Für die Plätze 51 bis 98 der Qualifikationen startet am Nachmittag das Kayak Cross auf der Slalomstrecke in Ötz und der Winter kommt....Severin Häberling
Web–Tipp: adidas sickline
Text: Sebastian Lüke













Ergebnisliste: kajak.at/254/9ae1e984-cb63-407e-bc81-1978fdb3c2a8.pdf/index.html