Gelungener Eurocup Auftakt in Lienz

Mit einer Riesenparty ging Samstagabend in Lienz ein gelungenes Rodeowochenende zu Ende. Der Europäische Kajak-Freestyle-Zirkus kürte nach zwei spannenden Wettkampftagen seine Helden.[br][/br][url="/galerie/index.php?selWeiter=weiter&selID=ecb0dff2-2f50-42c2-9c78-fe5c0fef7774"] >>> Fotos Pappbootrennen[/url][br][/br][url="/galerie/index.php?selWeiter=weiter&selID=31406fe7-5d82-42b3-a6e5-b9f437b26941"] >>> Fotos vom Rodeo[/url]

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Mit einer Riesenparty ging Samstagabend im Lienzer Gösserbräu ein gelungenes Rodeowochenende zu Ende. Der Europäische Kajak-Rodeo-Zirkus kürte nach zwei spannenden Wettkampftagen seine Helden die bereits davor und natürlich danach kräftig gefeiert wurden.

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Spätestens am Freitag um 13 Uhr war die Dolomitenstadt zur Rodeohochburg geworden. Rund 90 Starter aus 15 Nationen waren vor Ort um sich in der Drauwalze bei perfektem Wasserstand die Tricky Woos, Loops und Space Godzillas gegenseitig um die Ohren zu hauen. Zudem hatten sich die Lienzer mit Festln und Pappbootrennen ein kurzweiliges Programm ausgedacht – ein gelungener Event mit zahlreichen spannenden Entscheidungen.

Rodeo Lienz

strömer dolomitenrodeo

Führt in der ÖM: Michi StrömerDie erste "Entscheidung" betraf die Österreicher. Konnte Michi Strömer seinen Vorsprung in der ÖM weiter ausbauen oder rückten ihm seine Widersacher zu Leibe? Von den heimischen Herren schafften es nach dem Vorlauf nur der Kaiser himself als 20er und Luki Seitner als 15er ins Viertelfinale. Angespornt durch den Kampf um den Meistertitel lieferten beide ihr Bestes – Luki Seitner konnte jedoch seinen ausgefeilten "Schlachtplan" perfekt umsetzen und holte sich mit zwei schönen Loops die 20 Punkte der ÖM-Entscheidung – und den 16 Endrang. Strömer konnte sich auf Platz 17 vorkämpfen.Stand ÖM: Strömer 39, Herzig und Seitner 37, Robitsch 29 Punkte >>> Link: ÖM-Bericht vom KC Graz

Am Nachmittag mussten die Rodeostars die Welle kurzzeitig für die Pappbootkapitäne räumen. Zwölf Teams bastelten den ganzen Vormittag über hoffnungsvoll mit Pappe und Klebeband an ihren Tschinakeln. Kriterium des Rennens war es, die Dolomitenwalze heil und bemannt zu durchfahren. Sollte das Pappboot diese erste Wasserprobe überstehen, ging’s zurück zum Start auf eine zweite Fahrt...

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drau lienz

Auch Organisator Zimmel griff zur PappeTeam Schweiz bei der Präzisionsarbeit

Mit unterschiedlichsten Designs stachen die Boote nach und nach in die Drau. Für dramatische Szenen sorgte das Team von Jan Gatterer und Beni Kraler. Trotz ausgeklügeltem Rundboden versank ihr Hausboot bereits nach wenigen Metern. Mit viel Kampfgeist schaffen es die beiden Osttiroler noch auf ihrer Konstruktion durch die Walze, ehe diese zur Gänze in den Tiefen der Drau verschwand – die Reste wurden von der Lienzer Wasserrettung geborgen.

