Türkei Expetition 2005 - Teil 4

Langsam aber stetig neigt sich unser Türkeiurlaub dem Ende zu. Hendrik und ich fliegen in genau einer Woche wieder nach Hause. Die erste Woche brauchten wir [...]

no-avatar

Langsam aber stetig neigt sich unser Türkeiurlaub dem Ende zu. Hendrik und ich fliegen in genau einer Woche wieder nach Hause. Die erste Woche brauchten wir für die Anreise von Tirol bzw. Deutschland zum ersten Bach mit Wasser, die Zweite und die Hälfte von der Dritten verbrachten wir auf schönen und schweren Flüssen und gerade gestern sind wir von einer dreitägigen Trekkingtour über das Kackkargebirge (sprich "Katschkar"), die zu den schönsten der Türkei zählt, zurück gekommen.

Nachlesen:
Türkei Expedition 2005 - Teil 3
Türkei Expedition 2005 - Teil 2
Türkei Expedition 2005 - Teil 1

türkei mauracher

Auf dem Coruh

Wir schreiben den 30. 7. 05, es ist ein extrem heißer Tag. Auf dem Barhah Dere, ein Seitenfluss des Coruh, brauchen wir heute keine Unterzieher als Wärmer. Der Fluss verläuft in einem landschaftlich wunderschönen Tal und führt tolles Wildwasser. Wir verbringen den Abend gemütlich. Am nächsten Tag fuhren wir ein Tal weiter, um die Wasserfälle des Tortun Cay zu besichtigen. Wir waren alle schon ganz neugierig. Sind die Fälle fahrbar? Ist genug Wasser drauf? Wie hoch sind sie wohl?... Fragen über Fragen. Nun ja, Wasser war leider viel zu wenig drauf, auch wenn die schönen hohen Fälle wahrscheinlich fahrbar gewesen wären. Anstatt Boot zu fahren, sprangen wir in den großen grünen Gumpen, um der rücksichtslosen Hitze zu entgehen. Ich persönlich war ein bisschen angefressen, weil ich lieber paddeln gegangen wäre. Aber was solls, es war ja nicht aller Tage Ende.

landschaften türkei

landschaften türkei

Traumhafte......Landschaften

Jetzt gibt es keine Seitenflüsse des Coruh mehr, die uns interessieren würden. Also auf zum mächtigen Coruh. Das ist ein sehr interessanter Fluss, der in drei bis vier Tagen komplett befahren werden kann. Die Schwierigkeit liegt im mittelschweren Bereich.

mauracher coruh

Bernhard im 25 Grad warmen Coruh...

olaf obsommer

landschaft türkei

Ein nachdenklicher Filmemacher und......eine farbenprächtige Landschaft

Begonnen haben wir mit dem Oberlauf, die Wasserfarbe war hier noch ganz gut, und die Landschaft einfach ein Traum. Am Abend des ersten Tages überraschte uns (böse) ein ganz besonderes Naturschauspiel. Wir hatten unser Zeltlager aufgestellt und wollten den Tag nett ausklingen lassen, ein kleine Windprise lies uns noch nichts Schlimmes ahnen...

Hendrik Joosten

Hendrik joosten

Hendrik Joosten......in den Fluten des Coruh

Coruh türkei

coruh türkei

Blick von der Straße......auf den mächtigen Coruh

Der folgende Nieselregen konnte uns auch nicht aus der Fassung bringen, denn wir waren schließlich nicht aus Zucker. Aber angesichts der riesigen weißen Wolkenwand, die von taleinwärts immer näher und schneller auf uns zukam, begann sich in meinem Bauch ein mulmiges Gefühl auszubreiten. Ich hatte so etwas noch nie gesehen geschweige denn erlebt! Die Wolkenwand fegte über uns drüber und hatte eine unvorstellbare Kraft. Wir kamen uns vor wie in einem Hurrican. Es war furchtbar. Alles flog durcheinander, die Zelte mussten wir drei- bis vierfach befestigen und wir konnten nur mehr schief durch die Gegend laufen. Als schließlich alles vorbei war und wir uns schon in Sicherheit wiegten, kam diese Wand wieder zurück. Das gleiche Spektakel noch einmal, wenigstens die Zelte waren schon ausreichend befestigt. Wir tauften dieses Wetterschauspiel "Bumeranggewitter". War doch ein passender Name.

