Namaste! Auf Expedition in Nepal - Teil 2

Nachdem Ron, Basti, Luke und Jakub eingepaddelt sind, begeben sie sich auf abenteuerlicher Reise an das andere Ende Nepals, zum Karnali. Auch das Himalayan Whitewater Festival lassen sich die Jungs nicht entgehen.[br][/br][b][url="http://kajak.at/202/Nepal_Teil_2.html?selWeiter=weiter&selID=abc1c60e-017a-4c9f-ab22-e3973dc20f3e"]Bildergalerie Nepal II>>[/url][/b]

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Nachdem Ron, Basti, Luke und Jakub eingepaddelt sind, begeben sie sich auf abenteuerlicher Reise an das andere Ende von Nepal, zum Karnali. Außerdem erwartet die vier Jungs noch ein Bungee Jump, der höchste Canyon Swing der Welt und das Himalayan Whitewater Festival. Doch von vorne...

Als entschieden wurde, den oberen Karnali ("Humla Karnali") zu paddeln war der Einstieg noch weit entfernt. Um dort hinzukommen braucht man ein Flugzeug und diese fliegen nur von Nepalgunj, dass ziemlich weit im Südosten von Nepal liegt.
In Pohkara wurde zuerst davon abgeraten- keine Flieger und schon gar nicht mit Kajak! Doch Ron, Lukas, Jakob und Basti wollten es genauer wissen und nahmen die 14-stündige Busfahrt nach Nepalgunj auf. Im Bus war leider kein Platz mehr und so breiteten sie ihre Isomatten und Schlafsäcke auf dem Dachträger aus und verbrachten die Nacht mit Wind im Haar.

Nepal Expedition

Quelle: Lukas Wielatt



Karnali - Facts:oberer Karnali, "Humla Karnali":
   Länge: 200km
   Schwierigkeit: WW III - VIunterer Karnali:
   Länge: 185km
   Schwierigkeit: WW I - IV



Bild rechts: 14 Stunden Busfahrt auf dem Dachträger...

In Nepalgunj angekommen hiess es dann auch mal zuerst: "Nee, kein Flieger! Ist kaputt und steht in der Werkstatt!".
Nach ein paar Tagen in der Stadt in der man eigentlich keine Zeit verbringen möchte, war der Flieger wieder startklar und die vier Jungs durften inklusive ihrer Kajaks einsteigen. Dazu wurden einfach acht Sitze aus dem Flugzeug genommen und vier Kajaks rein.
"Der Flug war der Wahnsinn! Traumhafte Weitsicht in die Berge und beängstigende Kurzsicht wenn wir mit nur 30 Meter Bodenabstand über die Bergkämme flogen.", schwärmt Ron von dem Flug über das Himalaya-Gebirge.

Simikot war das Ziel und soll den gefährlichsten Flughafen Nepals haben. Was dort Flughafen genannt wird, war eine 300 Meter lange Schotterstrasse mit Steinbrocken auf der Landebahn, halb so groß wie die Räder vom Flieger.

Simikot ist ein traumhafter Ort auf knapp 3000 Meter über NN. Schönes Panorama und sehr freundliche und glückliche Einheimische.
Hier verbrachte das Team zwei weitere Tage bis es endlich los ging und die Bewilligung für den Fluss in der Tasche war.
Mit Essen und Ausrüstung für acht Tage wogen die Kajaks gut 35 kg. So trugen einheimische Träger die Kajaks die 800 Höhenmeter zum Fluss.

Nepal Karnali

Quelle: Lukas Wielatt

Außer einer Umtrage die einen ganzen Tag und viel Kraft kostet, ist der Karnali ein genialer Fluss. Von WW 3-6 alles dabei - die einen Tage kontinuierliches WW 3-4, wuchtig und ohne scouten, die anderen schwerstes WW 5 mit grossen Walzen, gefährlichen Siphonen und dazu ein vollgeladenes Kajak.

Gegen Ende wird der Fluss immer größer und die Vegetation immer grüner. Auf dem oberen Abschnitt gab es unzählige riesige Geier, unten raus Affen am Ufer zu beobachten.
In der Nacht machte das Team jeweils ein riesiges Feuer weil sie Angst vor Tiger, Panter, Krokos und gefährlichen Schlangen hatten, die es haufig geben soll.

