Das war das Wochenende der harten Kollegen

Fettes Loch bei kleiner Welle, so zeigte sich Bergheim in diesem Jahr für die harten Jungs. Eine Handvoll nahm es trotzdem mit dem Ungetüm auf, bevor es am Sonntag in die Teufelsschlucht zum "Mystery moven" ging.

TopSiteNews Bergheim

"Und, passt der Wasserstand?" - "Mmmhhh, ich glaub, da sind ein bisschen wenig Kubik drauf. Die Welle ist so lala... dafür steht das Loch aber 1a." So standen die harten Kollegen etwas betrübt am Parkplatz und überlegten, bei 30Grad im Schatten, was sie jetzt machen sollten. In der Tat sah die Welle nicht wirklich gut aus, ziemlich flach, pulsierend und nur schwach brechend. Das Loch stand dafür perfekt: Das Wasser floss mit einem Winkel von 80Grad gemütlich in ein 5m breites und 4-5m flach zurückziehendes Loch. Herrlich.

Harte Kollegen Jens Klatt

Quelle: jensklatt

Die harten Kollegen

Aber wat nun? Nach einigen Minuten schnappten sich Nils und der Käptn ihre Paddelsachen und überzeugten eine Handvoll Leute davon, sich wenigstens ein paar Versuche von ihnen anzugucken die Welle zu surfen und ihre Klamotten mit ans Loch zu nehmen. Stellt sich nur noch die Frage wer zuerst? Der Organisator natürlich. Logisch, blöde Frage. Also nicht lang fackeln und ab ins Loch. Nur blöd das der Käptn sich nach etwa 20sec aus dem Ding mit eigenen Kräften selber befreien konnte. Scheiße, jetzt gab es keine Ausrede mehr. Nils zog nach und Maus folgte, beim Versuch mit einer Seilkonstruktion in die Welle zu kommen, so gleich. Doch irgendwie kamen alle drei jedes Mal raus. Langweilig, dachte sich der Käptn und machte sich zu seinem vierten Lauf auf. Diesmal mit etwas unkontrollierter Einfahrt und unkontrolliertem Abgang. Endlich schwimmt ma jemand. Wird ja auch Zeit.

Bergheim Jens Klatt

Quelle: jensklatt

Bergheim Jens Klatt

Quelle: jensklatt

Mutige zu erst kurz vor oder...im Bergheimer Loch

Ein offizielles Ergebnis ist leider nicht zu erwarten. Es waren einfach zuviel Luschen am Start, die nicht mitfahren wollten und nach ICF Regeln brauchen wir doch mindestens 5 Starter. Ansonsten is da nichts offiziell. Ärgerlich. Na ja, vielleicht nächstes Jahr. Dann steht die Welle auch mal hoffentlich und es lassen sich ein paar harte Kollegen und Kolleginnen mehr davon überzeugen mitzufahren.

Teufelsschlucht Mystery Move

Quelle: jensklatt

Teufelsschlucht Mystery Move

Quelle: jensklatt

Abgeschossen der spätere Sieger ...... am Mystery Move Spot

Den Abend ließ man mit ordentlich Grillfleisch und frischen Erfrischungsgetränken ausklingen. Manche mehr, manche weniger und ein paar harte Kollegen erlitten am späten Abend auch noch die Seekrankheit. Dafür belohnte uns der nächste Tach mit Sonnenschein, Temperaturen über 30 Grad und einen perfekten Pegel für die MysteryMoveWM.

Martin Koll Jens Klatt

Quelle: jensklatt

Knapp 15 Starter waren am Start um sich zu versenken was das Zeug hält. Darunter natürlich auch Nils Heine, der Weltmeister vom letzten Jahr, der seinen Titel nicht so leicht abgeben wollte. Nils hatte sich am Vorabend extra noch ordentlich Gewicht angefressen und behielt es, im Gegensatz zu ein paar anderen Hobbykapitänen, auch bis zum Wettkampf im Magen. In der Qualifikationsrunde zeigte sich der Weltmeister in Topform und Matze Brustmann zeigte, mit seinem Nomad 8.5 und einer unglaublichen Konstanz, wo der Hammer hängt. So war es nicht verwunderlich, dass sich die beiden mit Sascha, Simon und Martin im Finale wieder fanden. Den Tauchgang des Tages absolvierte, überraschender Weise, Sascha Hagemann, der sich mit einer Rekordzeit von 4,3sec ins Finale versenkte. Im Finale kamen die Tauchzeiten leider nicht an das letzte Jahr ran. So musste sich Nils mit 1,9sec und den dritten Platz zufrieden geben, Matze landete mit 2sec auf dem zweiten und Weltmeister wurde mit 2,3sec Martin Koll. Glückwunsch du Sack.

Am Schluss nochmal ein großes Dankeschön an alle die da waren (hoffe man sieht sich nächstes Jahr wieder), an HF (Danke Horst), an das Kanumagazin (hat gut geschmeckt), Jens Klatt (Fotos sind ganz gut geworden) und an alle die dieses Wochenende möglich gemacht haben. Martin Koll Mystery Move Weltmeister 2008Auch von der kajak.at Redaktion einen ganz persönlichen Glückwunsch an den Inselretter.

Text: Daniel Krummreich / ahoishop.de
Mehr Bilder: ahoishop.de/Augen

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Ausgebildeter Physiker, Redakteur, Herr über Tausend Zeilen Code auf 4-Paddlers.com und spätberufener zugereister Paddler aus Augsburg.

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