Manuel Arnu

Manuel Arnu

hendrik joosten

hendrik joosten

Hendrik Joosten

hendrik joosten

Hendrik Joosten sucht sich......seinen Weg durch den Lehm

Am folgenden Tag befuhren wir den Mittelteil des Coruh, und einen Tag darauf den unteren Teil. Der Fluss wurde von Kilometer zu Kilometer dreckiger und so extrem lehmhaltig, dass alles von den Paddelklamotten eine braune Farbe annahm und vor lauter Dreck starrte.

Roger Ickarott

Roger Ickarott

türkei transport

türkei mauracher

Wir bemerkten auch den zunehmenden Müll, der fröhlich neben uns durch die Wellen tanzte. Widerlich! Die Türken werfen alles, wirklich alles, an Müll einfach in den Fluss. Im Unterteil bahnten wir uns den Weg zwischen Plastiktüten, Konservendosen, Ölfässern, Krankenhauskathetern, Autoreifen und sonst noch undefinierbarem Etwas durch. Gesund war das sicher nicht, ich will nicht wissen, was da noch so alles herum schwamm.

Hendrik joosten

Hendrik Joosten

Coruh Seitenbach

Der letzte Fluss, den wir paddelten, war ein recht schöner Seitenfluss des Coruh. Dann brachen Hendrik und ich nach Artvin auf, um mit dem Bus nach Trapzon zu fahren. Von hier aus ging es mit dem Flugzeug über Ankara nach München.Der Abschied fiel uns schwer, aber wir freuten uns auch schon wieder auf das wunderschöne Tirol. Vom Flughafen in München holten uns mein Bruder Benjamin Mauracher und seine Freundin Simone Junker ab, und ab da war endgültig Schluss von einem sehr interessanten Urlaub im Wildwasserparadies Türkei. Olaf Obsommer, Manuel Arnu, Phillis Arnu und Roger Ickarott blieben noch für ein weiteres Monat in der Türkei.Bild links: Ein wunderschöner Seitenbach des Coruh.

Flugzeug mauracher

flughafen mauracher

Bild oben: Ankunft in München...Bild links: Ab nach Hause...An dieser Stelle möchte ich mich bei der ganzen Gruppe bedanken, dass alles so wunderbar geklappt hat. Es war ein netter Trip in ein unbekanntes Land. Danke an den Kollegen Roger, der uns viel von dieser Gegend gezeigt hat, und an Manuel der die ganze Gruppe mit seinen Kochkünsten verwöhnt hat.

Für mich ist und war das jetzt der letzte Teil von der Türkei Expetition, und hoffe, dass es euch allen gefallen hat. Es gibt in den nächsten Wochen noch einen weiteren Teil den dann der Olaf Obsommer verfasst.

Nachlesen:
Türkei Expedition 2005 - Teil 3
Türkei Expedition 2005 - Teil 2
Türkei Expedition 2005 - Teil 1

Bericht: Bernhard Mauracher
Fotos: Manuel Arnu, Hendrik Joosten, Bernhard Mauracher

banner ty warp

türkei banner

Im Social-Web teilen:

Türkei Expedition 2005

4 Kommentare

  1. no-avatar
    Benjamin Maurachervor 15 Jahren

    Schön zu wissen,dass meine Fotos zwar gerne verwendet werden, aber mein Name bisher immer vergessen wurde!
    Schönen Dank an die Verantwortlichen!

  2. TrustedPaddler

    Hallo!

    Tut mir leid, dass ich Deinen Namen nicht erwähnt habe. Ich habe mich zwar schon entschuldigt, aber das war Dir wohl zu wenig.

    1. Ich glaube nicht, dass DU wegen einem einzigen Foto so reagieren musst.
    2. Kannst Du das nächste Mal ruhig Deinen Namen dazu schreiben, wenn Du was zu den Lesermeinungen dazu schreibst.

    Also, ich hoffe, dass Dein NAME dass nächste Mal nicht mehr vergessen wird, lieber Benjamin.

    Bernhard M.

  3. TrustedPaddler
    Erich Bodnervor 15 Jahren

    Servus,schöner Bericht,macht spaß beim lesen und anschauen

  4. TrustedPaddler

    Wie immer super tolle Fotos. Es macht einfach nur Spaß die Berichte zu lesen. Großes Lob!!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *.

Deine Daten

Bitte achte auf eine korrekte Mailadresse. Wir schicken dir gleich eine Mail, um deine Identität zu verifizieren. Dein Eintrag wird erst danach angezeigt.