Der erste Teil des dreiteiligen Berichts der heurigen österreich-deutsch-holländischen Paddelexpedition in der Türkei.
Es gibt viele schöne Länder auf dieser großen weiten Welt, schöne Gegenden zum Paddeln. Ob die tiefen und schweren Schluchten Europas oder die bekannten und mächtigen Flüsse Norwegens, die 1000 Seen Finnlands, die kleinen steilen Bäche Korsikas oder die unendlichen Weiten des Ozeans.
Manuel Arnu
Eine deutsch-holländisch-österreichische Paddelexpedition machte sich auf, um Neuland zu erkunden. Gesucht wurde nach einer Gegend, wo man andere interessante Flüsse, Kulturen, Mentalitäten und Leute findet. Es gibt Paddelfilme von sehr vielen Fleckchen der Erde, und unser Ziel war es auch, Neuland auf Video zu bekommen.
Unser Zwangslager in Grichenland bei 35 Grad im Schatten...
Das Team sollte klein und sehr schlagkräftig sein, damit ein schnelles Weiterkommen garantiert ist.
Der Organisator Olaf Obsommer wählte ein Team von fünf Mann aus:
o Bernhard Mauracher aus Österreich, ein kopfstarker Extremist, der im Wildwasser zuhause ist, und der Olaf bei den Filmaufnahmen unterstützt.
o Hendrik Joosten aus Holland, der zur Liebe des Wildwassers nach Tirol gezogen ist. Er bevorzugt technische Flüsse, und schoss die meisten die Fotos für diesen Türkeibericht.
o Roger Ickerott aus Deutschland, der schon oft in dieser Gegend war, und der das Team auf Wegen und Straßen führen sollte.
o Manuel Arnu, der sowohl Profi im Fotografieren, im Kochen als auch im Kajakfahren ist.
Gestartet wurde beim Olaf in Nussdorf zusammen mit Manuel Arnu und Roger Ickerott. In Strass im Zillertal holten sie mich, Bernhard Mauracher, und bei der Weiterfahrt in Zirl Hendrik Joosten ab. Eine lange Autofahrt war jetzt garantiert, 9 Stunden fuhren wir nonstop in Richtung Ancona (Italien) zur Fähre nach Griechenland. In Ancona angekommen entdeckten wir beim Auto einen großen Ölverlust. Der Ford Transit musste somit auf die Fähre geschoben werden um einen Motorschaden zu vermeiden.
Blick von der Fähre nach Ancona...
Volle Kraft voraus, 16 Stunden später trafen wir in Igoumenitsa voll ausgeruht ein. Das Auto wurde nun bis zur nächsten Werkstatt abgeschleppt und drei Tage unter Quarantäne genommen. Das hieß für uns Zwangsurlaub am Campingplatz mit Aussicht zum Meer. Drei lange Tage später und fünf braune Bäuche mehr geht dir Fahrt nun endlich weiter über Griechenland in die Türkei.
IstanbulDiese Brücke verbindet Europa mit Asien
Bernhard auf dem ersten Fluß
Roger Ickerott
Der Grenzübergang in die Türkei war sehr aufregend. Es waren insgesamt fünf Grenzstationen mit jeweils anderen Aufgabenbereichen inklusive Kaufes eines Visums, aber nur für Österreicher und Holländer. Deutsche brauchen keines. Die Kosten für Österreicher belaufen sich auf normalerweise auf € 15,- (für mich € 25,-, warum genau weiß keiner), für holländische Flachlandindianer auf € 10,-.
Das Team: Hendrick K., Bernhard M., Roger I., Olaf O. und Manuel A.
Nichts desto trotz ging es weiter nach Istanbul über den Postporus nach Asien.Am Postporus auf einer großen Brücke konnten wir schon eine erste Verhaftung einbuchen.
Manuel Arnu wurde samt der Kameraausrüstung wegen Spionagefotos von der Brücke abgeführt. Nach drei Stunden strengstem Verhör wurde er endlich – mit Kameraausrüstung – frei gelassen. Manuel konnte die türkische Polizei von seiner Unschuld überzeugen.
Bild rechts: In der Türkei gibt es die schönsten Seitentäler - doch die Straßen lassen zu wünschen übrig.
Olaf Obsommer
Die Autofahrt ging weiter nach Samsun zum ersten geplanten Bach, wo wir aber leider feststellen mussten, dass er trocken war. Ärgerlich. Wir campierten an diesem Bach und wurden sofort von einer Gruppe Einheimischer freundlich begrüßt. Mittels Reiseführer und Wörterbuch versuchten wir uns zu verständigen. Eigentlich funktionierte das ganz gut, aber mit der Zeit wurden sie uns fast schon zu lästig. Die wollten einfach nicht mehr gehen.
Hendrick Joosten der aus Liebe zum Wildwasser nach Tirol übersiedelt ist
Am nächsten Tag fanden wir in Trapzon endlich einen Fluss mit Wasser. Iyidere nennt sich der nicht allzu schwere Fluss. Zum Einpaddeln gerade richtig. Schöner Tag, schöne Zeit.
Hier konnte man die besten türkischen Pilze kaufen...Die drei Furchtlosen unter dem Ty Warp Shirt...
Von einer Gruppe Einheimischer wurden wir freundlich begrüßt
Wie's weitergeht? Nächste Woche folgt der zweite Bericht der Türkei Expediton 2005...
Bericht: Bernhard Mauracher
Fotos: Hendrik Joosten, Bernhard Mauracher











Klasser Bericht - aber das Foto vom Manuel hinter Gitterstäben fehlt noch! LG Peter
Ja, das Foto fehlt noch, aber wir sind froh die Kamera wieder zu haben.
BM
Interessant,auf meinen Sohn- per internet- mehr oder weniger zufällig zu stoßen.
Wann gehts weiter ?Was hast du denn so gekocht?
hallo, ich bin ein turkish kajaker. ist wunderbar lesen expd. in turkei.
ich wunshe paddeln mit andere zeite.
gruss...
Super Bericht und klase Fotos. Weiter so!!