Teil 2 mit Vorschlägen zur Einstufung ab WW III ...
WW III - IV auf der Lassing. Foto Franz Memelauer
Beispiele für WW III - IV: Erlauf, Lassing, obere Gail, Gullingbach Waldschlucht, hintere Isel, Lammer Voglauerschlucht bei MW, Lieserschlucht, Zinkenbach ab Wasserfall
Unterer Rotmoosbach bei NW WW IV-
Es gibt einige Autoren wie Josef Haas oder Gert Spilker, die in ihren Büchern den Grad 6 erweitert haben, somit die leichteren Flüsse nicht Gefahr laufen plötzlich abgewertet zu werden.
Vorstöße in die Richtung wie WW VIs oder WW VII und VIII wurden aber obwohl berechtigt bislang nicht beachtet.
Eingangsabfall Pinegg auf der Brandenberger Ache WW IV "sehr schwierig"
Donnersbachklamm bei NW WW IV+.
Koppentraun WW IV - V Foto: Jörn Weizenböck
Zu den Flüssen mit WW IV - V zählen die Koppentraun (zb. Pegel 140), Lammeröfen, Pitzbach, Brandenberger Ache (Tiefenbachklamm ohne Strahl), Ötztaler Ache Söldenerschlucht bei MW, Kummerbrückenstrecke erste 600m bei 15 m3/sec
Große Rodl im Mühlviertel - ab Pegel 190 WW V-
Lofer Schlucht der Saalach WW V "äußerst schwierig" Foto Karin Gschaider
Untertalbachklamm WW V
Jenseits des 5. Grades sind jene am Wort die sich regelmäßig über WW V bewegen und klare, realistische Einschätzungen und Vergleiche ziehen können.
Vorschläge für WW V - VI: Enns Gesäuseeingang, Heiligkreuzklamm bei MW, Gullingbachkatarakt, Unteres Gericht des Inn (Landeck) bei MW
Rißbachklamm WW VI Foto Florian Zaczek
Iselkatarakt im Sommer Foto Erwin Kargl
Wellerbrückenstrecke – Schlüsselstelle WW VII (ehemals konnte man links über die Platte fahren, wo jetzt ein lebensgefährlicher Syhpon lauert) rechts nur bei gewissen Wasserständen zu befahren, und Linien dürfen nicht falsch gefahren werden! Foto Bernhard Mauracher
Mittlere Ötz bei Höchstwasserstand im Sommer - im Herbst bei Niederwasser WW IV+ mit einigen V Stellen, beim vorgestellten Wasserstand WW VII. Schwimmen ist absolut lebensgefährlich und Linien durch die Katarakte müssen sauber gefahren werden. Foto Benjamin Mauracher
WW VIII - Flemmingfossen an der Unteren Rauma in Norwegen. (20 Meter hoher Wasserfall mit extremer schwieriger Einfahrt, und nur bei gewissen Wasserständen zu befahren, ansonsten absolut lebensgefährlich)
Hohe Wasserfälle bedürfen extrem viel fahrerischem sowie einschätzungssicherem Können.
Absolute Grenze der Befahrbarkeit!
Foto: Olaf Obsommer
Der Vorschlag lautet: Die Schwierigkeitsskala soll von I bis VI nicht geändert werden! Nach oben hin sollte man unbedingt offiziell zwei Stufen dazu nehmen (WW VII und VIII)
I Leicht
II Mäßig Schwierig
III Schwierig
IV Sehr Schwierig
V Äußerst Schwierig
VI Extrem Schwierig
VII Absolut Schwierig
Was bis jetzt noch nie erwähnt wurde, sind Befahrungen, die nur bei gewissen Wasserständen machbar sind. Bei Niederwasser Z.B. lauert ein Syhpon und bei Hochwasser ist es sowieso nicht machbar. Aber bei einem Ideal Wasserstand kann man das Ganze unter Umständen befahren.
Die Wellerbrücke an der Kernstelle rechts ist Z.B: so etwas, und deswegen wäre es eine WW VII er Stelle.
VIII Kaum machbar
Kommen aber bei solchen Stellen oder Abschnitten z.B. hohe Wasserfälle (die man auch nur bei gewissen Wasserständen befahren kann) hinzu, oder ist es ist nur ein kleiner Spielraum, wo eine Befahrung möglich ist, spricht man von WW VIII.
Der Flemmingfossen an der Unteren Rauma in Norwegen wäre ein Beispiel
Die Gedanken und Vorschläge zur Erweiterung der Skala erfolgten mit Unterstützung von Bernhard Mauracher.
Derzeit läuft eine Meinungsumfrage auf der Startseite von www.kajak.at zur Schwierigkeitsskala.









Endlich einmal ein vernünftiger Vorschlag! - Es muß doch jedem einleuchten, dass, ähnlich dem Alpinismus, durch die Materialentwicklung eine Weiterentwicklung eingesetzt hat, der man auch mit Anhebung der Schwierigkeitsgrade Rechnung tragen muß! - Dadurch vermeidet man die für Anfänger und Ungeübte gefährliche Abwertung nach unten hin.
Die Idee der Vebesserung/ Erweiterung der Schwierigkeitsgrade is generell sehr gut, die Frage ist allerdings ob die Welt wirklich ein weiteres System braucht.
In Nordamerika wird z. Z. das erweiterte System von American Whitewater seit 1998 benuetzt, wobei die Grade I-IV gleich sind, der 5te grad aber (aehnlich wie beim klettern aus einer nach oben offenen Skala besteht mit der sukzession 5.0, 5.1, 5.2, 5.3 etc. De VI te Grad bleibt fuer Unfahrbare oder absolut extremste Rapids, wobei eine VI Rapid nach mehreren erfolgreichen Befahrungen in eine 5.x umklassiert wird (sorry, nur in Englisch): www.awa.org/~matt/Safety/safety.html#VI
Dann gibt es noch das nicht sehr oft benutzte, aber ausserst interessante Klassierungssystem von Corran Addisson (leider auch wieder nur in Englisch):
www.kendo.freeserve.co.uk/river%20grade.htm
Hallo Bernhard,
Ganz toll... nur eines stört mich: Unter WW8 schreibst du „Absolute Grenze der Befahrbarkeit“ Lass es doch offen wo diese Grenze ist. Kein Mensch kann heute wissen wie weit sich das können noch steigern wird. Deshalb sollte nicht der gleiche Fehler wiederholt werden, der bisher zu den Problemen geführt hat.
Wie wäre es denn mit folgender Formulierung:
VII und darüber: Außergewöhnlich Schwierig. Durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichte Schwierigkeitsgrade. Eine verbale Definition erscheint hier sowohl problematisch als auch nicht notwendig. Es handelt sich dabei um eine Steigerung der zu bewältigenden Schwierigkeiten.
Hab ich natürlich nicht selber erfunden, sondern nur leicht verändert von der UIAA Kletterskala abgeschrieben.
Servus
Helmut
Hallo Helmut!
Danke für Deinen Vorschlag. Ist eine gute Idee.
Ich habe mir schon überlegt, ob man nicht nur eine Stufe dazu nehmen sollte.
BM