Erstbefahrungen Nummer sieben und acht stehen in diesem Teil am Programm. Rutschen, Drops und kleine Pools am Mae Sa und am Mae Raem River ...
Josh Neilson, Will Clark und Sam Ward bereisten im Oktober 2007 ein kanutechnisch ziemlich weißes Fleckchen Erde im norden Thailands. Einige Erstbefahrungen, aber auch erfolglose Suchen nach Wasserfällen gingen auf ihr Konto.
Bei kajak.at berichtet Josh in einer fünfteiligen Serie von ihrem sechs wöchigen Trip, hier ist der vorletzte Teil:
Gestern waren wir auf der Suche nach einem guten Klasse 4 Bach im Westen von Chiang Mai, anders als die meisten Flüsse hier sollte er auf 10km zu befahren sein. Auf unserem Weg folgten wir talwärts einem steilen Tal. Der begleitende Fluss schien genug Wasser zu haben und ein Blick auf die Karte zeigte, dass es sich um den Mae Sa River handeln musste.
Den Oberlauf mit seinen 10 Fällen hatten wir schon vor einigen Tagen befahren, mussten die Fahrt allerdings abbrechen als der Fluss sich immer weiter in den Bergen abseits jeder Straße verlor.
Hier tauchte er also wieder auf. Erst einmal fuhren wir allerdings weiter, konnten den gesuchten Fluss allerdings auch nach stundenlager Suche nicht finden. So haben wir aufgegeben und den unteren Teil des Mae a River in angriff genommen!
Nicht weit gefahren kamen wir an eine lange Steile Rutsche, die wir umtrugen und oberhalb eines kleinen Falls wieder einsetzten. Schnelle Anfahrt kleiner Sprung, Sam nahm die Sache als erstes und erwischt die perfekte Linie. Ich folgte ihm war allerdings am Sprung zu schnell und tauchte nach dem Fall tief ein und schlug in den Boden ein. Nichts war passiert allerdings wusste ich nun, dass dies nicht der sauberste Fall ist und wollte Will stoppen.
Aber zu spät er war schon in der Anfahrt und als er mich sah, versuchte er noch das letzte Kehrwasser zu erwischen, wurde herausgezogen und plumpste den Fall rückwärts hinunter.
Mit viel Speed wurde er tief unter Wasser gedrückt und kam nicht mehr hoch. Seine Hand erreichte immer wieder die Oberfläche, aber er war von der Sandbank einfach nicht zu erreichen. Will und sein Boot waren Unterwasser zwischen zwei Felsen verkeilt und er konnte sich selbst nicht befreien.erste Rutsche auf dem Mae Sa
Mit Sam als Sicherheit im nächsten Pool, sprang ich in Richtung Wills Hand und traf sein Boot. Zum Glück, denn dies reichte aus um es aus der Spalte zu drücken und er kam an die Oberfläche. Eine sehr intensive Erfahrung und wir waren so froh Will wieder nach Luft schnappen zu sehen.
Wir chillten ein wenig auf der nächsten Sandbank und als klar war, dass alle wohl auf waren, setzten wir unsere Fahrt fort. Nach wenigen Metern folgte die zweite Harte Landung auf einem Stein, diesmal war ein etwa 5cm langer Riss in Sams Unterboden die Folge. Er entschied sich zur nahen Straße zu tragen, das Auto zu holen und uns als Fotograf zu folgen.
Will stylt den 7m FallJosh hinterher
Will und ich fuhren weiter und kamen zu einem schönen 7 Meter Abfall. Nach reichlicher Besichtigung uns Tiefenabschätzung des Pools befuhren wir ihn beide diesmal ohne Grundkontakt.
Dies war der Beginn der Steilzone, die wir bereits von der Straße aus gesehen hatten. Zwei super Highspeed-Rutschen, eine 20, die andere sogar 30 Meter lang, dazwischen ein kleiner Pool mit genügend Auslauf. Von hier ging es in eine kleine Schlucht mit Wildwasser III-IV bis zum Ausstieg, Mae Sa Elephant Camp.
Zwischen dem Stück mit den 10 Fällen und dem Stück der gestrigen Befahrung liegen noch ein paar weitere Kilometer Mae Sa River, die das Potential zu hohen Fällen haben und auf ihre Erstbefahrer warten!
Will fliegt den letzten Drop des Mae Sa
Erstbefahrung Nummer 8
Letzte Nacht auf dem Rückweg von einer Party sahen wir von der Hauptstraße ein kleines Schild eine Straße hin aufzeigend, „Wasserfall“. Das Rauschen hörte sich nicht schlecht an und so entschieden wir uns zu bleiben. Am Morgen erwachten wir am Tad Mork Fall als Eingangsfall in eine wirklich tiefe Schlucht. Wiedermal zeigte sich, dass alles von oben wesentlich einfacher aussieht als es von der Wasserkante dann ist und so erwies sich die Schlucht als große Umtrage. Die vielen Abfälle die von Straße so verlockend wirkten, waren fast alle unpaddelbar und der Hauptfall satte 45 Meter hoch. Nur ein paar wenige Stellen waren sauber fahrbar.
Am Ausstieg angekommen waren wir uns aber sicher, dass es wieder ein toller Bach war und wir wohl die ersten die ihn befuhren, wir ihn aber sicher nicht ein zweites Mal in Angriff nehmen werden. Jeder der ihn fahren will, sollte gewarnt sein, die Einheimischen benutzen ihn leider als Müllkippe und so ist jeder Stein, Baum und Pool verschmutzt mit Müll.
Unterhalb der befahrenen Strecke ist ein weiteres Teilstück mit einer mehr als 60 Meter langen Granitrutsche. Wir hoffen, dass sich der Wasserstand noch zu unseren Gunsten und einer Befahrung verändert.
Erst nach dem Blick in eine zweite Karte, zeigte sich, dass es sich um den Mae Raem River handeln muss. Alle snicht so einfach bei einem weißen Fleckchen auf der Paddellandkarte.
Tiefe checken am Mae RaemMüllhalde?
Vier Wochen sind nun um und wir müssen unsere Visa in Burma verlängern. Acht Erstbefahrungen, eine 120km Mehrtagestour und eine Raftigtour haben wir in diesem Monat gemacht, dazu kommen noch zahlreiche Tage relaxen. Eine sehr entspannte Zeit.
Serie:
Expedition ins nördliche Thailand- Part I (Ankunft und Mae Taeng) >>
Expedition ins nördliche Thailand- Part II (Mae Sa & Jae Sawn Falls) >>
Expedition ins nördliche Thailand- Part III (Tard Luang, Silophect und Mehrtagestour Nam Wa) >>
Joshs Blog: whitewater-koa.blogspot.com/
Wills Blog: www.thenileprogression.blogspot.com/
Bilder, Text & Copyright: Josh Neilson/Southern Underground Productions, Will Clark
Übersetzung & Layout: Sebastian Lüke













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