Weihnachten nahte und das heisst für den Schweizer Ron Fischer wieder, Nepal hinter sich lassen und pünktlich zu Heilig Abend wieder in die Heimat fliegen. Doch vor dem Flug nach Hause machte er noch viele Höhenmeter am Seti.[br][/br][url="http://kajak.at/202/Nepal_Teil_3.html?selWeiter=weiter&selID=c939e7ad-e79b-441c-8cc3-3f408483f14c"]Wasserfälle, Wanderpaddeln >>[/url]
Nach ein paar Tagen in Pokhara waren die Jungs wieder heiß auf Kajak fahren. Plan war mit einer Gruppe von sieben Paddlern einen Jeep zu mieten, um oberhalb des oberen Seti eine Klamm mit "extrem geilen" Wasserfällen zu fahren.
Beim Einstieg waren die sieben jedoch nur noch drei - die anderen lagen krank im Bett nachdem sie am Tag zuvor zufälligerweise alle in der gleichen Sandwich Bar gegessen haben..
"Schreiben hilft nichts, schaut die Bilder an!", so Ron, noch "richtig gestoket von den unglaublich geilen Schlucht!".
Quelle: Tim Ripper
Quelle: Tim Ripper
Diese Wasserfallstrecke musste einfach noch einmal befahren werden!
Luke, Basti und Jakub sind jedoch schon abgereist, und so ging Ron mit Anton Immler, Tim Ripper und Georg los, jedoch ließen sie ihre Kajaks noch weiter, bis unterhalb des oberen Canyons tragen. Doch zum souten und befahren reichte die Zeit nicht mehr, also ging es noch einmal auf die Wasserfallstrecke - und für die Schlucht oberhalb war aufgeschoben nicht aufgehoben.....
... denn ein paar Tage später ging es mit Trägern wieder den Seti hoch. Diesmal jedoch mit Schlafsack und Essen um den oberen Canyon befahren zu können.
Unterhalb des Canyons war jedoch Schluss mit den Trägern. Sie wollten die Kajaks nicht mehr weiter hoch tragen, weil es anscheinend mehr Kletterei als laufen sei. Nach einer mehrstündigen Erkundungstour, die nicht viel gebracht hat, ausser das die Jungs wussten, wo einsteigen, schlugen sie das Camp auf, kochten Instant Noodels und gingen früh schlafen.
Quelle: Tim Ripper
Am nächsten morgen ging nach einem kurzen Frühstück die Kletterei mit Kajaks durch den dicksten Dschugeln los.200 Höhenmeter rauf, und auf der anderen Seite wieder runter zum Fluss, doch nach zwei Stunden war's geschafft und der Einstieg erreicht.Zuerst kamen zwei hübsche Stufen, doch als es dann richtig in die Schlucht rein ging war Ende mit lustig. Ein riesiger Erdrutsch von rechts bildete zwei extrem unsaubere Rapids die auf keinen Fall befahren werden "wollten". Danach kamen noch circa 400 Meter einfacheres Wildwasser und schon war die Schlucht zu Ende! "Tja, man kann halt nicht immer einen Sechser im Lotto haben...", tröstet sich Ron.Anschliessend paddelten die Jungs den ganzen Seti, inklusive des Wasserfall Canyons bis nach Pokhara runter.
"Josh Neilson hat noch schnell in aller Kürze ein geiles Movie vom obersten Seti zusammen geschnitten. Alles mit Helmkamera gefilmt!", berichtet Ron.
Auf dem Kali Gandaki der im Tibet entspringt, und anschliessend durch die höchsten Berge fließt, befindet sich ein 20 km langes Steilstück, das erst teilweise befahren wurde. Östlich vom Fluss steht der Dauhlagiri (8167m) und westlich davon der Annapurna (8091m). Die Gipfel sind nur 35km auseinander und 6000 Meter weiter unten fließt der Kali Gandaki - auf 2540 m ü. NN ist der tiefste Punkt der Schlucht. Diese Schluchte wollte Ron mit seinen Freunden eigentlich Erstbefahren - doch bekam das Team zu viele Infos, dass dieses bisher nicht befahrere Stück wirklich unfahrbar ist, und so stiegen die Jungs am Kali Gandaki erst gar nicht ins Boot...
