Südfrankreich Teil 2

Der Guil ist eines unserer Highlights, mit dem schmalen Burggraben startet dieser Abschnitt rasant und spannend, technische Katarakte, Stufen und Abfälle folgen. Guiltreppen heißen die schwierigsten Passagen, Stufen und stark verblockte Gefällestrecken bis [...]

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Der Guil ist eines unserer Highlights, mit dem schmalen Burggraben startet dieser Abschnitt rasant und spannend, technische Katarakte, Stufen und Abfälle folgen. Guiltreppen heißen die schwierigsten Passagen, Stufen und stark verblockte Gefällestrecken bis WWV gilt es hier zu meistern, aufgrund des eher niedrigen Wasserstandes haben wir hier leichtes Spiel!

Südfrankreich Guisane

Die Guisane ist unser letzter Bach in der Durance Region, einen leichteren Abschnitt mit WWII-III und einen schwereren Abschnitt bis WWIV hängen wir zu einer super 16km Tour zusammen.

Südfrankreich Bonne

Südfrankreich Bonne

Auf der Fahrt zur Ubaye machen wir einen weiten Umweg zur Bonne, irgendwo haben wir gelesen „der Name ist Programe, bonne, bonne, bonne“. Und dieser kleine Fluss ist wirklich gut, mit wenigen Kubik fließt der Bach durch eine enge herrliche Schlucht aus Vulkangestein und hat mit den anderen Flüssen der Umgebung so ziemlich gar nichts gemeinsam, wir sind beeindruckt! Auf der Fahrt zur Ubaye kommen wir in ein ordentliches Gewitter, Wassermangel dürfte auch auf der Ubaye kein Problem werden!

Südfrankreich Ubaye

Dunkelgrau und gut eingeschenkt präsentiert sich die Ubaye, uns reichen die wuchtigen WWIV Abschnitte mit knackigen Katarakten oberhalb von Le Lauzet, die Royalschlucht sieht uns selbst von der 100m höher gelegenen Straße aus zu schwer aus… Diesen, von manchen mit der mittleren Ötz verglichenen Teil, wollen wir lieber einmal bei etwas weniger Wasser fahren!

Südfrankreich Var

Südfrankreich Var

Weiter geht’s Richtung Süden, den Var wollen wir „mitnehmen“, eigentlich ist es zu trocken für diesen Fluss, aber wir hatten ja heftige Gewitter und der Var fließt ja durch eine tiefe Schlucht, da ist ja sowieso mehr Wasser und schön soll er auch sein, also laden wir unsere Boote ab. Wir werden von einem Campingplatzwart vertrieben, der will uns nicht mit den Kajaks runter zum Var lassen… Also müssen wir uns 200m weiter flussaufwärts durch die Büsche schlagen! Im breiten Kiesbett rumpeln wir vorwärts, in der Schlucht wird das Wasser leider auch nicht mehr, aber schön ist die rote Varschlucht trotzdem!

Südfrankreich Verdon

Südfrankreich Verdon

Südfrankreich Verdon

Unser letzter Fluss ist der Verdon, zweimal pro Woche wird vom Stausee das für eine Befahrung nötige Wasser von etwa 12 Kubik abgelassen. Um 8:00 sitzen wir bereits im Boot um nur ja genügend Zeitreserven für den 28km langen „Grand Canyon du Verdon“ zu haben. Die Schlucht ist beeindruckend, hunderte Meter hohe Felswände links und rechts, Blocklabyrinthe, Stufen, Flachwasserpassagen und Gefällestrecken wechseln laufend. Max fährt den Verdon heute zum dritten Mal, er erinnert sich erstaunlich gut und lotst uns rasch durch Stellen mit klingenden Namen wie Couloir Samson, Passerelle, Styx, Imbut, etc. Im Imbut ist es stockfinster, diese ohnehin finstere unterirdische Passage ist wegen dunkler Wolken am Himmel jetzt fast schwarz! Ein ordentliches Gewitter begleitet uns die letzten Kilometer, recht wohl ist uns nicht… Wahrscheinlich sind wir die ersten Kajaker die je die letzten Kilometer am Stausee einsam und alleine gepaddelt sind, die erwarteten Tretbootmassen sind alle ins Trockene geflüchtet!

Südfrankreich Verdon

Ein herrlicher Urlaub ist zu Ende, der Klassiker Südfrankreich ist wirklich eine Reise wert! Wir kommen wieder, zu Var, Verdon, Bonne, Guil, Gyr, Onde, Veneon, Isere und Durance, vielleicht geht dann auch die Royalschlucht?!

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6 Kommentare

  1. TrustedPaddler

    Ein richtig guter Bericht, so wie auch schon Teil 1. Die Bilder sind traumhaft und machen Lust auf mehr.
    Ich hätte auch noch an einem 3. Teil Interesse :-)).

    Schöne Grüße

  2. TrustedPaddler

    kann mich da nur anschließen, tolle Fotos und super Bericht!

    LG Florian

  3. no-avatar
    loisachervor 13 Jahren

    Wenn Paddler sich verhalten wie in diesem Bericht, wundert es mich nicht, wenn immer mehr Flüsse gesperrt werden.

    Beispiele: Am verbotenen Einstieg vorbei durch die Büsche zum Fluß durchschlagen.

    Der Verdon hat eine zeitliche Befahrungsbeschränkung.

    Der Var ist bei Niedrigwasser von Anglern gesperrt wegen des Fischlaichs.

    Vielen Dank den Berichtverfassern für die schlechte Werbung für unseren Sport vor der einheimischen Bevölkerung.

    An die Redaktion: Wann wird dieser Beitrag überarbeitet?

  4. no-avatar

    Hallo Bodo,

    aus dem Bericht geht nicht hervor dass auf dem Verdon außerhalb der Befahrungszeit gepaddelt wurde. Auf den Fotos von der Varschlucht ist doch zu entnehmen dass es sich nicht um eine Berutschung von feuchten Kellertreppen gehandelt hat. Ich denke mir halt wenn die Paddler vorher in satt eingeschänkten Flüssen gepaddelt sind so haben sie diese Befahrung eben als Niederwasserbefahrung gesehen. Zum verbotenen Einstieg kann ich nichts sagen, denn die Situation dort kenn ich nicht.

    Ich kenne einige der Paddler die dabei waren und ich kenne sie als rücksichtsvolle und umsichtige Bootsfahrer

    LG, Ilse

  5. no-avatar
    loisachervor 13 Jahren

    Der Verdon darf täglich erst ab 10 Uhr befahren werden.

  6. TrustedPaddler

    Hallo Bodo !

    Auch ich bin den Var mit Freunden einige Tage nach der Berichtsverfassertruppe befahren und ich kann Dir sagen, dass aus Bootsfahrtechnischer Sicht auf jeden Fall schon NW war, ich aber nicht glaube, dass wir dem Fischlaich irgendetwas getan haben, da sicher noch ausreichend Wasser vorhanden war !
    Ich bin mir auch sicher, dass gerade diese Gruppe auf den Naturschutz sehr bedacht ist!

    LG
    Ulli

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