Herbstpaddeln einmal anders: Seppi Strohmeier, Dirk Wittenbrink, Basti und Boby Frieser zog es vor einigen Wochen zum Spielbootfahren nach Monteral. Am Moose River in den USA erwartete die Jungs "astreines Wildwasser".
Weit draußen im Fluss, im Hintergrund die Skyline von Montreal, surfen wir die Wellen "Pyramide" und "Big Joe"
Freunde machen das Leben reicher! Besonders dann, wenn sie Lust auf Kajakfahren haben und obendrein ein Wohnung direkt an einer der besten Wellen Nordamerikas. So war es und so ist es als wir uns Anfang Oktober auf eine Reise nach Montreal machen.
Montreal befindet sich an den Ufern des St. Lorenz Stromes. Ein Fluss, der die größten Süßwasserresourcen der Welt entwässert, der sich die Niagarafälle hinabstürzt und kurz vor der Mündung ins Meer just noch etwas Gefälle abbaut. Klar, dass dabei Wellen entstehen. Selbst jetzt, bei herbstlichem Niedrigwasser, stehen die Wellen in den "Lachine-Rapids" sehr gut. Noch vor unserer Ankunft erreicht mich eine E-mail in der steht: "Overthruster und Auftriebskörper sind Pflicht, die Spritzdecke muss sitzen! Wer schwimmt, schwimmt weit und muss dort, wo das Ufer erreicht, ein paar Dollars für's Taxi übrig haben um zurück nach oben zu kommen..." ...Ääähmm, O.K.!
Back Stab: Seppi Strohmeier
Umziehn im HausDer herbstliche Ottawa River
Weit draußen im Fluss, im Hintergrund die Skyline von Montreal, surfen wir die Wellen "Pyramide" und "Big Joe".
Das Wellenpaar präsentiert sich schnell und steil. Das Wasser durch den heißen Sommer angenehm warm. Lediglich die Exponiertheit der Wellen machen uns teilweise zu schaffen. Jeder kennt das Gefühl von der Welle zu fliegen ohne zum Zug gekommen zu sein. Schwupps da macht sie auf und weg ist man... Es beginnt ein zehnminütiger Trip über Steine, Kehrwässer und Seile, an denen man sich wieder nach Oben zieht, zurück in die Ausgangsposition oberhalb der Wellen. Was soll's, macht einen ja schließlich fit!
Die Abende entspannt in der Wohnung Couchsurfen oder Großstadtsurfen und um die "Blocks" ziehen. Es begeistern uns kanadischer "Papperdeckel-Baustil" und Banken bei denen man im "Drive-Thru-Prinzip" Geld vom Bankomaten holt...
Saisonende in den USA am Moose River
15 Kilometer astreines Wildwasser hat der Moose River im Bundesstaat New York zu bieten
Es zieht uns weiter zum "Moose-River-Fest". In Old Forge, gelegen im New York Bundesstaat/USA, trifft man sich zum Saisonabschluss. Es werden Dämme geöffnet und es fließen über 15 Kilometer astreines Wildwasser. Wir haben Glück und treffen auf eine Gruppe Paddler aus Colorado. Sie sind es, die uns durch das wirre Straßensystem hin zu Ein- und Ausstieg guiden und uns die besten Abschnitte des "Moose-Rivers" zeigen. Das Sahnehäubchen ist deren Ferienhaus am See mit einem Bett für jeden von uns! Die kalten Temperaturen Nachts sind uns somit egal - und tagsüber scheint sowieso die Sonne!
Moose RiverHaus am See
Seppi, Dirk, Basti und Boby
Über einen Stop an der "Black Wave" geht es zurück nach Kanada an den Ottawa, Austragungsort der diesjährigen Freestyle-Worlds. Niedrigstwasser lässt dort, wo im Frühjahr die Wellen stehen, gerade mal das Wasser kräuseln. Perfekter "Indian Summer" und tolle Landschaft stimmen uns dennoch zufrieden.
Auf geht's zurück nach Montreal. Wir beschließen den Herbsttrip so wie er begann: Mit allem Luxus was uns Almut und Fabian bieten. Eine Wohnung fünf Gehminuten vom Fluss entfernt, schnellen, steilen Wellen und jeden Tag trockenen Paddelklamotten. So muss es sein – so macht Bootfahren Spaß!
Text: Boby Frieser
Fotos: www.sportbande.de









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