Statt zum Kali Gandaki ging es für Ron wieder nach Nepalgunj, um von dort aus nach Dunai zu fliegen, Ausgangspunkt für den Thuli Bheri. Den Thuli Bheri kann man in den Karnali bis Chisapani paddeln - erst 100km kontinuierliches WW 4-5, meistens 4+, dann weitere 150km WW 3 durch den Bardia National Park.
"Schöner als der Karnali, sagen alle die da waren, muss unglaublich schön sein!", schwärmt Ron, der sich auf dem Thuli Bheri einen Traum erfüllen will, "Ich mach das jetzt mal auf die solo Tour. Das hat mich schon immer gereizt und jetzt sind alle Paddler abgereisst, also muss ich fast...".
Doch Ron scheint zunächst kein Glück zu haben - es gehen keine Flieger, da sie Sicht- und Windverhältnisse zu schlecht sind, und dem Schweizer rennt die Zeit davon.
Stattdessen will Ron mit dem Bus soweit hoch fahren wie möglich, um die unteren 170km zu befahren - doch die Straße ist gesperrt.
"Soll traumhaft schön sein. Alles self support. Wäre ein genialer Fluss für den Durchschnittspaddler der mal auf Expedition will!", erzählt Ron.
Nach 2 Tagen Nepalgunj schafft Ron es dann endlich, indem er sich für 20km ein Rikscha nimmt, weil die Strasse für Busse immer noch gesperrt war.
"Hab dann eine beschissene Nacht dort in einem"guesthous" verbracht. wurde immer wieder aufgeweckt von den locals und die wollten dann irgendwas... Kopflampe, Matte, ...", erzählt Ron von seiner letzten Nacht bevor es endlich auf den Fluss geht.
Quelle: Ron Fischer
Quelle: Ron Fischer
Quelle: Ron Fischer
Aber schlussendlich hat der Schweizer es dann auf den Fluss geschafft. Und nach nur drei Tagen war er wieder am Ausstieg in Chisapani. "Leider war wildwasser-mässig wirklich nichts los. Es war zwar die Rede von WW3, war aber meistens flachwasser. Es war aber unglaublich schöne Schlucht.", beschreibt Ron den Solo-Trip.
Nach 140km in der Schlucht und zwei Nächten am Fluss ging Ron noch für zwei Nächte in den Bardia Nationalpark um etwas Wildlife zu sehen.Nach einem Tag lang Suche nach Tigern, Elefanten, Nahörnern und Schlangen gab es einen wilden Elefanten und einen Affen.
Danach ging es mit dem Bus nach Dehli und von dort aus am Heilig Abend zurück nach Hause: "Meine Eltern waren dann ziemlich geschockt, als ich am 24. am Abend in die Bude reingelaufen bin. Sie wussten ja nicht, dass ich schon nach Hause komme... gelungene Überaschung!"
Bilder rechts: Ron auf den Spuren eines Elefanten
Quelle: Luke Wielatt
Ron Fischer fing mit 12 Jahren das Kajak fahren an, weil er unbedingt mal was neues ausprobieren wollte.Der 24-jährige Schweizer arbeitet als Zimmermann, verbringt jedoch jede freie Minute im Kajak, so führte es ihn dieses Jahr schon zweimal nach Asien - Pakistan und Nepal.Und auch bei vielen Extremrennen tauchte sein Name weit oben auf den Ergebnislisten auf, so gewann er zum Beispiel das Straight down Striit 2007 und 2008 und ist Schweizer Freewheelmeister 2008.Jetzt genießt Ron den Schnee in der Schweiz - "Die Bedingungen sind hammermässig und es macht richtig Spaß!"
Quelle: Logos
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Web-Tipps: Homepage von Ron Fischer
Text: Ron Fischer & Michelle Hombach











super bericht ,toller film