Befahrungsgebühren an der Soca. Sind sie notwendig und welche Gegenleistungen erhält der Paddler dafür ?
Die Soca zählt zu den schönsten Flüssen in Europa.
Zwischen Bergen und smaragdenen Gewässern liegt ein Land, in dem jeder sein allerliebstes „Etwas“ finden wird heißt es auf der Internetseite von Bovec.
Unter Wildwasserpaddlern ist er bestens bekannt - der smaragdgrüne Fluss. Kaum ein Kajakfahrer, der die Soca nicht kennt, ein Besuch der Soca gehört im Frühjahr oder Sommer zum Standardprogramm.
Bovec war in den vergangenen Jahren von einigen Erdbeben schwer betroffen.
Die Region ist auf den Tourismus eingestellt, nach eigenen Angaben bietet sie Übernachtungsmöglichkeiten für 3000 Personen. Die Wildwasserpaddler sind sicherlich ein großer Teil davon.
Befahrungsregelungen wurden eingeführt, die oberste Soca und Koritnica sowie sämtliche Zuflüsse sind für Paddler gesperrt. In Anbetracht der verbleibenden Möglichkeiten und zum Schutz und Wahrung weiterer Interessen sollten diese Regelungen verständlich sein.
Ein weiterer Schritt: Für die Benutzung der Zugangsstellen für die Befahrung wurde eine Gebühr zur Deckung der Erhaltungs- und Schutzkosten und zur Kontrolle der Schifffahrtsordnung eingeführt.
Info über die aktuellen Regelungen: www.kanu.de/nuke/downloads/Befahrungsregelungen_Slowenien_neu_2005.pdf
Herbst 2005: Am sehr kleinen Parkplatz beim Einstieg zur Friedhofstrecke steht eine verwitterte Informationstafel, Befahrungszeiten und erlaubte Abschnitte sind nicht mehr aktuell. Beim Abstieg zum Fluss ist der Weg auf einem Teilstück weggebrochen.
Was passiert mit dem Geld das private und kommerzielle Paddler und Rafter hier bezahlen?
Sind die Zustiege wirklich alle in bestem Zustand? Werden sie regelmäßig gewartet?
Ist der Kartenverkauf und die Kontrollen professionell und zufriedenstellen oder verbesserungswürdig?
Sind die Parkplätze groß genug und auch sauber?
Wird für Autoeinbrüche und Personen/Sachschäden (wegen schlechtem Wegzustand) gehaftet?
Ist die Lösung im kommerziellen Bereich (Rafting) zufriedenstellend? Letztendlich geht es um eine zu hohe Belastung der Soca zu verhindern und nicht um gnadenlose Ausnutzung eines Fließgewässers. Gibt es eine Kontigentierung der Gewerblichen?
Sind für private Fahrten im Schlauchkanadier und Duo topo wirklich höhere Preise zu bezahlen?
Hans Niederwimmer und Erich Walchhütter genießen die letzten warmen Herbsttage an der Soca
Die Paddler haben sich zum Großteil mit der Permitregelung an der Soca abgefunden, ein Teil steht sogar voll dahinter und findet dass die Infrastruktur in Ordnung ist und die Gebühren gerechtfertigt sind.
Dennoch ist es legitim sich über Gebühren an Flüssen Gedanken zu machen, und vielleicht Verbesserungsvorschläge zu äußern.
Spontan könnte man zB. über die Einführung einer Gästekarte, womit man keine Gebühren mehr bezahlen muss, nachdenken.
Hochinteressant wäre natürlich gewesen, wie viele solcher Permits verkauft werden und was die Erhaltung der Infrastruktur an der Soca kostet. Leider wurde diese Anfrage bis jetzt nicht beantwortet.
Fotomaterial zum Teil von Dominik Täuber, Kay Havekost und Dimitrij Saksida.









Hallo,
kann mir bitte einer sagen wo sich dieses Wehr an der Soca befindet?
MfG Jochen
Willich auch wissen!!!!
Wenn durch (moderate) Gebühren die Ein - und Ausstiegsstellen wirklich ordentlich gewartet werden und vor allem ein Zugriff der Energiewirtschaft auf die Bäche verhindert wird, finde ich solche Regelungen durchaus sinnvoll.
Heftig wird es aber, wenn Du mit Familie für jedes Mitglied den vollen Preis bezahlen musst. Wie es an der Soca ja der Fall ist.
Im übrigen sollte auch ersichtlich sein, wieviel Geld eingeht und wie es verwendet wird.
Derzeit ist dieser Punkt äußerst fragwürdig.
Hallo,
wir werden im Juli die Socia befahren. Ich werde mir auf dem Campingplatz die Bafahrungskarten besorgen und entsprechende Fragen, wo geht das Geld hin, wer verwaltet das Geld und wer ist Verwaltungs- und Vollzugsorgan, stellen.
Im eigenen Interesse sollten die Betreiber mit solchen Fragen ehrlich umgehen, denn was ist, wenn die Paddler eines tages ausbleiben. Die Region war und wird wieder verarmen. Naturschutz ja, aber ordentlich !