[br][/br][br][/br]Juckt das Reisefieber? Das französiche Jura lockt besonders im Frühjahr und nach Regenfällen mit guten Wasserständen. Als besonderen Wildwasser-Tipp hat Anna Jankowfsky dort die mittlere und untere Saine parat.
Traumstelle: Anna am "Micado"Was tun, wenn einem die Arbeit über den Kopf wächst und man das Reisen doch nicht lassen kann? Man packt seinen Krempel und quartiert sich bei Freunden ein. Anna hatte das Glück, ihre Schwester Sonja im französischen Lyon besuchen zu können. "Regen vor der Tür, ein Blick auf die Pegel und schon war der Paddeltag im Jura beschlossene Sache."Von Lyon ist es ins Jura nur noch ein Katzensprung, aber auch von Deutschland aus ist das Gebiet nicht wirklich weit entfernt. "Vor allem im Frühjahr während der Schneeschmelze und nach starken Regenfällen findet man dort wunderschönes, technisches Wildwasser." Für ihren Tipp hatte Anna die Wetterlage gut im Blick. " Momentan hat es gut Wasser, ich nehme an das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Vorsichtshalber schadet ein Blick auf den Pegel auf eauxvives.org aber trotzdem nicht"Annas Tipp ist die mittlere und untere Strecke der Saine. "Der Einstieg ist gleich nach den sehenswerten, wenn auch unfahrbaren Gorges du Longuette. Es erwarten einen sieben Kilometer WW 3-4 mit Stellen bis WW 5, die aber alle umtragen werden können," erklärt Anna. "Eine wunderschöne Stelle kommt nach circa zwei Kilometern: Le Micado – ein Wasserfall, den man rechts schön fahren kann gefolgt von zwei Rutschen. Nur auf Holz sollte man Acht geben." >>> Die Saine in der Flußdatenbank
Weitere Infos: Eine Flussbeschreibung findet ihr in der FDB, im DKV-Führer (Band 3) oder auf www.eauxvives.org. Einen guten Überblick über das Revier gibt das KM 05/2007.
Traumhafter Wildwasser-Tipp im französischen Jura:Die Saine
Derzeit biegt Anna bei ihrem Psychologie Studium in die Zielgerade und arbeitet an ihrer Diplomarbeit. "Noch vor zwei Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass bald die Stunden vor dem Computer die Zeit im Boot bei weitem überwiegen. Doch auch mein Studium will irgendwann beendet werden." Gut gewählt ist das Thema ihrer Arbeit "Entscheidungssituationen und Sicherheit im schweren Wildwasser", das zumindest theoretische Paddelabenteuer am Schreibtisch zulässt. "Da pure Theorie auch nichts ist, werden meine Ergebnisse gleich bei der Durchführung des RSR (Risikomanagement, Sicherheit und Rettung im Wildwasser) vom VDKS mit eingebaut," erzählt Anna, die selbst im Lehrteam des VDKS im Einsatz ist. Neben der Diplomarbeit, erlebnispädagogischen Kursen und Kanu- und Kletterausbildungen ist Annas Zeit in dieser Saison knapp bemessen. "Hier und da ein Tag in den Lechschluchten, im Ötztal oder bei einem Extremrennen ist aber immer drin. Und hat man dann endgültig genug vom vielen Autofahren bleiben immer noch wunderschöne Felsen rund um Regensburg zu erklimmen, um die Chance auf ein Umtragen an der nächsten unfahrbaren Zwangspassage zu verbessern", sagt die begeisterte Kletterin mit einem Zwinkern.
Link: VDKS | Eauxvives.org
Fotos: Sebi Bauer
Text: Anna Jankowfsky & Judith Prechtl













Super Tipp. Danke dafür.
Hört sich super an dein Tipp! :-)
Wünsche dir alles Gute für deine Diplomarbeit.
Gruß aus Berlin, ULLI
Schöner bericht. Wielange fährt man eigentlich von Österreich aus (graz oder Linz) an die Saine
Lang. Von Vorarlberg aus ist es nicht so weit, aber von Linz aus sind es schon so an die 900km.