pappbootrennen drau

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Die erste Runde hatte viele Teams zum Aufgeben gezwungen und auch die verbleibenden mussten hohe Materialschäden beklagen. Als Kriterium der zweiten Fahrt wurde der längste Surf festgelegt. Das Schweizer "Schniedel Team" konnte mit ihrer dem Teamnamen entsprechenden Konstruktion einen Eindrucksvollen ritt in der Walze hinlegen. Fabian Dick und Verena schafften den zweiten Ritt relativ unversehrt, wurden jedoch durch die Walze gespült. Vlado Cako auf seinem Riesenhund die Judges mit seinem körperlichen Einsatz überzeugen. Ohne lange auf die Reste seines Hundes zur warten, warf er sich ohne Furcht gar ritterlich in die Walze. Als einziges reines Damenteam wagten sich Gudrun Lehner und Judith Prechtl an die Pappe. Auf den Resten ihres Riesenfisches schafften es die beiden ein zweites Mal durch die Walze bevor auch sie ihr sinkendes Schiff verlassen mussten.

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Riesenschniedel aus der Schweiz

Ergebniss Pappbootrennen:

1. Platz:Swiss Team "Schniedel": Andrea Marco Zarn, Samuel Schwarz, Jan, Florian, Michael
2. Platz:Vlado Cako
3. Platz:Gudrun Lehner und Judith Prechtl
4. Platz:Fabian Dieck und Verena

Die erste EM-Entscheidung fiel unter den Einarmigen, die mit vier Startern direkt ins Finale gingen. Ralph Rüdisüli (CH) musst als erster das Kehrwasser räumen. Jan Liska (CZ) fiel als zweiter dem Sudden Death-Prinzip zum Opfer. In der Finalentscheidung kündigte Sprecher Arnd Schäftlein ein extra-knappes Ergebnis an. Nicolas Fayol (FR) und Lukas Cervinka (CZ) lieferten beide einen eher verpatzten Lauf – am Ende siegte Fayol mit vier Punkten vor Cervinka.

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Die beiden nächsten Entscheidungen zeigten, dass sich die Europäische Freestyle-Szene um den Nachwuchs derzeit nicht sorgen muss. Bei den Juniorinnen versetzte die erst 14-jährige Leonie Häberling aus der Schweiz mit ihrer Leistung das Publikum ins Staunen, musste sich aber in der ersten Sudden-Death-Entscheidung ihren älteren Konkurrentinnen geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei stand zunächst Martina Wegman (NL) auf der Abschussliste. Nach einem verpatzten Lauf ging das "Aus" schließlich überraschend an Nouria Newman. Die junge Französin war seit den Vorläufen konstant an der Spitze gelegen und lehrte mit ihren Punkteständen (150 im Vorlauf) auch die Damen das Fürchten. Das Finale fuhren schließlich Wegman und Hana Vackova (CZ) unter sich aus. Wegman drehte den Spies nach dem vorhergehenden Lauf um und legte ihrer Konkurrentin satte 80 vor – ein Ergebnis das souverän zum Sieg reichen sollte.

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Die Junioren-Jungs machten ihr Finale nicht weniger spannend. Mit satten Air-Loops lieferten sich die jungen Wilden im ersten Lauf eine Punkteschlacht. Trotz 130 Punkten musste sich der Schweizer Florian Stenz als erster geschlagen geben. Im Kampf über die Lufthoheit über Lienz lieferten sich vor allem der Tscheche Jiri Langer und der Schweizer Samuel Schwarz ein erbittertes Match. Mit ihren konstant hervorragenden Leistungen verwiesen sie ihre Konkurrenten Raoul Collenteur (NL) und Andrea Marco Zarn (CH) auf die Plätze drei und vier. Am Ende konnte Langer den Sieg verdient nach Tschechien holen.
Und die Österreichischen Jungs? Fabien Quasthoff 10., Jan Gatterer 11. und Daniel Steidl 13. Quasthoff liegt in der ÖM damit zwei Punkte vor Gatterer.

