Wenn Wildwasser-, Slalom-, Regatta- und Breitensportler sich mit Flachwasser Leistungssportler und Wanderfahrer treffen, dann ist entweder irgendwo ein Filmfestival, oder der Österreichische Kanuverband ruft zum Kajaklehrwart-Kurs.
Wenn Wildwasser-, Slalom-, Regatta- und Breitensportler sich mit Flachwasser Leistungssportler und Wanderfahrer treffen, dann ist entweder irgendwo ein Filmfestival, oder der OKV ruft zum Kajaklehrwart-(Instruktor)Kurs.
Ich(Alex Brixel) berichte von meinem Eindruck vom ersten Kursteil des KAJAKLEHRWART 08/09
Insgesamt 21 Leute haben sich zwischen dem 24.11. und dem 29.11. beim Haus des Sports auf der Linzer "Gugl" zusammengefunden und sie verbindet nur eine Leidenschaft, PADDELN und diese wollen sie auch anderen weitervermitteln.
Quelle: alex
Paddler zur "frühen Stund" (8:50)
Bei meiner Ankunft im "Haus des Sportes" waren die meisten Teilnehmer schon anwesend und ich sah auch einige Bekanntschaften aus meiner Zeit wo ich noch am Flachwasser zu finden war.
Nach dem die einzige "Richtlinie" nur ein Stundenplan war, wo Worte wie "Allgemeine Pädagogik/Didaktik/Methodik" vorkamen, wusste ich nicht wirklich, was mich beim Lehrwartekurs erwarten würde und somit war ich schon sehr auf die "Kurseröffnung" vom Günther Briedl gespannt.
Quelle: alex
Bei der Einführung wurde mir klar, dass beim ersten Kursteil sehr viel Theorie und sehr viel allgemeine Themen dran kommen werden. Damit wir dann in den nächsten Kursteilen eine gute Basis haben, um auf die sportspezifischen Themen besser eingehen zu können. Es wurde auch der Stundenplan erklärt und was sich hinter den "Codewörtern" wie "Praktisch methodische Übungen" verbirgt.
Quelle: alex
Ein Lehrsaal voller Kanuten, das sieht man vermutlich auch nicht oft...
Quelle: alex
Die Eignungsprüfungen fanden auch am ersten Kurstag statt.
Die Wildwasserfahrer hatten den Vorteil, das sie im relativ warmen 50m Becken des Olympiazentrums ihre Fahrtechnik unter Beweis stellen konnten.
Jedoch die Flachwasserfahrer mussten ihre Prüfung im Linzer Winterhafen absolvieren, wo schon Schnee lag.
Keine Sorge, gezwungen wurde niemand, im Winterhafen einzusteigen. Es wurde jedem Paddler angeboten, die Prüfung an einem wärmeren Tag nachzuholen, wenn es für jemandem unzumutbar sein sollte, bei diesen Temperaturen in ein Flachwasserboot zu steigen.Ein kleines Rennen nach der bestandenen Eignungsprüfung.
Quelle: alex
Die allgemeinen "Praktisch methodischen Übungen" (PMÜ) wurden in den Turnhallen des Olympiazentrums in Linz abgehalten.Das Programm der allgemeinen PMÜ war ziemlich breit gefächert, von Laufübungen mit und ohne Springseil bis hin zum Koordinations- und Reaktionstraining. Selbst ein Zirkeltraining hatten wir aufgebaut und ausprobiert.Was mir persönlich sehr gefiel, ist, das man für die meisten Übungen keine oder fast keine Aufbauten oder Material benötig, womit sich diese auch neben dem Bach durchführen lassen.
Mit den Referenten, hatte der Günter Briedl ein ziemlich hochkarätiges Team zusammengestellt. Wobei er versucht hatte, möglichst viele Referenten aus der Kajakszene heranzuholen um einen möglichst praxisnahen Unterricht zu gestalten.
Quelle: alex
Quelle: alex
Gerhard Schmid, Regatta-WM Bronzemedalien Gewinner (hier zum nachlesen) und sein etwas bleich geratener Freund "Max", führten uns in die Sportbiologie ein.Manfred Kranzl führte uns vor Augen, was wir bei für uns eigentlich selbstverstädiche Techniken, wie der ganz normale "Vorwärtsschlag" alles richtig machen müssen, bzw. worauf wir Achten müssen, wenn wir diese Techniken Anfängern beibringen.
Quelle: lemonrider
Und damit wir auch einmal zum Paddeln kamen durften die Wildwasserpaddler im Schwimmbecken, sich mit einem Flachwasserrennboot anfreunden...
Quelle: lemonrider
...und die Flachwasserpaddler durften ihre ersten Rodeomoves im Wildwasserboot probieren.
Quelle: lemonrider
Nach dem beim Linzer Faltboot Club (LFC) so ziemlich alle Bootstypen, Gattungen und sogar die eine oder andere Kuriosität vorhanden sind, konnte sich der Günther Briedl eine Power-Pointpräsentation sparen und die "Materialkunde" etwas lebendiger gestalten.
Deshalb wurde der Stundeplan etwas umgestellt und wir fuhren am Freitag Nachmittag zum LFC im Winterhafen und hatten dort sogar die Möglichkeit zwei Bootstypen zu gegenüberzustellen und miteinander zu vergleichen.
Zumindest weiss ich jetzt was "Adenosintriphosphat" (ATP) ist und mein Lateinwortschatz hat auch das eine oder andere Wort dazu bekommen ;-).
Viele neue Eindrücke, einige Lehrmethoden und ein viel besseres Verständniss über das was in meinem Körper vorgeht, wenn ich paddle, konnte ich auch erringen.
Text & Layout: Alexander Brixel
Fotos: Reinhard Friedl von hydrophil.org und Alexander Brixel
Weitere Infos: OKV und BSPA









Hallo Alex und alle,
super Bericht, gratuliere.
Ordentlich und professionell sieht das aus, wünsche der Nachwuchsarbeit des OKV viel Erfolg.
Aus meinen beiden 2008-er Kursteilen vom in Österreich neuen Fahrtenleiterkurs gibt es auch viel zu berichten. Etwas uriger der erste Teil im Pfadfinderheim Königstetten und ein herrliches Grado-Wochenende im zweiten Teil, davon gibt´s Bildgalerien:
kajak.at/210/49cc01db-904a-4c0d-9718-380fe873fde4/slideshow.html
kajak.at/210/0b252b52-ec08-4865-82d5-49e5222d5353/slideshow.html
Drei Module folgen,
März Donauelement
April Salza mit Canadier
Mai krönender Abschluss Seekajak mit Tidengang auf den friesischen Inseln
Danke dem OKV für die Teilnahmemöglichkeit und die gute Organisation.
Beste Grüße,
Stefan