Schwimmer, Steckunfälle oder andere "Extremsituationen" hat sicher schon fast jeder Wildwasser Paddler hinter sich. Aber was macht man, wenn es den Mitpaddler in einer Tiefenwalze [...]
Schwimmer, Steckunfälle oder andere "Extremsituationen" hat sicher schon fast jeder Wildwasser Paddler hinter sich.
Aber was macht man, wenn es den Mitpaddler in einer Tiefenwalze herumwirbelt???
Oder wenn ein Baum im Wasser liegt und du darauf zu schwimmst???
Damit man sich um solche Fragen im Ernstfall, nicht den Kopf zerbrechen muss und damit wertvolle Sekunden verliert, hat Neil Newton Taylor die Whitewater Rescue Technician (kurz: WRT) Ausbildung nach Österreich gebracht und perfekt auf den Alpenraum abgestimmt.
Und jetzt bildet er in Tirol angehende "Sicherheitsexperten" und Wildwasser-Retter aus.
Nach einem halben Tag Theorie, wo Themen wie Hydrologie, Materialkunde und Sicherheit am Wildwasser durch genommen werden, geht’s raus am Bach.
Aber vorerst noch ohne Boot.
Nach einer Einweisung über "Defensiv" und "Offensiv"-Schwimmen und ein kurzes Briefing über die Schwimmstrecke, ......hieß es raus in die Fluten, sich ans "Wildwasser" gewöhnen und das gehörte umzusetzen.
Nach der Schwimmeinlage kam das Thema Wurfsack an die Reihe und Fragen, wie "Was ist besser, Schlaufe oder Clean-line?" oder "Wohin werfe ich, wenn ich einen Schwimmer anwerfe (davor oder dahinter)?" werden kompetent und ausführlich beantwortet.
Die Theorie wurde auch gleich in die Praxis umgesetzt.
Selbst das angeseilte anspringen einer Person welche in einem "Loch"(Tiefenwalze) herumwirbelt wurde mehrfach geübt und trainiert.
Am zweiten Kurstag trafen wir uns gleich beim Bach und nach einem kurzem Briefing und Einpaddeln, hieß es wieder Aussteigen und nun standen Seiltechnik, Ankerpunkte und Kraftverringerung auf dem Programm.
Auch der Flaschenzug wurde in einigen Variationen durchgenommen und von jedem Teilnehmer nachgebaut und ausprobiert.
Nach einem kleinen Päuschen.....wurde unsere Gruppe von Neil vor die erste Aufgabe gestellt, welche wir eigenständig lösen mussten.
Nach der erfolgreich bestanden Übung wurde der "Strainer" (eine Baum-Attrappe) ins Wasser gelassen und dann hieß es wieder ab ins kühle Nass.
Nach dem "Strainer" war wieder unsere Kreativität gefragt, den Neil hatte für unsere Gruppe immer neue "Überraschungen" parat.
Auch sichere Methoden zur Flussüberquerung wurden durchgetestet und ausprobiert.
Zum Schluss hatten wir noch Bewusstlosenbergung am Programm.
Die Übungen bleiben alle sehr Praxisorientiert und Neil hat immer ein besonderes Auge auf die Sicherheit der Kursteilnehmer
Fazit vom Kurs: Man wird auf die neuesten Sicherheitsstandards gebracht. Die gestellten Aufgaben bringen einem die Praktische Anwendungen und Krisenmanagement näher so das man im Wildwasser auf die meisten Situationen vorbereitet ist.
Fotos: Peter Feldhammer, Sandra Hasse, Alexander Brixel
Infos:Swiftwaterrescue
Text: Alexander Brixel









hab den kursteil 1 heuer bei neil in der steiermark absoliviert. die ausbildung ist auf alle fälle zu empfehlen, man lernt sowohl als kajaker als auch als raftguide viele wissenswerte techniken. hab einiges aus dem kurs mitgenommen und auch schon umgesetzt ...
mfg