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Bei den Damen hatten sich fünf von elf Starterinnen für das Finale qualifiziert. Lieke Servais, Siegerin der Vorläufe, musste sich als erste geschlagen geben. Im zweiten Lauf unterlag Ingrid Schlott (D) und rettete damit Nina Halasova (SK) in die nächste Runde. Platz drei ging nach einer weiteren knappen Entscheidung an Maria Lindgren aus Schweden. Im Finallauf lieferten sich Nina Halasova und Lenka Novotna (CZ) ein Duell zwischen Old Shool und New Shool – während Halasova sich aufs Loopen konzentrierte wheelte Novotna superclean zum Sieg. Als einzige Österreicherin war Gudrun Lehner am Start und belegte Platz 11.

eurpcup lienz

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Das Herrenfinale stand dem Grazrodeo in Sachen Airshow in nichts nach. Mit Simon Strohmeier (D), Peter Czonka (SK), Seppi Strohmeier (D), John Best (GB) und Casper Van Kalmthout (NL) waren die besten Europas am Start. Van Kalmthout ging als erster ins Rennen und musste mit wackeligen 173 Punkten die Läufe der anderen ausharren. Nach mehreren Flushs von Seppi Strohmeier blitze die Hoffnung für den Holländer kurz auf, doch in den letzten Sekunden setzte Strohmeier mit Loop, Space Godzilla und Tricky Whoo noch mehr als die notwendigen Punkte. Runde zwei brachte das "Aus" für Vizeweltmeister Peter Czonka der die Judges mit seinem Lauf nicht überzeugen konnte. Nach dem Scheitern von Simon Stromeier sollte die Entscheidung schließlich zwischen seinem Bruder Seppi und John Best fallen. Best legte Strohmeier mit 190 Punkten eine greifbare Marke vor, die sich nach einem neuerlichen Flush immer mehr zur Hürde entwickelten. Strohmeier konnte trotz Kämpfernatur nicht mehr nachlegen, der Sieg ging damit nach Großbritannien.

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Bester Österreicher: Luki Seitner

Ergebnisse - Results

K1 Men Junior: 1. Jiri Langer (CZ), 2. Samuel Schwarz (CH), 3. Andrea Marco Zarn (CH), 4. Raoul Collentheur (NL), 5. Florian Stenz (CH)

K1 Women junior: 1. Martina Wegman (NL), 2. Hana Vackova (CZ), 3. Nouria Newman (FR), 4. Leonie Häberling (CH)

K1 Men:1. John Best (GB), 2. Seppi Strohmeier (D), 3. Simon Strohmeier (D), 4. Peter Czonka (SK), 5. Casper van Klamthout (NL)

K1 Women: 1. Lenka Novotna (CZ), 2. Nina Halasova (SK), 3. Maria Lindgren (SWE), 4. Ingrid Schlott (D), 5. Lieke Servais (NL)

C1 Men:1. Nicolas Fayol (FR), 2. Lukas Cervinka (CZ), 3. Jan Liska (CZ), 4. Ralph Rüdisüli (CH)

Die Siegerehrung im Gösserbräu sollte schließlich mit viel Humor der krönende Abschluss eines gelungenen Eurocupwochenendes werden. Besonders der Ehrenpreis für Vizeweltmeister Peter Czonka – der Hut des "Rodeostars" – wurde am Abend zum gefragten Objekt und wanderte während der Ehrung über zwei Mal Strohmeier zum Besten des Tages – John Best aus Großbritannien.

Für kuriose Momente sorgen die Juniorinnen von denen nur eine persönlich zur Siegerehrung erschien. Mit einem grandiosen Amerikanischen Buffet zeigten die Lienzer noch einmal, dass wie wissen wie man Veranstaltungen dieser Art auf die Beine stellt. Satt und glücklich zog die paddelne Meute zu später Stunde schließlich weiter ins Wah! und auch dort sollte für einige mit dem Feiern noch nicht Schluß sein…

Text: Judith Prechtl
Fotos: Anton Lehner, OKC, Judith Prechtl
Weitere Infos: Eurocup Lienz

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