"Der Trip war unglaublich eindrücklich und schön, aber auch anstrengend und entbehrungsreich!", erzählt Ron. Aber nach einer Weile hatten die vier genug von Instant Noodels, Keksen, Reis und Milchreis und waren froh, dass sie manchmal bei Bauern ein Huhn oder sogar einmal Brot kaufen konnten.

Die grosse Erleichterung kam dann am 14ten Tag - als nach 385 km endlich die erste und einzige Strassenbrücke den Fluss quert. Sie signalisiert den Ausstieg in Chisapani und es gab endlich wiedermal Bier und kurz darauf eine 16-stündige Busfahrt, diesmal im Bus anstatt oben drauf, zurück nach Pohkara.



Bilder rechts und unten: Auf dem Karnali

Nepal Karnali

Quelle: Lukas Wielatt

Nepal Karnali

Quelle: Lukas Wielatt

Nach dem Abenteuer am Karnali und zwei Tagen Chil out in Pohkara ging es gleich weiter an den Bhote Koshi. Hier waren Ron, Basti, Luke und Jakub am Anfang ihres Trips schon mal und paddelten den unteren Abschnitt. Weiter oben jedoch, fast an der tibetischen Grenze befindet sich noch eine 10km lange Wildwasser Strecke, die sie unbedingt noch befahren wollten. Viel Gefälle durch zwei schoene Schluchten, knackige Einzelstellen und sonst kontinuirliches WW 4-5. Am zweiten Tag machten die vier sich auf zum "second run" für den "double fun".

Nepal Canyon Swing

Quelle: Basti Striebel

Nachdem die vier unter der 160m höher gelegenen Hängebrücke durchgepaddelt sind, wollten Ron und Lukas wissen, wie es sich von der selbigen runterfliegt.

Nach viel Red Bull zum Frühstück in der Hoffnung besser fliegen zu können, war zuerst der welthöchste Canyon Swing angesagt: Mit viel Kraft möglichst weit von der Brücke wegspringen, endlos Freifall genießen und unten mit 140 km/h durch die Schlucht schwingen!

Nachdem die beiden in der bruehenden Hitze wieder zur Brücke hochgelaufen waren, ließen sie sich ans Gummiseil binden.

Auf die Frage, was von beidem jetzt besser ist, antwortet Luke; "Der Swing, ich meine der Jump" - aber Ron und Luke sind sich einig, dass Kajakfahren 1000mal besser ist!!!


Bild rechts: "Ich war als erster dran und sprang rückwärts von der Brücke weg. Freifall mit Blick gegen den Himmel für die ersten Meter, danach mit Blick zum Fluss runter. 20 Meter über den geilen Rapids ist aber Schluss und es geht mit Speed wieder aufwärts", beschreibt Ron seinen Bungee Jump

NHimalayan Whitewater Festival Ron Fischer

Quelle: James Weir

Die nächste Station der vier war der Trisuli - Austragungsort des Himalayan Whitewater Festivals. An die 100 Kajakfahrer aus der ganzen Welt nahmen Teil am Extrem Slalom, Freestyle und Down River Contest. Am Wettkampf durfte man für alle drei Disziplinen nur ein Kajak verwenden, so hat man mit einem langen Boot einen riesigen Vorteil beim 6km langen Downriver Race, dafür aber einen großen Nachteil beim Freestyle. Der Riot Thunder 76, wie Ron ihn fährt, war wohl eines der besten Kajaks: Beim Slalom hatte er die zweitschnellste Zeit, war jedoch wegen 20 Strafsekunden nur auf dem 9. Rang. Beim Freestyle kostete er die BIG Air - Qualitäten des Thunders voll aus und landete dank zwei Airloops auf dem 5 Rang. Beim Downriver Race reihte Ron sich irgendwo um den 10 Rang einreihte - und das alles reichte es am Ende für den Gesamtsieg! Herzlichen Glückwunsch!Bild links: Ron loopt und punktet für Platz 1!Im dritten Teil berichtet Ron von großen Wasserfällen und vielen Befahrungen des Setis...

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Text: Ron Fischer & Michelle Hombach

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