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Die Karibikküste taugt uns, faulenzen, baden, schnorcheln, abends spielen Bob Marleys Nachkommen in ganz CAHUITA spitzen Reggae, die Leute sind locker, der karibische Rum schmeckt auch nicht schlecht! Das ist "Pura Vida" das "wahre Leben", so lautet auch ein Gruß der Ticos. Wir hätten es noch ein paar Tage ausgehalten, aber wir haben da noch ein paar Bäche offen! Drum fahren wir mit dem Autobus nach TURRIALBA und steigen im Hotel Interamericano ab, das ist der Treffpunkt der Bootfahrer. Der nette Manager Luis organisiert auch rasch einen Chauffeur, Martin wird uns für 60$ zu den Flüssen bringen.
CASA MAQUINA oder POWERHOUSE RUN ist unser erster Abschnitt auf dem REVENTAZON. Am Einstieg wartet eine leicht verblockte Aufwärmstrecke, nach 300m kommt das trübe Kraftwerkswasser zurück, unsere Geruchssensoren melden leider nicht die beste Wasserqualität! Ab hier geht's dann erst richtig los, wuchtiges WWIV mit Rapids, Wellen, Verblockungen, Walzen und Löcher bietet der REVENTAZON. Öfter teilt sich der Fluss in mehrere Arme, am besten mit dem Hauptwasser fahren, denn die schmäleren Arme enden gerne in Baumfallen und bei dem Tempo ist das echt gefährlich.
In der zweiten Hälfte nehmen die Schwierigkeiten ab, nur COLANDER das heißt "Sieb", eine Gefällestrecke mit Blöcken und Löchern gilt es noch richtig zu erwischen! Das letzte Stück wird einfach und schließlich zahm, 1km müssen wir noch über den LAGO ANGOSTURA bis zum Ausstieg löffeln. Das Wasser war wirklich nicht besonders, abends schmerzen die Lauscher... Zum Glück kennen die Ticos ein altes Hausrezept, "Guarro", das ist ein hochprozentiger Fusel in die Ohren tropfen, nach 5min sind die kleinen Viecherln alle erledigt!
Der Wasserstand am REVENTAZON ist optimal, unsere nächste Fahrt wird der PERALTA RUN sein, ein Wuchtwasserklassiker mit hohen Wellen. Martin fährt uns zum Einstieg, sehr wenig Wasser hier, aber der Chauffeur und die Locals meinen nach 20min paddeln werden wir das rückgeleitete Wasser erreichen, also los. Wir schlängeln uns zwischen den Blöcken durch, 20min, 40min, 60min und noch immer kein Wasser... Es rumpelt immer mehr, über feuchte Kellertreppen runterpoltern, mit den Händen vorwärts schieben, oft müssen wir aussteigen und die Boote über die Felsen schleifen weil zuwenig Wasser da ist, sch... Nach etwa 3-4km für die wir fast 3h und 75% unserer Nerven gebraucht haben, sehen wir am Ufer ein paar junge Ticos, sie sind mit ihrem 4WD hier runter gefahren und feiern eine Party. Erst etliche km weiter gibt es wieder Wasser, hier ist es fast immer trocken, meinen sie... Nein, wir wollen nicht weiter, Schluss mit Canyoning! Wir sehen Dachträger auf dem Allrad und bitten die Ticos ob sie uns samt den Booten nach TURRIALBA bringen können, mit 20$ steigt der Deal. Die Kajaks binden wir mit den Wurfsäcken aufs Dach, dann geht's einen steilen Weg aus der Schlucht raus, die Fahrt mit den bekifften Burschen ist spannend, die Musik im Auto ein Hammer! Zurück im Quartier stellen wir fest, dass wir statt beim PERALTA RUN auf PERALTA DRIES ausgesetzt worden sind, dieser Abschnitt ist abgeleitet und nur sehr selten bei Dammüberlauf fahrbar!!!
Am PEJIBAYE haben wir mehr Glück, hier ist genug Wasser, grün und klar! Der erste km ist herrliches WWIV mit verblockten Slaloms, engen Durchfahrten, Gefällestrecken und Stufen, 3x besichtigen wir. Dann wird’s eine Spur leichter, abwechslungsreiches WW in einer schönen schmalen Waldschlucht.
Leicht verblockte Schwälle mit meist deutlich erkennbaren Durchfahrten, wir achten auf Baumhindernisse finden aber Kuhhindernisse! Eine Kuh soll ans andere Ufer gebracht werden, da helfen wir mit und bringen das Seil auf die andere Seite. Das arme Tier kriegt so panische Angst, dass es sich im Wasser niederlegt und zu ertrinken droht... Aber Muh wird kein Fall für den Fleischer, mit ziehen und schieben wird sie doch noch ins Trockene gebracht! Der Hund möchte auch ans andere Ufer schwimmen, wird aber abgetrieben und nimmt einen Vollwaschgang in der folgenden Stufe, Bernd fischt ihn raus, mit solchen Bergeaktionen haben wir auf diesem schönen Fluss aber nicht gerechnet! Die Folgestrecke verläuft weniger spektakulär, auf einfachem WWII-III erreichen wir den Ausstieg.











Schön, dass es immer wieder Berichte aus Costa Rica gibt, die das Paddeln richtig schön beschreiben; besonders die Fotos sind sehr schön geworden.
nette fotos. traumhaftes wildwasser. weiter so